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Sicherheit rund ums Haus

Handeln hilft

Die Einbruchzahlen sind auf historischem Tiefststand. Fachleuten zufolge zeigt dies, dass private Einbruchschutzmaßnahmen und Präventionsarbeit wirken

Foto: Initiative „Nicht bei mir!”

Gute Nachrichten sind umso erfreulicher, wenn sie in so einem sensiblen Bereich zu finden sind: Die Einbrüche in Wohnungen und Häuser sind im letzten Jahr stark zurückgegangen: Im Vergleich zu 2019 wurden laut polizeilicher Kriminalstatistik (PKS), die Mitte April veröffentlicht wurde, knapp 14 Prozent weniger Einbrüche registriert, das seien insgesamt 75.023 Wohnungseinbrüche gewesen.

Zudem scheiterten bereits 46,7 Prozent der Wohnungseinbrüche beim Versuch – nach Ansicht der Initiative für aktiven Einbruchschutz „Nicht bei mir” sei dies ein klares Zeichen, dass Einbruchschutzmaßnahmen wirken.

Zusätzlich zu Wohnungseinbrüchen erfasst die PKS auch Fälle von Diebstahl aus Keller- und Dachbodenräumen sowie Waschküchen. Hier wurden für das Jahr 2020 96.188 Fälle verzeichnet. Nachdem die Zahlen in den Jahren zuvor stetig gesunken waren, verzeichneten sie zuletzt einen leichten Anstieg. Es sei bedauerlich, dass sich dieser Trend weiter fortsetzt. Die Entwicklung mache deutlich, dass auch selten genutzte Räume beim Einbruchschutz nicht vernachlässigt werden dürfen. Obwohl die diesjährige Statistik zeige, dass präventive Maßnahmen und andauernde Aufklärungsarbeit wirken, sei laut Polizei noch unklar, welchen Zusatzeffekt die Corona-Pandemie hatte. Sie rät weiterhin, sich präventiv gegen Einbrüche zu schützen.

Dauerhafter Schutz vor Einbrüchen sei laut „Nicht bei mir” am besten durch maßgeschneiderte Sicherheitskonzepte möglich, die sich an die individuellen Anforderungen anpassen. Insbesondere bei einer Aufklärungsquote von nur 17,6 Prozent seien private Investitionen in Sicherheitstechnik sehr zu empfehlen.

Ob in der Bauplanung oder für die Nachrüstung – effektiver Einbruchschutz benötigt Fachwissen und Erfahrung. Der Einbau von Sicherheitstechnik muss immer durch Fachleute erfolgen. Die Initiative für aktiven Einbruchschutz informiert dazu auf der Internetseite www.nicht-bei-mir.de. Dort finden Interessierte auf einer interaktiven Karte qualifizierte Sicherheitsunternehmen und Spezialisten in ihrer Nähe, die sie rund um den Einbruchschutz beraten. Die KfW-Bank fördert den Einbau von Einbruchschutzmaßnahmen in Höhe von bis zu 1600 Euro.