Anzeigensonderveröffentlichung

Sommer im Landkreis

Grüner Mikrokosmos

Der Biergarten ist so viel mehr als ein typisch bayerischer Gastronomiebetrieb – Atmosphäre und Angebot runden einen perfekten Sommer ab

Auch wenn das „Prosit der Gemütlichkeit“ coronabedingt derzeit nicht im Bierzelt ertönt – danach leben lässt es sich trotzdem. Erst recht im sommerlichen Biergarten. Foto: Adobe Stock

Er steht mindestens ein Mal an, wenn zu Hause Urlaub gemacht wird oder ein Wochenende mit schönem Wetter angekündigt ist – Der Besuch im heimischen Biergarten. Wohl kaum an einem anderen Ort lässt sich bayerische Lebensart so anschaulich und so gemütlich demonstrieren wie dort, wo das Bier frisch gezapft am Ausschank abgeholt werden, wo man sich seine Brotzeit selbst mitbringen kann und wo die nettesten Unterhaltungen mit Fremden, aktuell eher unter herausfordernden Bedingungen, zustandekommen. Zahlreiche Biergärten und örtliche Gastronomiebetriebe mit Gartenterrasse haben an bestimmten Tagen in der warmen Jahreszeit auch Steckerlfisch im Angebot. Die Fische, oftmals Forellen oder Makrelen, sind in leckerer Marinade eingelegt und werden am Holzstecken gegrillt. Der Biergarten ist nicht nur ein gemütlicher, sondern auch ein durch und durch demokratischer, integrativer Ort. So ist es auch in der Bayerischen Biergartenverordnung festgehalten. Biergärten „[…] übernehmen in den warmen Sommermonaten wichtige soziale und kommunikative Funktionen, weil sie seit jeher beliebter Treffpunkt breiter Schichten der Bevölkerung sind und ein ungezwungenes, soziale Unterschiede überwindendes Miteinander ermöglichen“, heißt es darin.

Das Angebot der Freisinger Stadtspaziergänge (s. unten) führt unter anderem auch am Wörth entlang.

Foto: erlebe.bayern / Dietmar Denger

In der Tat sind sie alle gerne hier, vom kleinen Bub, der genussvoll in seine Breze beißt, über die schicke Madame, die in High Heels zielbewusst den Platz ansteuert, wo man sie am schnellsten erblickt, bis zum Freisinger Urgestein, das sich gerne über das Welt-, Stadt- und Landkreisgeschehen mit seinen Spezln austauscht.

Und wie so viele geniale Erfindungen wurde auch der Biergarten quasi aus einer Not geboren: Bereits im 19. Jahrhundert, als es noch keine Kühlmöglichkeiten für Lebensmittel gab und Kunsteis noch undenkbar war, lagerte man das Bier der Brauer während der warmen Sommermonate in unterirdischen Räumen. Damit sich das Bier beim Transport nicht erwärmt, wurde es zumeist gleich an Ort und Stelle verkauft und sofort getrunken. Zum Schutz, sowohl für die Menschen als auch zur weiteren Kühlung der Keller wurden Kastanien oder Linden gepflanzt. Damit die Menschen in Ruhe ihr Bier aus großen Krügen trinken konnten, wurden im Schatten der Bäume zudem Tische und Bänke aufgestellt. Gegen Ende des gleichen Jahrhunderts erfand dann der deutsche Ingenieur Carl von Linde die Kältemaschine, die zuerst in einer Münchner Brauerei erprobt wurde und später als Kühlschrank Einzug in die Gastronomie und die Wohnungen der Menschen fand. Diese Innovation machte das Lagern von Bier unabhängig von höheren Temperaturen und sicherte den Biergenießern jederzeit einen frischen – und gut gekühlten – Gerstensaft. Da sitzen nun alle – groß, klein, alt, jung, einheimsch, zugroast oder als „Bsuach“. Ob in Rufweite oder in nächster Nähe, jeder bekommt soviel „königlich bayrische Ruh‘“ wie er oder sie braucht und die Abwechslung vom Alltag, die man haben will. Und ganz ehrlich: Wer braucht schon Palmen, wenn man Kastanienbäume hat?        

    Orientierungshilfe immer zur Hand

    Freisinger Stadtspaziergänge – mit den kostenlosen Faltkarten der Touristinformation macht eine Runde durch die Stadt noch mehr Spaß


    Freising gilt als traditionsreiche und dennoch jung gebliebene Universitätsstadt im Norden Münchens. Zahlreiche Sehenswürdigkeiten, eine ereignisreiche Vergangenheit und internationale Wissenschaft machen die Stadt zu einem beliebten Ausflugsziel. Mit den neuen „Freisinger Stadtspaziergängen“ lässt sich die alte Bischofsstadt individuell entdecken. Die vier unterschiedlichen Faltkarten geben thematische Routen vor und liefern interessante Infos.

    Immer am Wasser entlang

    Jeden Sommer erfreuen sich die Freisinger Bürgerinnen und Bürger an den kühlen Wegen entlang der Wasserläufe, die im familienfreundlichen Stadtspaziergang „Freising – Stadt am Wasser“ vorgestellt werden. Der Weg passiert plätschernde Brunnen oder ehemalige Mühlen und führt immer zu einer Wasserlandschaft mit ganz eigenem Charakter.

    Der Freisinger Braukultur folgen

    Der Stolz der Einheimischen auf die eigenen Brauereien, Biergärten und Bierfeste ist groß und berechtigt. Denn nirgendwo werden die unterschiedlichsten Facetten des Bierbrauens so gelebt wie in Freising. Der Stadtspaziergang „Freisinger Braukultur“ führt zu alten Brauereien, zu Bierkellern und ungewöhnlichen Orten der lokalen Braukultur.

