Anzeigensonderveröffentlichung

Münsing aktuell

Sea Spa mit Bergblick

Susanne Bittner und Gabriele Hartl verwöhnen ihre Kunden mit moderner Kosmetik

Die beiden Beauty-Expertinnen in ihrem Salon. – Foto: Sea Spa

Nach luxuriösen Wohlfühlmomenten sehnten sich die Menschen wohl noch nie so sehr wie in diesem Frühling. Für alle, die von Kopf bis Fuß perfekt gepflegt sein wollen, haben Susanne Bittner und Gabriele Hartl in ihrem Sea Spa am Rande Münsings den idealen Ort geschaffen. Auf 175 lichtdurchfluteten Quadratmetern bieten die beiden Friseurmeisterinnen ein umfassendes Verwöhnprogramm vom Haarschnitt, dauerhaften Haarentfernungen, Kosmetik- und Anti-Aging-Behandlungen bis zu Stoffwechselberatungen. Dafür vertrauen die beiden Inhaberinnen auf die Premiumprodukte der Firma La Biostethique. Sich frisch und entspannt fühlen kann auch, wer es eilig hat – etwa mit einer kurzen Expressbehandlung für spürbar gestrafftere Haut rund um die Augenpartie.

In ihrer Leidenschaft, am besten Erscheinungsbild für ihre Kunden zu arbeiten, ergänzen sich die beiden Inhaberinnen seit 17 Jahren. Nach ihrem Umzug aus Egenhofen im Landkreis Fürstenfeldbruck haben Susanne Bittner und Gabriele Hartl in Münsing das perfekte Ambiente gefunden, um sich so umfassend wie möglich zu entfalten. Bis auf die Kaffeemaschine haben sich beide in ihrem Hair- und Beautysalon ganz nach ihren Vorstellungen neu eingerichtet. Der Name „Sea Spa“ ist für sie programmatisch. Denn auch wenn ihr Salon nicht am Meer liegt, so ist doch die Lage nahe des Starnberger Sees der beste Ersatz, um sich einfach nur wohlzufühlen, so behaupten viele. Das wird noch dadurch verstärkt, dass der Salon am östlichen Rand Münsings im Gewerbegebiet Am Schlichtfeld sogar Bergblick ermöglicht.

Besonders freut die beiden Inhaberinnen aber, wie herzlich sie seit der Neueröffnung Anfang März im Dorf aufgenommen worden sind. Dass sie so viele Menschen unterstützten, bedeute ihnen sehr viel, sagen sie. Das wollen sie auch zurückgeben. Denn unabhängig davon, ob Kundin oder Kunde, verstehen sich die beiden Frauen als Schönheitsberaterinnen für jedermann. Dafür suchen die beiden Frauen auch dringend Verstärkung für ihr Team. Eine neue Mitarbeiterin oder einen Mitarbeiter im Friseurhandwerk hätten sie noch gerne, um die Kundinnen und Kunden noch besser betreuen zu können.

Jeder schreibt für sich allein

Autor und Musiker Anatol Regnier lebt am Ostufer des Starnberger Sees – sein aktuelles Buch behandelt die Schriftstellergeneration der NS-Zeit

Wer Anatol Regnier als genauen Beobachter der Zeitgeschichte kennenlernen will, kann sich ihm über seine Ambacher Erinnerungen nähern. In dem kleinen Ort am Ostufer des Starnberger Sees ist der Autor, Gitarrist und Chansonsänger aufgewachsen und lebt bis heute dort. Wer am Dampfersteg und dem Gasthaus Zum Fischmeister vorbei spaziert, kann sich direkt zurückversetzen, wie es einmal gewesen ist, als Fischer und Landwirte ihren Tätigkeiten nachgingen, Sommerfrischler in den Villen aus- und eingingen. Und es lässt sich erleben, wie der See zwischen den Blättern der Bäume hindurchglitzert, die Sonne weiter im Westen blutrot hinter dem gegenüberliegenden Uferhang untergeht.

