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Radeln und Kilometer sammeln

Garching bei München und Unterschleißheim nehmen vom 28. Juni bis 18. Juli 2020 wieder an der bundesweiten Aktion Stadtradeln teil

Je mehr Menschen beim Stadtradeln mitmachen, desto besser!

Foto: Adobe Stock 

Jetzt sind wieder Wadlschmalz und Kilometerfresser gefragt: Die Stadt Garching bei München im Landkreis München und die Stadt Unterschleißheim nehmen vom 28. Juni bis 18. Juli 2020 wieder an der bundesweiten Aktion Stadtradeln teil. Alle, die in Garching oder Unterschleißheim wohnen, arbeiten, einem Verein angehören oder eine Schule beziehungsweise Hochschule besuchen, können beim Stadtradeln mitmachen. In Garching haben sich 123 und in Unterschleißheim 193 Radelnde fürs Stadtradeln registriert. Informationen erteilt bei der Stadt Garching Andrea Morawitz, Telefon 089/32089157, bei der Stadt Unterschleißheim Alisa Utz, Telefon 089/31009349.

Für digital affine Stadtradler gibt es dazu auch die passende App (Stadtradeln), mit der man die gefahrenen Strecken ganz einfach per GPS tracken kann. Die App schreibt die Kilometer dem jeweiligen Team und der Kommune gut. In der Ergebnisübersicht der App kann sofort eingesehen werden, wo sein Team beziehungsweise seine Kommune im Wettbewerb mit anderen Kommunen stehen, und im Team-Chat kann man sich zu gemeinsamen Touren verabreden und gegenseitig anfeuern.

Die App, die es auf Deutsch und auf Englisch gibt, kann auf Android- und iOS-Smartphones heruntergeladen werden. Die App hat aber auch noch andere Vorzüge: Man kann seine Kommune zum Beispiel auch direkt über Schlaglöcher, riskante Verkehrsführung und weitere Probleme der Radinfrastruktur informieren! Ganz Geschickte nutzen die App zudem als Planungsinstrument: Wo sind regelmäßig viele Radelnde unterwegs? Wo läuft es flüssig und wo muss man permanent an roten Ampeln warten? Wo und warum werden bestimmte Radwege gemieden und andere Routen bevorzugt? Die Antworten auf diese Fragen werden gemeinsam mit der TU Dresden und dem Start-Up Cyface im Forschungsprojekt Movebis gesucht. Die Ergebnisse werden unter anderem in sogenannten Heatmaps visualisiert und in Verkehrsmengenkarten aufbereitet. Und natürlich gilt: Je mehr Strecken getrackt werden, desto aussagekräftiger sind die Ergebnisse, schreiben die Forscher.

Die Datenerhebung und -verarbeitung erfolgt unter der Einhaltung datenschutzrechtlicher EU-Standards. Die erhobenen Daten werden beim Forschungsprojekt MOVEBIS bereits vor der wissenschaftlichen Auswertung anonymisiert und fließen ausschließlich als personenunabhängige Sachdaten in die Ergebnisse ein. Neben der App ist es natürlich auch weiterhin möglich, geradelte Kilometer online einzutragen. Die Ergebnisse des Wettbewerbs zeigen, wie viele Menschen bereits mit dem Fahrrad unterwegs sind und dadurch einen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Um auf die Bedürfnisse der Radfahrenden aufmerksam zu machen, richtet sich das Stadtradeln auch an die Kommunalpolitiker, die ja über die lokale Radinfrastruktur entscheiden. Stadtradeln ist eine Kampagne des Netzwerks Klima-Bündnis. Das Ziel ist es, möglichst viele Kilometer mit dem Fahrrad zurückzulegen. Der Wettbewerb läuft deutschlandweit und es können Städte, Gemeinden, Landkreise und Regionen und ihre Einwohner teilnehmen. Das Klima-Bündnis verleiht in diesem Jahr drei Stadtradeln-Sonderpreise. Damit werden Kommunen prämiert, die auf besonders kreative Weise unter Einhaltung der Corona-Kontaktsperre viele Menschen zur Teilnahme mobilisiert und miteinander in Austausch gebracht haben. Beim Stadtradeln 2019 schnitten im Landkreis München die Gemeinde Planegg mit 152.360 Kilometern am besten ab. Zweiter wurde Garching mit 119.977 Kilometer. Den dritten Platz belegte Ismaning mit 94.529, den vierten Unterhaching mit 80.262 und den fünften Rang Unterschleißheim mit 79.878 Kilometern.

