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Drinnen und Draußen

Die geeignete Einrichtung
im modernen Bad

Ein altersgerechter Umbau von Bädern und Barrierefreiheit ist nicht dasselbe – eine kleine Übersicht über Unterschiede und Fördermöglichkeiten

Nicht schwellenfrei, aber dennoch förderfähig: Diese begehbare Badewanne reduziert die Barriere zu ihrer Benutzung. – Foto: Horst Kramer

Eines gleich vorweg: Ein altersgerechter Umbau von Bädern meint etwas anderes als die sogenannte Barrierefreiheit. Gefördert werden aber beide Maßnahmen. Zum Teil vom Staat, zum Teil von den Krankenkassen. Herbert Käser, einer der Inhaber des Bauunternehmens Käser & D’Angelicchio aus Karlsfeld im Münchner Norden, kennt die Förderprogramme aus dem Effeff. Ein besonderer Hit bei Badrenovierungen sei derzeit die begehbare Badewanne und Sitzdusche eines österreichischen Herstellers, so Käser. „Sie ist elegant, bequem und funktional“, lobt der Profi. Da sie aber über eine Stufe betreten wird, scheint sie nicht im strengen Sinne barrierefrei zu sein. „Ihr Einbau kann aber dennoch gefördert werden“, erklärt Käser. Er verweist auf ein Angebot der staatlichen Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW): den Zuschuss 455 b. Zielgruppe seien „alle, die Barrieren in ihrer Wohnung reduzieren und mehr Wohnkomfort schaffen wollen“. Unabhängig vom Alter erhält man einen Zuschuss von bis zu 6250 Euro, wie auf den Internetseiten des Instituts zu lesen ist. Tatsächlich ist „Barrierefreiheit“ in der DIN-Vorschrift 18040 (Teil 2) und in der alten wie neuen Bayerischen Bauordnung (Art. 48) ziemlich genau geregelt. So schreibt DIN 18040 zwar vor, dass ein barrierefreier Duschplatz „stufenlos“ begehbar oder befahrbar sein muss, aber dass Badewannen mit Tür ebenfalls gefördert werden, weil sie die „Einstiegshöhe reduzieren“. Genau das leistet die erwähnte Wanne mit Sitzdusche.

„Altersgerecht“ hingegen ist ein nicht-normierter Begriff, der indes faktisch definiert wird durch die Vorgaben der bundeseigenen Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und ihre Förderrichtlinien. Die KfW stellt dafür den Förderkredit 159 „Altersgerecht Umbauen“ zur Verfügung, mit dem bis zu einhundert Prozent der förderfähigen Kosten einschließlich Nebenkosten finanziert werden. Der maximale Kreditbetrag beträgt immerhin 50.000 Euro pro Wohneinheit.

Der DIN-Text unterscheidet zudem zwischen „barrierefrei nutzbaren Wohnungen“ und „barrierefrei und uneingeschränkt mit dem Rollstuhl nutzbaren Wohnungen“. Letztere müssen dem höheren Raumbedarf eines sogenannten „Norm-Rollstuhlfahrers“ Rechnung tragen. Für eine „barrierefreie Wohnung“ ist laut der Norm eine lichte Türdurchgangsbreite von achtzig Zentimetern erforderlich (von Badezimmertüren wie von allen anderen Türen), für die Rollstuhlnutzung sind hingegen neunzig Zentimeter notwendig. Da Rollstuhlfahrer einen gewissen Rangierraum benötigen, muss vor Sanitäreinrichtungen eine Fläche von 150 Zentimeter auf 150 Zentimeter vorgesehen werden, zum Nachweis der Barrierefreiheit reichen 120 Zentimeter auf 120 Zentimeter. In den genannten Gesetzestexten und Vorschriften ist ausschließlich von „Barrierefreiheit“ die Rede, Vokabeln wie „seniorengerecht“ oder „altersgerecht“ sind hingegen keine juristisch festgelegten Termini. Gleiches gilt für Begriffe wie „barrierearm“, „schwellenarm“ oder „barrierereduziert“. Manche Anbieter warben mit derlei schwammigen Begriffen für ihre Produkte und Leistungen, möglicherweise aus Unkenntnis.

Eine Sitzgelegenheit in einer Dusche ist gerade für ältere Menschen eine große Hilfe. Ganz wichtig: die Haltestange. – Foto: Horst Kramer

Das Erwachen kam für die Umbau-Auftraggeber, wenn sie die Rechnungen bei den Förderstellen einreichten und eine Absage erhielten, weil die gesetzlichen Vorschriften nicht eingehalten wurden. Nicht nur von der KfW, sondern auch von anderen Institutionen, die Umbauten unterstützen: etwa Pflegekassen, Krankenkassen, Unfallkassen oder verschiedene Versorgungsämter. Käser weiß zum Beispiel, dass die Pflegekassen Pflegebedürftige mit bis zu 4000 Euro beim altersgerechten Umbau eines Bads unterstützen. Damit könne man eine alte Badewanne ohne Weiteres durch eine Duschkabine ersetzen, rechnet der Karlsfelder vor.

