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Ein Herz für Tiere

Komm raus, liebe Maus

So werden die kleinen Nager zutraulich

Wichtig: Behutsame Gewöhnung.           Foto: Pixabay

Das Kind wünscht sich so sehr ein Haustier, der Wohnraum ist aber eher klein? Die gute Nachricht: Wer wenig Platz zu Hause hat, muss dennoch nicht auf ein Heimtier verzichten: Mäuse sind fröhliche kleine Gesellen und spannend zu beobachten. Mit der richtigen Herangehensweise können sie sogar zutraulich werden – darauf weist der Industrieverband Heimtierbedarf (IVH) hin. 

Mit ihren dunklen Knopfaugen verzaubern sie Tierfreunde im Nu: Farb- und Rennmäuse gewinnen an Beliebtheit als Heimtiere. Laut einer haushaltsrepräsentativen Erhebung des IVH und des Zentralverbands Zoologischer Fachbetriebe (ZZF) e. V. lebten 2019 rund 670.000 der kleinen Nager in Haushalten bundesweit – damit hat sich ihre Zahl innerhalb der vergangenen drei Jahre verdoppelt. Von Natur aus sind Farb- und Rennmäuse eher vorsichtig und schreckhaft. Kein Wunder, denn die kleinen Tiere gehören zu den Beutetieren und verstecken sich, sobald sie eine Gefahr vermuten. Mit etwas Geduld können die niedlichen Nager aber durchaus Vertrauen zu ihren Menschen aufbauen und zu geselligen Heimtieren werden.

Wenn Farb- oder Rennmäuse in ein neues Zuhause ziehen, sollten ihre Halter die Tiere mindestens einen Tag in Ruhe lassen, empfiehlt die Tierärztin Dr. Barbara Schneider von der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz. Keinesfalls dürfen die Nager bedrängt oder gar einfach gegriffen werden. Denn Beutetiere wie Mäuse verbinden schnelle Bewegungen mit Lebensgefahr – insbesondere dann, wenn diese von oben kommen.

An Tag zwei im neuen Zuhause kann man dann mit der Gewöhnung an den Menschen beginnen. „Am einfachsten geht dies über das Verfüttern besonderer Leckerbissen. Die Hand wird dabei stillgehalten und die Maus kann selbst entscheiden, ob und wann sie näherkommen möchte, um sich das Leckerchen zu holen“, sagt Dr. Schneider. Mit dem Berühren und Streicheln solle man warten, bis die Mäuse entspannt und erwartungsfroh angelaufen kommen, wenn sie die Hand mit dem Leckerbissen sehen. Zudem sollten die Tiere niemals aus ihrem Unterschlupf gezerrt oder am Schwanz hochgehoben werden. 

Wenn die Tiere entspannt auf der Hand sitzen und fressen, kann ein erstes, kurzes Hochheben probiert werden. Dies kann dann schrittweise ausgeweitet und die Tiere so an das Anheben gewöhnt werden. „Wichtig ist dabei, stets behutsam vorzugehen und dass die Tiere keine Anzeichen von Stress zeigen“, betont Dr. Schneider. Weil sich Mäuse in Höhlen wohlfühlen, sei es zudem ratsam, mit den Händen eine Art Höhle zu formen, wenn man sie hochhebt.

Sind die Mäuse an ihren Menschen gewöhnt, sollte sich dieser regelmäßig – zusätzlich zur täglichen Grundversorgung – mit den Tieren beschäftigen und sie mit Leckerchen locken, damit der positive Kontakt aufrecht erhalten bleibt. 

Farb- und Rennmäuse sind gesellig. Sie benötigen daher dringend Artgenossen, um sich wohlzufühlen. Farbmäuse sollten mindestens zu vier Tieren zusammenleben, Rennmäuse idealerweise als Paar gehalten werden. Mit diesen Artgenossen kuscheln sie auch gern und ausgiebig. Der Mensch sollte sich hier eher als Beobachter verstehen und sich daran freuen, dass er seinen Tieren ein artgerechtes Leben bieten kann. „Anfassen und kurzes, sanftes Streicheln ist nach Gewöhnung in Ordnung. Man sollte als Mäusehalter aber eher mit dem Beobachten der intelligenten und quirligen Tierchen zufrieden sein“, sagt Dr. Schneider.