„Energie-Zukunft Ismaning“

Die Gemeinde Ismaning hat sich zum Ziel gesetzt, Vorbild in Sachen Entwicklung einer nachhaltigen Energieversorgung zu sein

Das Ismaninger Klimakonzept setzt auf nachhaltige Energieversorgung.
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Die Gemeinde Ismaning im Landkreis München spielt nicht nur bei den Steuereinnahmen im Landkreis München schon immer ganz vorne mit. Sie hat sich auch zum Ziel gesetzt, Vorbild in Sachen Entwicklung einer nachhaltigen Energieversorgung zu sein. Wesentlicher Bestandteil des Ismaninger Energie-Konzeptes ist, den Anteil der fossilen Energieträger im Hinblick auf die Folgen für das Klima und die Endlichkeit der Energieressourcen zu verringern. Dagegen soll der Anteil an erneuerbaren Energien deutlich gesteigert werden. Um dieses Ziel zu erreichen, hat die Kommune bereits 2006 das Projekt „Energie-Zukunft Ismaning“ auf den Weg gebracht.

Und so sieht momentan der Ist-Zustand in Ismaning (einschließlich der gemeindlichen Anlagen) aus: Im Ort gibt es 302 Solaranlagen mit rund 4300 Quadratmeter Fläche, die zur Brauchwasser-Erwärmung und Heizungsunterstützung eingesetzt werden. Außerdem 160 Fotovoltaikanlagen mit circa 5000 kWp Leistung bei circa 50.000 Quadratmeter Dachfläche, was der Größe von fünf Hektar entspricht, die zur Stromproduktion installiert worden sind. Die Gemeinde: „Dadurch sind derzeit gut 1/10 des örtlichen Stromverbrauchs vor Ort produziert.“

Dazu kommen kommunale Energiegesellschaften wie das im März 2011 beschlossene Geothermie-Projekt. Im Dezember 2012 wurde die Wärmeversorgung Ismaning GmbH & Co.KG (WVI) gegründet. Dabei habe die Wärmeversorgung bereits in den ersten beiden Jahren ihrer Tätigkeit die gesteckten Ziele mehr als erreicht: Zum Jahresbeginn 2014 wurden bereits 250 Häuser mit regenerativer Energie aus Tiefengeothermie versorgt. Heute sind 846 Gebäude angeschlossen; das Leitungsnetz habe zwischenzeitlich eine Länge von 44 Kilometern erreicht. Dazu kommen Beteiligungen wie an Innkraft Bayern GmbH & Co.KG (Strom aus Wasserkraft). Knapp 4000 kW Wasserkraftleistung werden seit 2013 für das Gemeindegebiet (ca. 1/3 des Stromabsatzes; Grundlast) bereitgestellt. Für die Gemeinde Ismaning bedeutet dies, dass rund 30 Prozent des gesamten Ismaninger Stroms aus Wasserkraft bezogen werden kann. Zudem ist die Gemeinde an der Energieallianz Bayern (Strom aus Windkraft) beteiligt. Die Energieallianz Bayern ist ein Verbund von 30 Bayerischen Stadt- und Gemeindewerken zur Schaffung regionaler, ökologischer Stromerzeugung. Die Energieallianz hat 2010 einen Windpark in der Oberpfalz mit elf Megawatt Leistung gekauft. Die Gemeindewerke Ismaning haben sich daran einen Anteil von gut 500 kW gesichert.