Anzeigensonderveröffentlichung

LMU Klinikum Innenstadt
Zentrale Notaufnahme

„Die Medizin der kurzen Wege ist lebensrettend"

Die Zentrale Notaufnahme des LMU Klinikums Innenstadt ist auf schwerste Notfälle vorbereitet – und involviert alle medizinischen Fachrichtungen

„Die Medizin der kurzen Wege ist lebensrettend"

Privatdozentin Dr. Viktoria Bogner-Flatz und Professor Dr. Markus Wörnle leiten die Zentrale Notaufnahme im Klinikum Innenstadt. Dank eines Fünf-Stufen-Systems und Integration der erforderlichen medizinischen Fachrichtungen ist schnellste Hilfe garantiert.

Wer – mit welchen Beschwerden auch immer – die Notaufnahme einer Klinik aufsuchen muss, kennt das Szenario nur zu gut: ein Wust von Papieren, aber kaum Informationen, stundenlanges Warten in dunklen, überfüllten Fluren, ängstliche und zugleich ungeduldige Patienten. Ganz anders geht es in der Zentralen Notaufnahme im neuen LMU Klinikum Innenstadt zu. Sie ist einer der Taktgeber des Klinik-Ensembles in der Nußbaum- und Ziemssenstraße. Professor Dr. Markus Wörnle definiert ihre Aufgabe so: „Der Alltag in der Notaufnahme ist Flexibilität und Pragmatismus.“ Er leitet gemeinsam mit Privatdozentin Dr. Viktoria Bogner-Flatz diese in jeder Hinsicht zentrale Anlaufstelle für Patientinnen und Patienten in gesundheitlichen Notsituationen, wie beispielsweise größere Verletzungen, Verdacht auf Herzinfarkt, Schlaganfall oder Unfallopfer. Das Konzept ist bis ins Detail durchdacht. Das zeigt schon der helle, lichtdurchflutete Eingangsbereich mit dem neuen Stützpunkt, in dem auch die Anmeldung erfolgt, sofern man selbstständig die Notaufnahme erreicht hat. Rettungswagen haben eine eigene Zufahrt, bis ins Gebäude hinein. Wenn buchstäblich jede Sekunde zählt, beginnt hier bereits die Versorgung von Verletzten oder lebensgefährlich Erkrankten, denn der Schockraum ist gleich nebenan. 

Einer der vielen durchdachten Abläufe der Zentralen Notaufnahme im LMU KLinikum Innenstadt: Der Rettungswagen hat eine eigene Zufahrt. Von dort geht es für den schwerverletzten Patienten sofort in den nebenan liegenden Schockraum.

Durchdachtes Fünf-Stufen-System

Für alle anderen Patienten ist eine speziell geschulte Pflegefachkraft der Ansprechpartner. Ihre Aufgabe ist die Ersteinschätzung nach einem Fünf-Stufen-System. Was womöglich auf den ersten Blick bürokratisch klingt, hat einen tieferen Sinn und einen medizinischen Namen, der im Verlauf der Corona-Pandemie negativ besetzt worden ist: die Triage. Sie sei notwendig, weil die klinische Notfallmedizin ständig mehr beansprucht werde, sagt Privatdozentin Dr. Bogner-Flatz. Für sehr dringenden Diagnose- und Behandlungsbedarf steht binnen Minuten ein Mediziner oder eine Medizinerin zur Verfügung, die für die Diagnose in einem gesonderten Raum zuständig ist.

Das System macht Sinn, denn wer beispielsweise „nur“ mit einer minimalen, ungefährlichen Schnittwunde oder mit Kratzen im Hals in die Notaufnahme kommt, dessen Behandlung ist in aller Regel nicht vordringlich. Sie oder er muss also mit einer längeren Wartezeit rechnen – es sei denn, ihr oder sein Zustand verschlimmert sich plötzlich. Dann profitieren auch sie von einer vorbildlichen Diagnostik und Behandlung der in jeder Hinsicht kurzen Wege, weil alle Untersuchungsmöglichkeiten nahe beieinander liegen. Diese „Medizin der kurzen Wege ist lebensrettend“, so Dr. Bogner-Flatz. 

Die Wartezeit in der Zentralen Notaufnahme richtet sich immer nach der Schwere der Erkrankung, nicht nach dem Zeitpunkt des Eintreffens.

Fusion der Fachrichtungen

Noch frappierender sind die Möglichkeiten im Schockraum, „dem Maximalversorgungsplatz der Notaufnahme“, wie Professor Wörnle sagt. Hier kann der behandelnde Arzt mit einem Knopfdruck innerhalb von zwei Minuten alle erforderlichen Medizinerinnen und Mediziner der unterschiedlichsten Diszipline, wie etwa Anästhesie, Innere Medizin, Kardiologie, Chirurgie, Viszeralchirurgie, Radiologie oder Unfallmedizin zusammenrufen. Eine Fusion der Fachrichtungen, wie sie in den LMU Kliniken zum medizinischen Alltag gehört. Dabei sollte nicht unerwähnt bleiben, dass diese gelebte Interdisziplinarität unter erschwerten Bedingungen erfolgt, weil oft genug Menschenleben auf dem Spiel stehen. Dass das reibungslos klappt, zeige die „Qualitätskontrolle mit der Stoppuhr“, sagt Professor Wörnle. Diese – und alle weiteren Abläufe – haben alle Involvierten vor der Klinikeröffnung intensiv trainiert und simuliert.

