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WIR IM MÜNCHNER NORDEN

„Starkes Tool“ für Klimaschutz

Der kommunale Energienutzungsplan des Kreises München basiert auf der Information digitaler Datenbanken

Nachhaltig Energie erzeugen: Solarfeld bei Garching-Hochbrück. Foto: Rudi Kanamüller

Wo bietet sich der Bau-, beziehungsweise Aufbau von Fernwärmenetzen, von Photovoltaik-Freiflächen oder von Windkraftanlagen an? In welchen Bereichen ist das Potenzial nachhaltiger Energiequellen noch nicht ausgeschöpft? Wie können Gebäude Wärme effizienter errichtet werden? Während andere Kommunen noch über das Thema Digitalisierung streiten und debattieren, schiebt der Landkreis München in Sachen nachhaltiger Energienutzung mächtig an, und zwar durch die Erstellung eines kommunalen Energienutzungsplanes (ENP).

Digitale Erfassung der Energienetze

Grundlage dafür ist eine digitale Datensammlung, die bereits im vorigen Jahr von der Energieagentur Ebersberg-München in Zusammenarbeit mit der Firma Eniano geschaffen wurde. Darin enthalten sind wesentliche Energie-Infrastruktur und -Nachfragedaten, mit deren Hilfe „Potenzialanalysen für konkrete Projekte im Bereich der erneuerbaren Energien“ angestoßen werden könnten, heißt es in einer Vorlage. 

In diesem Zusammenhang hat die Energieagentur die Netzinfrastruktur sowie die (Heiz-)Kraftwerke im Landkreis München digital aufgelistet. Erfasst wurden hierbei Gas-, Fernwärme- sowie Stromnetze. Im Bereich der Kraftwerksinfrastruktur umfasste die Untersuchung konventionelle Heiz-/Kraftwerke, Biogasanlagen, Biomasseanlagen, Geothermieanlagen, Photovoltaik-Freiflächenanlagen sowie Wasserkraftanlagen. Zum Gebäudebestand wurde ein digitales 3D-Wärmekataster erstellt, welches beispielsweise konkrete Aussagen zur Wärmenachfrage und Energieeffizienz der Gebäude im Landkreis München ermöglicht.

Die Kommunen können diese Datenbasis entweder noch mit eigenen Daten vervollständigen beziehungsweise mit externer Unterstützung vervollständigen lassen, oder direkt mit der Maßnahmenplanung beginnen. Die Pflege und Fortschreibung der Daten soll durch die Energieagentur Ebersberg-München erfolgen, schreibt das Landratsamt. Im Rahmen der Datenerhebung wurden auch die Potenziale der oberflächennahen Geothermie, von Grundwasserwärmepumpen, von Erdwärmesonden, Erdwärmekollektoren sowie die Ausweisung potenzieller Projektstandorte für den Aufbau von Wärmeverbund-Lösungen außerhalb von Fernwärmegebieten, von Photovoltaikanlagen und der Windkraft untersucht. 

Bessere Planungsgrundlage

Mit dieser Datenbasis stehe dem Klimaschutz zukünftig ein außerordentlich leistungsstarkes Tool zur Verfügung, schreibt die Behörde. Der digitale Energienutzungsplan für den Landkreis München fungiere hierbei als „Entscheidungsgrundlage für kommunale Planungs- und Beteiligungsprozesse, als Informationsgrundlage für Erstenergieberatung und Projektinitiierung sowie als Planungsgrundlage für die Projektentwicklung“.   rk