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Region Stuttgart

Oskar Schlemmers „Triadisches Ballett“ feiert sein 100. Jubiläum und Stuttgart das Revival der 1920er

Oskar Schlemmers „Triadisches Ballett“ feiert sein 100. Jubiläum und Stuttgart das Revival der 1920er

Triadisches Ballett – Foto: © TMBW/Gregor Lengler 

Stuttgart war, ist und bleibt die Stadt der Golden Twenties und ist experimentierfreudig heute wie damals. 2022 bietet die baden-württembergische Landeshauptstadt Kunstgenuss, Jazz und Tanz. Anregungen für einen Städtetrip mit 20er-Jahre-Feeling.

Im Aufschwung und in Aufbruchstimmung: Experimentierfreude, Erfindungsreichtum und visionäres Denken prägten die 1920er Jahre in Stuttgart. Die Stadt ist eine Hochburg der Avantgarde. In den Zeitungen wird die Uraufführung des „Triadischen Balletts“ des Stuttgarter Bauhaus-Künstlers Oskar Schlemmer diskutiert – die Rezensionen schwanken zwischen Euphorie und Entsetzen: Willkommen in den 20er Jahren in Stuttgart. Heute, 100 Jahre später, leben diese wieder auf. Genau wie das „Triadische Ballett“, ein Musterbeispiel avantgardistischer Kunst: Die Figurinen schuf Schlemmer, ein Sohn der Stadt, just in einem Hinterhaus-Atelier im ältesten Stadtteil von Stuttgart, Bad-Cannstatt.

1922 feierte das „Triadische Ballett“ seine Uraufführung in Stuttgart und polarisierte das Publikum mit seiner modernen Haltung. Dieses Jahr feiert es seinen 100. Geburtstag. Ein Jahrhundert danach ist das Werk weltbekannt und die Faszination für die außergewöhnliche Ideenwelt Schlemmers hält an: Seit den 1970er-Jahren im Besitz der Staatsgalerie, zählen die erhaltenen Originalfigurinen heute zu den Highlights ihrer ständigen Sammlung. Dem Jubiläum dieser Figurinen widmet das Museum die Sonderausstellung „Moved by Schlemmer. 100 Jahre Triadisches Ballett“ bis 9. Oktober 2022 und holt sie mit dieser Stuttgarter Geschichte auf die Bühne der Gegenwart: Die drei international renommierten Künstlerinnen Ulla von Brandenburg, Kalin Lindena und Haegue Yang beleuchten mit großformatigen Arbeiten Schlemmers Ideen aus der heutigen Perspektive.

Weissenhofmuseum, Foto: © Stuttgart-Marketing GmbH/wpsteinheisser 

In den 1920er Jahren entstand in der baden-württembergischen Landeshauptstadt Wegweisendes:  Architektonisch zeugt die Weissenhofsiedlung von den visionären Bewegungen der Goldenen Zwanziger. Seit 2016 tragen die beiden Häuser von Le Corbusier, den Titel „UNESCO-Weltkulturerbe“. Auch im Kunstmuseum begegnet man Künstlern aus der Epoche der Avantgarde, darunter Otto Dix, Adolf Hölzel und Willi Baumeister.

 

Und die Spurensuche geht weiter: Der Stuttgarter Hauptbahnhof stammt ebenfalls aus diesem richtungsweisenden Jahrzehnt – heute bietet der InfoTurmStuttgart (ITS) spannende Einblicke in Europas spektakulärstes Infrastrukturprojekt und faszinierende Ausblicke von der Dachterrasse auf Stuttgarts typische Halbhöhenlagen. Nahezu im Originalzustand des Eröffnungsjahrs 1929 befindet sich der sogenannte „Erbschleicher-Express“. Die Standseilbahn versetzt ihre Fahrgäste mit viel Teakholz, Messing und Emaille in die Zeit der 1920er Jahre zurück – sie pendelt vom Stuttgarter Süden durchs Grüne bis hoch zum Waldfriedhof, Ruhestätte vieler Prominenter der Stadt, auch derer, die die Avantgarde hier geprägt haben – darunter Schlemmer und Hölzel.

Standseilbahn, Foto: © TMBW/Gregor Lengler 

Der traditionelle Jazz erlebte bekannterweise seine Hochblüte in den Twenties. Ein Stück davon ist im BIX aufzuspüren. Namensgeber des beliebten Jazzclubs im Stuttgarter Zentrum (Leonhardsviertel) ist kein Geringerer als der US-amerikanische Jazz-Kornettist Bix Beiderbecke. Im Club gibt’s wahres 20er-Jahre-Feeling bei gutem Sound und übrigens auch reizvollen Tastings von Whisky über Rum und Gin bis zu Bier und Schaumwein. Nostalgiker können hier von den Twenties schwärmen. Die Zwanziger-Jahre Revue passieren lassen können Sie auch bei einem Abstecher in eine der charmanten Speakeasy-Bars im Retro-Ambiente, zum Beispiel ins „Jigger & Spoon“ oder ins „Holzmaler“: hinter unscheinbaren Fassaden werden hier ausgewählte Cocktails serviert. Rein kommt nur, wer klingelt oder die geheime Parole kennt. Stuttgart anno 1920 heißt es auch bei einem genussvollen Abend in der Weinbar „High Fidelity“ im Bohnenviertel, mit erlesenen Weinen, typischem Streetfood aus Lima und vor allem einem Sounderlebnis mit Vinyl, Jazz bester Tonqualität.

