Anzeigensonderveröffentlichung

LMU Klinikum Innenstadt
Viszeralmedizin

Bündelung der Kompetenzen

Universitäre Viszeralmedizin am LMU Klinikum Innenstadt

Bündelung der Kompetenzen

Lutz Oehler bei der Aufbereitung der medizinischen Geräte.

Fachliche Spezialisierung kann auch Verbindung statt Trennung bedeuten: Im neuen LMU Klinikum Innenstadt haben sich Gastroenterologie und Viszeralchirurgie (Bauchchirurgie) zum Zentrum für Viszeralmedizin zusammengeschlossen, um so sämtliche Erkrankungen des Bauchraums und seiner inneren Organe bestmöglich zu versorgen. 

Eine übergreifende Betrachtungsweise gehört zum Wesen der beiden Fachgebiete. Da war es nur konsequent, im Neubau des Klinikums Innenstadt die räumlichen und medizintechnischen Voraussetzungen zu schaffen, um Gastroenterologie und Viszeralchirurgie eng miteinander zu verzahnen und so das Expertenwissen beider Fachgebiete zu vereinen. „Unser Ziel ist es, mithilfe unserer spezialisierten Kompetenzen das individuell beste Therapiekonzept für unsere Patientinnen und Patienten zu entwickeln. Ob zum Beispiel eine konservative, eine minimal-invasive oder auch maximal-invasive Vorgehensweise den größtmöglichen Behandlungserfolg verspricht, erörtern und entscheiden wir gemeinsam“, sagt Professorin Dr. Julia Mayerle, Gastroenterologin und Direktorin der Medizinischen Klinik und Poliklinik II (Gastroenterologie und Hepatologie). Durch die räumliche Integration weiterer Medizinischer Kliniken des LMU Klinikums sind darüber hinaus zusätzliche Synergieeffekte entstanden – sowohl in der ambulanten als auch in der stationären Versorgung. Auf diese Weise können bei Bedarf andere Ambulanzen, wie zum Beispiel die Stoffwechselambulanz, hinzugezogen werden.

Vorbereitungen für eine endoskopische Untersuchung des Magen-Darm-Traktes.

Die hochmoderne technische Ausstattung wird von allen gemeinsam genutzt: „Dadurch können wir noch schneller und effektiver eine angemessene Therapie einleiten“, erklärt Professor Dr. Jens Werner, der Direktor der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie ist. Ein weiteres Plus: die kurzen Wege zwischen den behandelnden Kliniken, zu den Einrichtungen der Radiologie, den diagnostischen und interventionellen Funktionsräumen, den Überwachungsräumen, den Operationssälen und – wenn eine stationäre Behandlung nötig ist – zu den gemeinsam von Viszeralchirurgie und Gastroenterologie genutzten Stationen im zweiten Stockwerk.

Abteilung für Endoskopie

Zu den wichtigsten Untersuchungsmethoden gehören die endoskopischen Verfahren. Sie kommen bei zahlreichen gut- und bösartigen Erkrankungen der Verdauungsorgane zum Einsatz und ermöglichen wenig belastende Untersuchungen und Eingriffe etwa an Speiseröhre, Magen, Gallenblase und Gallenwegen, aber auch an Bauchspeicheldrüse, Dünndarm und Dickdarm. Die Abteilung für Endoskopie im Zentrum der Viszeralmedizin deckt diagnostisch und therapeutisch alle Bereiche und Techniken ab: von der klassischen Magen- und Darmspiegelung (Gastroskopie und Koloskopie) bis hin zu spezialisierten Verfahren wie der ERCP (Endoskopisch retrograde Cholangiopankreatikographie), einer Kombination aus Endoskopie und Röntgenkontrastuntersuchung von Gallenwegen und Bauchspeicheldrüsengang, oder der Kapsel- beziehungsweise Doppelballonendoskopie zur Abklärung von Dünndarmerkrankungen. „Wir alle sind Spezialisten und haben die notwendige Erfahrung, um auch schwierige Techniken anwenden zu können. Pro Jahr führen wir 12.000 Endoskopien an den Standorten Großhadern und Innenstadt durch – ambulant und stationär“, sagt Professor Dr. David Anz, Standortleiter der Gastroenterologie am Campus Innenstadt.