Natürlich gibt es auch luxuriösere Lösungen, die freilich genauso förderfähig sind. So installierte der Sanitär-Fachmann Klaus Guderley schon mehrfach eine schwellenfreie Dusch- und Dampfbadkabine mit Sitzbank und optionaler Sole-Funktion, die für ein salzhaltiges Klima sorgt. Ein anderer Renner sind ebenerdige Duschen: Villeroy & Boch hat „Rechteck-Duschwannen“ mit individuell konfigurierbaren Längen und Breiten entwickelt. Der Begriff „Wanne“ scheint es bei einer Innentiefe von maximal drei Zentimetern nicht recht zu treffen, was an der gelungenen Ausführung indes nichts ändert. Guderley hat in seiner Ausstellung auch eine begehbare Badewanne aufgebaut. Der Einstieg beträgt etwa fünf Zentimeter – ein ähnliches Modell, wie das von Herbert Käser eingangs zitierte. Die Fördermöglichkeiten sind vielfältig: Es greifen sowohl die KfW-Bedingungen für „altersgerechten Umbau“ als auch die DIN-Regularien für „Barrierefreiheit“.

Zumal es noch eine weitere Finanzierungsquelle gibt: Der Freistaat Bayern beispielsweise fördert die behindertengerechte Anpassung (von Wohnraum) an die Belange von Menschen mit Behinderung im Rahmen des „Bayerischen Wohnungsbauprogramms“. Darunter fallen selbstverständlich auch Bäder. Die Staatsregierung stellt dafür ein „leistungsfreies Baudarlehen“ von bis zu 10.000 Euro bereit. Voraussetzung für eine Förderung ist unter anderem die Einhaltung von bestimmten Einkommensgrenzen.    Horst Kramer

Markise, Schirm oder Segel, Pergola oder grünes Pflanzendach

Ein funktionaler Sonnenschutz ist im Sommer auf der Terrasse oder im Garten notwendig

Ton in Ton – Markise, Terrassenmöbel und Pflanzen in pastelligen Farben. – Foto: djd/Lewens-Markisen

Alle freuen sich auf den Start in den Frühling nach langen und mitunter grauen Wochen im Haus. Balkon, Terrasse und Garten können endlich wieder zum Entspannen an der frischen Luft genutzt werden. Außer passenden Möbeln ist ein Sonnenschutz notwendig, unter dem man es sich gemütlich machen kann. Welcher Typ für das eigene Zuhause am besten geeignet ist, hängt sowohl vom Einsatzort, den architektonischen Voraussetzungen, der gewünschten Bedienung aber auch dem individuellen Geschmack ab. Die Auswahl ist riesengroß zwischen Sonnenschirmen und Sonnensegeln, Jalousien, Markisen und Pergolen oder schattenspendenden Pflanzen.

Der Klassiker sind Sonnenschirme, die gerade dort Schatten werfen, wo er gebraucht wird. Ob auf dem Balkon oder der Terrasse, am Biertisch, auf der Liege oder am Pool, für jede Gelegenheit finden sich Exemplare in allen Größen, Farben, Formen und Variationen. Selbst große Schattenwerfer lassen sich dank doppeltem Flaschenzug oder automatischer Öffnungsmechanik von nur einer Person aufspannen. Exklusive Schirme fahren über eine integrierte Mechanik aus dem Ständer heraus und klappen sich selbstständig auf.

Mast und Sprossen bestehen in der Regel aus Holz oder Aluminium und passen zum Stil der meisten Gartenmöbel. Viele Ständer sind mit feststellbaren Rädern ausgerüstet, manche Gartentische mit Schirmlöchern versehen. Für Sitzgruppen sind kleine Sonnenschirme mit Beistelltisch erhältlich. Diesen stellt man zwischen zwei Gartenstühle und nutzt den Tisch als Ablagefläche. Für den Campingplatz, beim Picknick, am Strand oder auf anderen Ausflügen gibt es mobile Modelle mit geringem Eigengewicht, die einfach in den Boden gerammt werden. Sie lassen sich nahezu überall einsetzen.

Beschichtete Stoffe

Zu den gängigsten Beschattungssystemen gehören Markisen, die in zahlreichen Formen und Farben erhältlich sind. Sie können farblich an Fensterrahmen, Türen oder Wände angepasst werden und bieten insbesondere für große Flächen, etwa Freisitze und Wintergärten, einen optimalen Schutz. Wichtig ist die Stoffqualität. Standardstoffe, die imprägniert sind, weisen Wasser und Schmutz ab, mehr Schutz bieten speziell beschichtete, wasserdichte Tücher. Die meisten Markisen verfügen heute außerdem über ein Entwässerungssystem. Integrierte Wasserrinnen nehmen Regenwasser auf und leiten es über Pfosten seitlich kontrolliert ab. Für eine passende Beleuchtung sorgen LED-Stripes oder einzelne Spots, die sich in viele Markisen integrieren lassen.

