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LMU Klinikum Innenstadt
Kardiologie

„Bei einem Herznotfall kommt es auf jede Minute an!“

Im LMU Klinikum Innenstadt bilden Chest Pain Unit und Herzkatheterlabor eine Einheit für die kardiologische Notfallversorgung, um Patienten mit akutem Brustschmerz ohne Zeitverlust die lebensrettende Behandlung zukommen zu lassen

„Bei einem Herznotfall kommt es auf jede Minute an!“

Die Herzkatheteruntersuchung ermöglicht ein genaues Bild vom Zustand der Herzkranzgefäße (Koronararterien) und Herzkammern. Foto: LMU Klinikum Innenstadt

„Plötzlich breitete sich in meinem Brustkorb ein starker Schmerz aus, der immer mehr auch in Schulter und Arm ausstrahlte. Ich bekam Angst“, schildert Hans F. die Situation. Eine Notfallsituation, wie sich später in der Klinik herausstellte. Gut, dass seine Frau umgehend reagierte und die 112 wählte, um den Rettungsdienst zu alarmieren.

„Bei einem akuten Brustschmerz liegt es natürlich nahe, an einen Herzinfarkt zu denken“, sagt Professor Dr. Stefan Brunner, der im LMU Klinikum Innenstadt die Kardiologie (Medizinische Klinik I) leitet. Ausgangspunkt ist der plötzliche Verschluss eines Herzkranzgefäßes, wodurch ein Teil des Herzmuskels von der Durchblutung abgeschnitten wird.

Herzkatheterlabor für die Notfalltherapie

„Time is muscle“, will heißen: Das Herzmuskelgewebe stirbt ab, wenn es für längere Zeit ohne Sauerstoffversorgung bleibt. „Nun kommt es auf jede Minute an. Entscheidend ist, den Verschluss so schnell wie möglich wieder zu beheben und so die Blutversorgung wiederherzustellen“, erklärt der Kardiologe. Methode der Wahl ist die katheterbasierte Akutbehandlung in einem Herzkatheterlabor: Mittels Ballonaufdehnung und der Implantation eines Stents als Gefäßstütze wird das verschlossene Herzkranzgefäß wieder durchgängig gemacht.

Hierfür steht im neuen LMU Klinikum Innenstadt rund um die Uhr ein speziell ausgebildetes Team aus Kardiologen und Pflegenden bereit. „Die 24-Stunden-Katheterbereitschaft gewährleistet, dass die lebensrettenden Notfalleingriffe zu jeder Tages- und Nachtzeit ohne Zeitverlust möglich sind“, sagt Professor Brunner. Das hochmoderne Herzkatheterlabor ist Teil des Eingriffzentums und befindet sich direkt neben der Zentralen Notaufnahme.

Chest Pain Unit – wenn der Befund erst einmal unklar ist

Dass der akute Brustschmerz Folge eines Herzinfarkts ist, lässt sich oft schon mithilfe einer ersten Messung der Herzstromkurve (EKG) ermitteln, die der herbeigerufene Notarzt durchführt: „Wir sprechen dann von einem ST-Hebungsinfarkt“, erklärt Professor Brunner. In diesem Fall führt der Weg vom Rettungswagen direkt ins Herzkatheterlabor. Manchmal ist der EKG-Befund jedoch nicht aussagekräftig genug, um andere mögliche Ursachen zweifelsfrei ausschließen zu können. Dann wird der Notfallpatient erst einmal in die Chest Pain Unit gebracht, die sich im neuen Gebäude Wand an Wand mit dem Herzkatheterlabor befindet.

In einer Chest Pain Unit – oder Brustschmerzeinheit – sind alle Untersuchungs- und Behandlungsabläufe standardisiert, um ohne unnötigen Zeitverlust zu einer eindeutigen Diagnose und zielgerichteten Behandlung zu gelangen. Hierfür ist die Chest Pain Unit des LMU Klinikums Innenstadt unter anderem mit vier  Überwachungsplätzen und in unmittelbarer Nähe mit einer hochmodernen Bildgebung ausgestattet; im 24-Stunden-Notfall-Labor können kritische Laborwerte wie Herzenzyme innerhalb weniger Minuten bestimmt werden. Bestätigt sich der Herzinfarktverdacht, wird der Patient umgehend ins Herzkatheterlabor gebracht. Die Chest Pain Unit ist auch der Ort, an dem herzkreislaufstabile Patienten die ersten 48 Stunden nach der kathetergestützten Infarkttherapie engmaschig überwacht werden, bevor sie dann auf die Normalstation verlegt werden oder – im Idealfall – wieder nach Hause dürfen.