Anatol Regnier beleuchtet die Generation seiner Eltern Pamela Wedekind und Charles Regnier.

Foto: Christoph Hellhake/OH

Mehr als nostalgisch-verklärt in die Vergangenheit zurückzublicken, setzt sich Anatol Regnier in seinen Büchern differenziert mit den Zeitverhältnissen auseinander. In „Wir Nachgeborenen“ spürt der 76-Jährige dem bisweilen schwierigen Verhältnis als Kind berühmter Eltern nach. Darin beschäftigten ihn auch seine eigenen Eltern, das Schauspieler-Ehepaar Pamela Wedekind und Charles Regnier. Die zwölf Jahre der NS-Diktatur prägten deren Generation unmittelbar. Manche waren fanatische Anhänger und wurden zu Tätern des Terrorregimes, andere gingen ins Exil oder in den Widerstand oder passten sich an, um die Zeit irgendwie zu überstehen.


Diese Lebensentscheidungsfragen führen zu Anatol Regniers jüngstem im C. H. Beck-Verlag erschienenen Buch „Jeder schreibt für sich allein“. Auf mehr als 300 Seiten zeichnet er nach, wie sich Schriftsteller im nationalsozialistischen Deutschland unter den Verhältnissen der Diktatur verhielten. Angetrieben hat Anatol Regnier insbesondere seine Erfahrungen aus dem eigenen Elternhaus nach Weltkriegsende. In der Nazi-Zeit hatte Mutter Pamela Wedekind jahrelang am Preußischen Staatstheater unter der Leitung von Gustav Gründgens gespielt. Sein Vater Charles Regnier schaffte es, irgendwie dem Militärdienst zu entgehen, war im Dezember 1934 in Berlin verhaftet und für einige Monate im KZ-Lichtenberg wegen Homosexualität inhaftiert worden, nachdem er in einem Transvestitenlokal angetroffen worden war. Das war bekannt und die Eltern erzählten davon. Doch Anatol Regnier schreibt in der Einleitung seines jüngsten Buches: „Es wurde nichts verheimlicht und nichts beschönigt, aber auch nichts analysiert.“ Für diese Generation war das Verhalten typisch. Denn die NS-Diktatur ernsthaft zu beleuchten, so fährt Anatol Regnier fort, hätte bedeutet, die eigene Rolle – so unbedeutend diese auch gewesen sein mag – unter dem Regime zu überprüfen. Anatol Regnier bleibt nur zu spekulieren, dass seine Eltern womöglich die Kinder oder sich selbst schonen wollten oder eine Diskussion nicht für notwendig hielten.

Exemplarisch beschäftigt sich Anatol Regnier mit seinen Fragestellungen anhand der Biografien, etwa von Erich Kästner, Gottfried Benn, aber auch heute weitgehend unbekannter Autoren wie Börries Freiherr von Münchhausen. Das Verhältnis zum Regime ist teils ambivalent. Manche sind überzeugte Anhänger, wie etwa Will Vesper. Er tritt 1931 in die NSDAP ein. Als Herausgeber der Zeitschrift „Die neue Literatur“ sieht er seine Rolle darin, alles aus seiner Sicht Undeutsche oder Jüdisches zu bekämpfen.

Anatol Regnier schildert aber auch herzergreifende Schicksale, wie das von Jakob Wassermann. In der Weimarer Republik ist Wassermann ein gefragter Autor. Schon damals hat er mit seiner herzbeengenden Lage als Deutscher und Jude, wie er selbst schreibt, zu kämpfen. 1933 wird Wassermann aus der Dichterakademie geworfen. Der S. Fischer-Verlag will die Bücher seines langjährigen Autors nicht mehr veröffentlichen. Wassermann bekommt einen Herzanfall und soll kaum mehr gesprochen haben. Am Silvesterabend legt er seine Patiencen wie jeden Abend, hört Grammophon und verfolgt das Bleigießen vom Bett aus. Am Neujahrsmorgen ist der 60-Jährige tot.    ben