Neben Sonnenschirm, Markise und Sonnensegel ist auch die gekonnte Platzierung von Gewächsen wie großen Bäumen oder Kletterpflanzen eine schöne Möglichkeit, Sitzplätze im Garten zu beschatten und so ein Klima zu schaffen, in dem es sich gut und gerne aushalten lässt. – Foto: BGL

Auch Sonnensegel lassen sich genau auf die Umgebung sowie die Optik des Hauses abstimmen, benötigen aber für die Montage keine geraden Wände. Man unterscheidet zwischen starren Sonnensegeln zum schnellen Auf- und Abbau über freien Flächen und beweglichen Typen zur festen Installation etwa über der Terrasse. Ein automatischer Antrieb und ein Steuerungssystem veranlassen das bewegliche Sonnensegel, sich bei starkem Wind automatisch einzuziehen, und bieten so besonders hohen Komfort. Mit integriertem Motor und Zeitschaltuhr ausgestattet, werden Sonnensegel zu einer festgelegten Uhrzeit ausgefahren und wieder eingezogen. Sonnensegel können unterschiedlich befestigt werden, im Boden verankerte Masten geben festen Halt, andere Modelle können an Haus- oder Sichtschutzwänden befestigt werden. Mit Karabinerhaken wird das Segel gespannt. Freistehende Lamellendächer können am Lieblingsplatz im Garten oder direkt ans Haus angeschlossen platziert werden. Bei einigen Modellen lassen sich die Lamellen bei einem plötzlichen Regenschauer schließen, Seiten-Markisen schützen zusätzlich vor Wind. Dadurch entsteht im Garten quasi ein zusätzliches Zimmer. 

Eine andere Kategorie ist der innenliegende Sonnenschutz im Haus, der dazu dient, einen Raum im Sommer möglichst kühl zu halten. Dunkle Stoffe mindern den Einfluss der Sonneneinstrahlung stärker, heizen sich aber eher auf. Helle Stoffe oder solche mit einer speziellen Reflexionsschicht werfen die Strahlen stärker zurück. Es gibt Innenjalousien, Faltstores aus einem gefalteten, nach oben raffbaren Behang sowie Rollos, aufrollbare Behänge aus Textilgewebe oder Folie, vom klassischen Springrollo über das Seitenzugrollo, das Kettenzugrollo mit Endlos-Perlkette bis zum automatischen Antrieb.

Eine Pergola erfordert etwas Platz. Sie ist geeignet, um eine luftige und klare, räumlich begrenzte Sitzfläche oder einen Laubengang einzurichten. Sie bietet für sich eine eher lockere Überdachung, kann aber auch als Rankhilfe für Kletterpflanzen dienen, die sich zu einem Baldachin auswachsen. In kleinen Gärten werden Pergolen selbst zum Gestaltungselement und sind hübsche Hingucker. Selbst auf dem Balkon ist der Einsatz einer Pergola möglich, denn es gibt mittlerweile Varianten aus Leichtmetall. Verknüpft man die Pergola mit Nutzpflanzen wie Weinreben oder Kiwis, schafft man einen kleinen Naschgarten. An den Querbalken kann man zusätzlich Haken anbringen, um Blumenampeln mit Erdbeerpflanzen aufzuhängen.

Schöne, natürliche Schattenspender

Mit den richtigen Pflanzen lassen sich so wunderschöne Schattenplätze einrichten, allerdings ist etwas Geduld erforderlich, bis der Bewuchs den gewünschten Umfang erreicht hat. Zu den Gestaltungsmöglichkeiten gehören einfache senkrechte oder geformte Rankhilfen, etwa für Balkon und Terrasse, oder ein Paravent, eine Pergola oder Laube für Gärten.

Besonders beliebte Schattenspender sind Pflanzen mit attraktiven Blüten wie Blauregen, Kletterrosen und Clematis, großen Blättern wie die Pfeifenwinde oder Früchten. Bei den Bäumen werden Sorten mit waagerechter oder schirmartiger Krone bevorzugt. Dachplatanen sind die bekanntesten Bäume mit Flachdach, aber auch Spitzahorn, Hainbuche und amerikanischer Amberbaum können zu einem Dach heranwachsen. Bei der Schirmulme verrät schon der Name die Form.

Bei der Planung muss der Umfang des Blattwerks berücksichtigt werden, aber auch die Wurzeln. Diese sollten nicht durch ein Betonfundament eingegrenzt sein und genug Raum haben, um sich in der Erde auszubreiten. Zur regelmäßigen Pflege gehört ein frühjährlicher Rückschnitt. Triebe, die nach oben wachsen, können abgeschnitten oder eingeflochten werden, was die Dichte des grünen Schutzschirms verstärkt.    Peter Bierl