Wenn ein Herznotfall andere Ursachen hat

Es kommt vor, dass nicht das Herz, sondern eine andere Ursache für die akuten Brustschmerzen verantwortlich ist: „Auch Krankheitsbilder wie eine Lungenarterienembolie, ein Einriss der Hauptschlagader oder ein Riss der Speiseröhre, die auf den ersten Blick eine ganz ähnliche Symptomatik wie ein Herzinfarkt hervorrufen können, sind lebensbedrohliche Ereignisse, die umgehend behandelt werden müssen“, betont der Kardiologe. In diesen Fällen greift die interdisziplinäre Struktur des LMU Klinikums Innenstadt und es wird umgehend eine fachübergreifende Versorgung eingeleitet.

Die kardiologische Ambulanz des LMU Klinikums Innenstadt

Konsequente Umsetzung des interdisziplinären Konzepts: Im neuen LMU Klinikum Innenstadt befindet sich die kardiologische Ambulanz jetzt gemeinsam in einem Trakt mit den Ambulanzen der Allgemeinen Pneumologie und der Gefäßmedizin. „Dies hat den Vorteil, dass herzkranke Patienten, die unter weiteren Erkrankungen leiden, auf kürzestem Weg fachübergreifend betreut werden können“, sagt Professor Brunner. Dem interdisziplinären Gedanken ist auch das Heart-Team des LMU Klinikums aus Kardiologen und Herzchirurgen verpflichtet: „Manchmal gilt es, genau abzuwägen, ob der Herzpatient eher von einer chirurgischen oder einer interventionellen Therapie profitiert. Dann setzt sich das Heart-Team gemeinsam mit dem Patienten in unserer Ambulanz zusammen, um die für ihn individuell optimale Behandlung zu besprechen“, sagt Professor Brunner.

    Das moderne Herzkatheterlabor spielt bei der Versorgung von Patienten mit kardialen Ereignissen wie einem Herzinfarkt eine zentrale Rolle. Foto: LMU Klinikum Innenstadt

    Neben der kardiologischen Allgemeinambulanz gehören folgende Spezialambulanzen zum Leistungsspektrum der Kardiologie:

    • Ambulanz für Herzrhythmusstörungen:
      Die Rhythmusambulanz ist die zentrale Anlaufstelle für alle Patientinnen und Patienten mit Problemen des Herzrhythmus.
    • Ambulanz für Schrittmacher-, ICD- und CRT-Patientinnen und -Patienten:
      Diese Ambulanz ist für regelmäßige Kontrolluntersuchungen und gegebenenfalls eine verbesserte Einstellung von Herzschrittmachern, implantierbaren Defibrillatoren (ICD) und Resynchronisationsaggregaten zuständig.
    • Spezialsprechstunde für strukturelle Herzerkrankungen und Klappenerkrankungen:
      In den vergangenen Jahren haben sich modernste minimalinvasive Techniken zur Behandlung von Herzklappenerkrankungen etabliert. „Wir verfügen über eine sehr große Erfahrung bei der katheterbasierten Behandlung von strukturellen Herzerkrankungen und Klappenerkrankungen wie dem katethergestützten Mitralklipping“, sagt Professor Brunner.
    • Herzinsuffizienz-Ambulanz:
      Ziel ist es, den Patienten und Patientinnen mit einer Herzmuskelschwäche mit neuesten medikamentösen und interventionellen Behandlungskonzepten die individuell bestmögliche Therapie anzubieten. Hierfür setzen die Kardiologen der Herzinsuffizienz-Ambulanz modernste diagnostische Methoden ein, um zum Beispiel auch bestimmte angeborene oder erworbene Kardiomyopathieformen abzuklären.

    Dr. Nicole Schaenzler

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