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Saubere Energie aus der Region

Die Stadtwerke München engagieren sich für die Schonung des Klimas: für Strom und Wärme aus erneuerbaren Quellen und für eine stadtgerechte Mobilität. Wie gelingt das in einer Metropole?

Temperaturrekorde und starke Trockenheit, Nachrichten von schmelzendem Eis an den Polen und brennende Natur: Der Klimawandel ist bereits spürbar, der zivilgesellschaftliche Protest dagegen laut. Klar ist: Es müssen viele Hebel intelligent bewegt werden, um der Klimakrise entgegen zu treten – am besten schnell und entschlossen.

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Ausbau der Erneuerbaren früh begonnen 

Bevor Deutschland den Ausstieg aus der Atomkraft eingeleitet hat, hat sich München für den Ersatz durch Erneuerbare entschieden und setzt dies mit seinem kommunalen Unternehmen Stadtwerke München (SWM) um. 2008 startete die Ausbauoffensive Erneuerbare Energien: Bis 2025 wollen die SWM so viel Ökostrom in eigenen Anlagen produzieren wie die bayrische Landeshauptstadt benötigt. Bis 2040 soll der Bedarf an Fernwärme CO2-neutral gedeckt werden. Und Fernkälte soll immer mehr energiefressende Klimaanlagen ersetzen. Die stadtfreundliche Mobilität treiben die SWM ebenso konsequent voran: Der bereits per se umweltschonende öffentliche Nahverkehr wird immer ökologischer: U- und Trambahnen sind schon mit Ökostrom unterwegs, die Linienbus-Flotte soll auf Elektroantrieb umgestellt werden, und im Auftrag der Landeshauptstadt bauen die SWM noch in diesem Jahr ihre 550. öffentliche Ökostrom-Ladestation auf. Mit dieser ökologisch wie ökonomisch sinnvollen Strategie gestalten die SWM Münchens Energiezukunft und setzen Maßstäbe im globalen Kampf gegen den Klimawandel.


SWM/Steffen Leiprecht

Die SWM sind hier schon weit vorangekommen! „Wir produzieren schon heute mehr Ökostrom, als alle Privathaushalte der Stadt sowie Tram, U-Bahn und E-Autos brauchen“, erklärt Dr. Florian Bieberbach, Vorsitzender der Geschäftsführung der Stadtwerke München. Die SWM engagieren sich vorrangig in der Stadt selbst sowie in der Region: Die regionale Öko-Energie kommt aus 32 Photovoltaik-Anlagen und 14 Wasserkraftwerken, weiterhin aus einem einheimischen Hackschnitzelwerk, das Energie aus nachwachsenden Rohstoffen gewinnt, sowie einer Biogasaufbereitungsanlage, fünf Geothermieanlagen und einer Windkraftanlage. Eine zweite Windkraftanlage werden die SWM im Münchner Norden, in Fröttmaning, bauen. Und sie planen viele weitere regionale Projekte, wie zusätzliche Photovoltaikanlagen auf eigenen sowie auf Pachtflächen rund um München. Die Stadtwerke München unterstützen auch ihre Kundinnen und Kunden dabei, die Energiewende aktiv mitzugestalten, etwa mit einer Solaranlage auf dem eigenen Dach. Das schont die Umwelt und vermeidet CO2.

SWM Solarpark Helmeringen

SWM Geothermie-Anlage Sauerlach

SWM Wasserkraftwerk Isar 1

Millionenstadt verbraucht viel Energie

Doch der Energiehunger der Millionenstadt ist groß: Zusätzlich zu den Privathaushalten, sowie U-Bahn, Tram und E-Fahrzeugen benötigen auch Gewerbe und Industrie viel Energie. Weil der Münchner Raum dicht besiedelt ist, können Sonne und Wind hier vor Ort nur bedingt genutzt werden. Die Bayerische Staatregierung hat entschieden, dass Windkraftanlagen einen Mindestabstand von Wohngebieten einhalten müssen, der dem Zehnfachen ihrer eigenen Höhe entspricht. Damit ist die Windkraft in Bayern mehr oder minder gestorben. Bieberbach: „Deshalb gehen wir über die Stadt- und Landesgrenzen hinaus und bauen auch deutschlandweit und in Europa Anlagen zur regenerativen Stromgewinnung. Den Ökostrom speisen wir dann in das europäische Verbundnetz ein.“ Dieses Netz kann man mit einem See vergleichen: Der erzeugte Strom jeder Anlage in Europa fließt hinein und die Verbraucher entnehmen die benötigte Menge wieder heraus. Je mehr Ökostrom hineinfließt, umso sauberer wird der See. Bis 2025 wollen die SWM so viel Ökostrom in den See einspeisen, wie München entnimmt. Davon profitiert der globale Klimaschutz und der Umwelteffekt kommt selbstverständlich auch den Bewohnerinnen und Bewohnern der Stadt zugute.

Eine lebenswerte Zukunft gestalten

In Privathaushalten machen Heizung und Warmwasserbereitung rund 90 Prozent der benötigten Energie aus. Aber auch der Kältebedarf durch die Klimatisierung steigt. Deshalb müssen Gebäude energieeffizienter werden und die Energie muss CO2-frei und damit klimaschonend erzeugt werden. Gut ein Drittel der Münchner Haushalte bezieht Fernwärme von den SWM. Diese wird „Kraft-Wärme-Kopplung“ gewonnen: Die bei der Stromerzeugung ebenfalls entstehende Wärme wird ins Fernwärmenetz eingespeist und die eingesetzte Energie somit doppelt genutzt. Fossile Brennstoffe in der Fernwärme werden laut den SWM bis 2040 vor allem durch Geothermie abgelöst und die Fernwärme damit CO2-frei.

Um Fernkälte zu erzeugen, wird die natürliche Kälte von Grundwasser und Stadtbächen sowie in Zukunft auch Geothermie genutzt: Damit sinkt der Energieverbrauch für die Kälteerzeugung um bis zu 70 Prozent. Auf den Plakaten der „Fridays for Future“-Demonstranten stehen Sätze wie: „Don’t go breaking my earth!“ oder „We will go to school if you keep the climate cool!“ Daraus spricht die Sorge, aber auch die Hoffnung der jungen Menschen auf eine lebenswerte Zukunft. „Die Energiewende ist unser wichtigstes Projekt, um nachfolgenden Generationen eine gesunde Zukunft zu ermöglichen“, erklärt Florian Bieberbach. „München war schon immer eine Stadt mit starker Umweltorientierung und hoher Lebensqualität. Das wollen wir erhalten und weiter ausbauen. Wenn wir damit anderen ein Vorbild sein können, umso besser. Als kommunales Unternehmen gilt unser Einsatz aber in erster Linie den Münchnerinnen und Münchnern: Für sie gestalten wir eine Energieversorgung, die immer klimaschonender wird, aber weiterhin sicher und zuverlässig bleibt .“