Interdisziplinäres Sonographiezentrum

Unverzichtbar ist auch die Ultraschalldiagnostik. Im neuen LMU Klinikum Innenstadt wurde deshalb ein hochmodernes interdisziplinäres Sonographiezentrum eingerichtet – gemeinsam geleitet vom Zentrum für Viszeralmedizin und der Medizinischen Klinik IV. Neben den klassischen Ultraschalluntersuchungen oder der kontrastverstärkten Sonographie (Kontrastmittel-Sonographie) gehört auch die Endosonographie dazu: „Mit diesem „Ultraschall von innen“ lassen sich nicht nur die umliegenden Regionen der Verdauungsorgane präzise untersuchen, sondern es können auch gezielt Punktionen, zum Beispiel für eine feingewebliche Untersuchung, durchgeführt werden“, erklärt Professorin Mayerle. In vielen Fällen genügt eine konservative Therapie, um einem Patienten mit einem erkrankten Bauchorgan wieder zur Genesung zu verhelfen. Oft können Untersuchungen und Behandlungen in einem Schritt erfolgen, etwa das Abtragen von Polypen im Rahmen einer Darmspiegelung. Manchmal ist aber auch ein operativer Eingriff notwendig – und das ist dann die Aufgabe der Viszeralchirurgen.

In den letzten zwei Jahrzehnten hat sich die Viszeralchirurgie enorm weiterentwickelt: Mithilfe der modernen minimal-invasiven Chirurgie und insbesondere der laparoskopischen Chirurgie konnten komplexe, risikoreiche Eingriffe an der Bauchwand und an den Organen im Bauchraum vereinfacht, sicherer und schonender gemacht werden.

Ein operativer Eingriff, der über wenige kleine Schnitte erfolgen kann, bedeutet für den Patienten: ein geringeres Blutungsrisiko, weniger Schmerzen, eine schnellere Erholung – und damit auch einen kürzeren Krankenhausaufenthalt und eine kürzere Rekonvaleszenz. „Wann immer es die Erkrankung und der Zustand des Patienten erlauben, geben wir der minimal-invasiven Operationstechnik den Vorzug“, erklärt Privatdozentin Dr. Petra Zimmermann, Oberärztin am Campus Innenstadt. Am LMU Klinikum Innenstadt stehen der Viszeralchirurgie modernste Technik, wie etwa neueste Laparoskopie-Einheiten oder Visualisierungssysteme, zur Verfügung, die vor allem in den Bereichen der Dickdarm und Mastdarm betreffenden Chirurgie eingesetzt werden. 

Ein Schwerpunkt: chronisch-entzündliche Darmerkrankungen

Zu den Behandlungsschwerpunkten des Zentrums für Viszeralmedizin gehört die interdisziplinäre Therapie von Patienten mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen, Malabsorptions-Syndromen und funktionellen Erkrankungen des oberen Gastrointestinaltrakts. Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen treten häufig im jungen Erwachsenenalter auf und bedürfen einer langfristigen kontinuierlichen interdisziplinären Betreuung. „Die einzigartige Ambulanzstruktur bietet Möglichkeiten zur endoskopischen oder operativen Therapie sowie eine Unterstützung durch weitere Fachdisziplinen wie die Ernährungsmedizin, Schmerztherapie oder Radiologie. Damit können diese bislang eher unterversorgten Patienten im Stadtzentrum exzellent versorgt werden. Eine deutliche Verbesserung“, bestätigt Professor Anz.

Integrierte Behandlungspfade für übergewichtige Patienten

Außerdem im Fokus: Übergewicht. Auch für diese Zivilisationskrankheit, die oftmals den Weg für weitere Erkrankungen bahnt, eignet sich der Standort, um integrierte Behandlungspfade zu etablieren, etwa durch die direkte Verzahnung von ambulanter und stationärer Behandlung, aber auch durch die Nähe zur Stoffwechselambulanz der Medizinischen Klinik IV, dem Interdisziplinären Zentrum für Diätetik und Ernährungsmedizin oder der physikalischen Medizin.

Für junge Erwachsene möchte das Zentrum ebenfalls Ansprechpartner sein. Sie werden in der Transitionsambulanz in enger Kooperation mit dem Haunerschen Kinderspital behandelt und dann schrittweise an die weiterbehandelnden Kliniken übergeben.„Hier wurde wirklich eine Einheit geschaffen, die in jeder Hinsicht den interdisziplinären Ansatz lebt. Das neue LMU Klinikum Innenstadt wird sich sicher rasch als Anlaufpunkt für unsere Patientinnen und Patienten etablieren“, freut sich auch Professor Werner.

Dr. Nicole Schaenzler

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