    Jazzclub BIX, Foto: © Stuttgart-Marketing GmbH/Alwin Maigler

    Stuttgart ist traditionell visionär. Nun wird der Visionär 100. Anlässlich des 20er-Jahre-Revivals bietet die Stadt 2022 großen Kunstgenuss, sie jazzt, sie bittet zum Tanz und feiert in Museen, bei Touren, in Bars, bei Veranstaltungen und vielem mehr.

    Back to the Twenties heißt es 2022 übrigens auch im StadtPalais – Museum für Stuttgart: Wer wissen will, wie eine Hotelbar, eine Küche oder ein Atelier in den 20er Jahren aussah, taucht also bei der Ausstellung „Stuttgart Twenties“ bis zum 18. September 2022 in sechs nachgebauten Räumen in das vergangene Jahrhundert ein.

    Besonderer Tipp: Einen Überblick über „Stuttgart in den Goldenen Zwanzigern“ liefert die gleichnamige Tour. Mit dem Code „Zwanziger“ gibt es 20 % auf den Ticketpreis.

    Erleben Sie 20er-Jahre-Feeling in Stuttgart – ein Überblick:

     

    Und einen Moment der Ruhe zwischen all den goldenen Erlebnissen genießen Sie dann auf einem der unzähligen Aussichtspunkte. Von hier lassen Sie den Blick über die Stadt und das weitläufige Umland mit den zahlreichen Weinbergen schweifen. Vom Genuss kann man sich in Stuttgart und seiner Region übrigens wundervoll treiben lassen, in der Stuttgarter Markthalle, in einem der hiesigen Weingüter, in der innovativen Barszene, beim Sternekoch … Komfortabel nächtigen Sie übrigens im Hotel Le Méridien, in Bestlage direkt am Schlossgarten und in fußläufiger Entfernung von der Staatsgalerie.

    StadtPalais – Museum für Stuttgart, Foto: © Stuttgart-Marketing GmbH/wpsteinheisser

    Versäumen Sie also nicht weitere Stuttgart-Entdeckungen wie:

    • Eine Aufführung des renommierten Stuttgarter Balletts – es tanzt an der Weltspitze.
    • Eine lukullische Reise um die Welt durch die Stuttgarter Jugendstil-Markthalle.
    • Einen Gang über den Stuttgarter Wochenmarkt – wahre Oase und Erlebnis für alle Sinne.
    • Eine Shoppingtour durch den Breuninger, einen der erfolgreichsten Fashion- und Lifestyle-Department Stores Deutschlands und erste Adresse für Mode der Stadt, direkt am Marktplatz.
    • Den Genuss von schwäbischen Spezialitäten und einem guten Glas hiesigen Wein – am besten in einer der typischen Weinstuben, z.B. der Weinstube Fröhlich.
    • Einen Bummel durch die schmucke Calwer Straße. Achtung Geheimtipp: Die prickelnden Genüsse der Sektkellerei Kessler im Mittelalterstädtchen Esslingen werden bis heute nach der „méthode traditionelle“ hergestellt und neuerdings auch in der Stuttgarter Calwer Straße ausgeschenkt. Dort eröffnete Deutschlands älteste Sektkellerei einen Flagship-Store, in dem auf der einen Seite angestoßen werden und auf der anderen Seite geshoppt werden kann. 
    • Einen faszinierenden Blick von einem der reizvollen Aussichtsplätze: Weißenburgpark, Karlshöhe, Santiago-de-Chile-Platz, Eugensplatz … Die Innenstadt liegt in einem Kessel, umschlossen von grünen Hügeln und malerischer Weinlandschaft. Die Topografie ist einzigartig.
    • … für Liebhaber des Rebensafts: eine Weinwanderung zum Beispiel vom Weinstädtchen Uhlbach zur malerisch gelegenen Grabkapelle auf dem Württemberg oder eine Verkostung direkt bei einem Winzer der Region oder in einer typischen Besenwirtschaft.
    • Einen Ausflug in die umliegende Region mit besonderem Kunsterlebnis in Waldenbuch, Marbach, Ludwigsburg, Waiblingen, Schwäbisch Hall …  

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