„Für alle Fälle gerüstet sein“, könnte man das umfassende Konzept der Zentralen Notaufnahme beschreiben. Denn sie ist auch auf den Katastrophenfall – etwa eine Massenkarambolage – vorbildlich vorbereitet. Bis ins Detail ist das Vorgehen hier geplant inklusive spezieller Alarmierungspläne für Mitarbeitende, die gerade zu Hause sind, und der Umfunktionierung der vorhandenen Räume im Klinikum. 

Maximal ist nicht nur die Versorgung, sondern auch die Ausstattung der Zentralen Notaufnahme im LMU Klinikum Innenstadt. Das kann sogar ein Laie erkennen. So erfolgt zum Beispiel der Bluttransport mittels reines hochmodernen Rohrpostsystems, damit die Werte umgehend analysiert werden können. In den großzügig dimensionierten Untersuchungs- und Behandlungsräumen steht zukunftsweisende Medizintechnologie bereit. Sie wirkt dank der Raumkonzeption vertrauenerweckend – ganz im Gegensatz zu den Geräten, die andernorts in düsteren Kammern eine fast bedrohliche Ausstrahlung haben. Es gibt zwei Isolationszimmer mit einer Schleuse und insgesamt 18 Betten in den Patientenzimmern. Sie sind ebenso gut ausgestattet wie die dazugehörenden Nasszellen. Weitere acht Plätze stehen in der Nachüberwachungseinheit zur Verfügung. Jede Einheit ist mit einem Herz-Kreislauf-Monitoring für Patientinnen und Patienten nach Eingriffen, mit Herzrhythmusstörungen oder nach der Endoskopie ausgestattet. Die entsprechenden Behandlungsräume, wie etwa Herzkatheder oder die Radiologie mit Großgeräten der neuesten Generation wie MRT, CT, Durchleuchtungs- oder Angiographieanlage sind jeweils nur ein paar Meter entfernt. Was für Patienten und Behandler eine nicht zu unterschätzende Erleichterung bedeutet. Erkrankte müssen nicht mehr von Stockwerk zu Stockwerk irren, sondern sind gleich dort, wo die (nächste) Untersuchung auf sie wartet. Dass alle Vorgänge mittels modernster IT-Technologie unmittelbar allen Behandlern zur Verfügung stehen, versteht sich im LMU Klinikum Innenstadt von selbst.

Was jedoch nicht selbstverständlich ist, ist die Anbindung der verschiedenen Klinikum-Ambulanzen an die Notaufnahme. So befinden sich die Ambulanzen der Kardiologie, Angiologie und Gefäßchirurgie sowie der Endokrinologie, Gastroenterologie und Pneumologie in unmittelbarer Nachbarschaft. Das hat einen weiteren unschätzbaren Vorteil für Patienten: Ist die Notfallversorgung abgeschlossen, gibt es gleich einen Termin in der entsprechenden Ambulanz, falls dies erforderlich ist. Hier kann – ebenso wie in den weiteren Ambulanzen des Innenstadtklinikums – im Fall des Falles auch eine stationäre Aufnahme erfolgen, denn das Klinikum Innenstadt verfügt über insgesamt 200 Betten in ansprechenden Patientenzimmern. Wie überhaupt dieses neue Haus tatsächlich eine freundliche Atmosphäre, verbunden mit universitärer Fachkompetenz ausstrahlt. Das erleichtert den manchmal unvermeidlichen Gang in die Notaufnahme ungemein.


Dorothea Friedrich

Das könnte Sie auch interessieren

  • Dienstleistung für den Patienten
    Zentrale Patientensteuerung

    Die Stabsstelle Zentrale Patientensteuerung sorgt für einen reibungslosen Ablauf in den Ambulanzen des Klinikums Innenstadt

  • „Bei einem Herznotfall kommt es auf jede Minute an!“
    Kardiologie

    Im LMU Klinikum Innenstadt bilden Chest Pain Unit und Herzkatheterlabor eine Einheit für die kardiologische Notfallversorgung, um Patienten mit akutem Brustschmerz ohne Zeitverlust die lebensrettende Behandlung zukommen zu lassen

  • Ein Leuchtturm der Spitzenmedizin
    MUM – Medizin für den Bewegungsapparat

    Das Muskuloskelettale Universitätszentrum München – kurz MUM – bündelt die Expertise von Orthopädie und Unfallchirurgie mit wegweisenden Behandlungsstrategien