    Entdeckungen für die ganze Familie

    Mithilfe der Faltkarte „Freising für kleine und große Entdecker“ können Familien mit Grundschulkindern einer kurzweiligen Tour durch die Altstadt bis hoch auf den Domberg folgen. Richtig spannend wird der Spaziergang durch die eingefügten Rätsel, denn nur wer genau hinsieht, kann das Bilderrätsel oder die Rätselfragen beantworten. Abgerundet wird die Reihe Freisinger Stadtspaziergänge mit einem Rundgang in leichter Sprache und zu barrierefreien Besonderheiten der Altstadt. Alle gedruckten Faltpläne können kostenfrei bei der Touristinformation Freising abgeholt oder bestellt werden. Natürlich stehen die Faltpläne auch als Download unter „Führungen & Touren“ bereit.

    Kontakt: Touristinformation Freising, Rindermarkt 20, 85354 Freising

    Telefon: (08161) 54-44111

    E-Mail: touristinfo@freising.de

    Internet: www.tourismus.freising.de

      Die schönste Verbindung zwischen Freising und Kelheim

      Im Freizeitbus mit Fahrradtransport entspannt und flexibel unterwegs 

          Die Freizeitbusse der Verkehrsgemeinschaft Landkreis Kelheim bieten für aktive Ausflügler attraktive Kombinationsmöglichkeiten. Foto: Privat

          Einsteigen und den Tag genießen! Mit dem Freizeitbus auf Erlebnis- und Entdeckertour im Herzstück Bayerns. Wasser, Wiesen, hochaufragende Jurafelsen, Trockenheiden mit seltener Flora und Fauna, Wacholderheiden, naturbelassene Flussufer sowie Burgen, Schlösser, malerische Städtchen und Ortschaften mit herzlich bayerischer Gastlichkeit – ein Paradies für alle Radler und Wanderer!

           

          Auf geht’s zu einer unvergesslichen Rad-, Wander- und Besichtigungstour in unseren einzigartigen Landkreisen Regensburg, Kelheim, Neumarkt, Eichstätt und Freising. Es erwarten Sie eine grandiose Naturvielfalt und Jahrtausende alte Kultur. Unsere Freizeitbusse mit Fahrradanhänger bringen Sie und Ihr Bike bequem zu den schönsten Ausgangsorten für Ihre Rad-, Wander- und Sightseeingtour in unserer Region – und ganz entspannt wieder zurück.

           

          Mit unseren Freizeitbussen auf den Linien 6010 und 6030 sind Sie bei Hin- und Rückfahrt völlig frei – einfach einsteigen und den Tag genießen! Nähere Infos über die Verkehrsgemeinschaft Landkreis Kelheim, Telefon 09441/207-3525,
          E-Mail: info@freizeitbusse.dewww.freizeitbusse.de

            Schauplätze des Staunens

            Es gibt gute Argumente, mit Kindern oder allein immer wieder mal ein Museum vor Ort zu besuchen

              Nach langen Zeiten am heimischen Bildschirm tut es gut, sich die Wunder der Welt auch mal wieder in Echt anzusehen.

              Foto: Adobe Stock

              Bei Regen haben sie spontan den meisten Zulauf, die örtlichen Museen. Dabei sollte man eigentlich wetter­unabhängig ruhig auch den einen oder anderen Besuch zu den Entdeckungen vor der Haustür einplanen. Schutz vor der Sonne ist da zwar ein wichtiges, wenn auch nicht gerade ein zentrales Argument.

              Denn: Nur wenig kann einen derart bereichern wie ein Vor- oder Nachmittag im Archäologie-, Kunst-, Heimat-, Technik- oder Spezialmuseum: Liebevoll und von Fachleuten zusammengestellte und kuratierte Sonder- und Dauerausstellungen erweitern auf unterhaltsame Weise den Horizont, ist doch der erhobene Zeigefinger schon seit Jahrzehnten offenen Armen und intelligent-unterhaltsamen Museumskonzepten gewichen.  Außerdem schafft es wohl kaum ein Mensch, das ganze Wissensangebot einer solchen Bildungsstätte im Rahmen eines einzigen Rundgangs zu erfassen. Schon allein deshalb sind weitere Besuche in Museen oder Galerien nie verlorene Zeit. Erst recht nicht vor dem Hintergrund der Pandemie: Ein paar Stunden im Museum bringen einen auf andere Gedanken, und dem Gefühl “mal raus zu müssen” wird auf positive Art begegnet. Für Kinder und Jugendliche, die jetzt unter äußerst schwierigen Umständen lernen mussten und müssen, bieten Museen alternative Wege zu wichtigen und interessanten Wissensgebieten an, können informelle Türöffner auf Augenhöhe sein, die einen neuen Zugang schaffen.           

                So vielseitig ist der Sommer

                Örtliche Buchhandlungen und Bibliotheken wissen immer, was die perfekte Urlaubs- und Ferienlektüre ist

                  Sommerlektüre aus Buchhandlung oder Bücherei. Foto: Adobe Stock

                  Ob unterm Baum im Park, auf der Terrasse vom Lieblingscafé, in der Hängematte daheim oder im Urlaub auf Reisen: Sommerzeit ist Lesezeit – im Unterschied zu Herbst und Winter, wo Literatur uns von der heimischen Stube in ferne Länder und zu erdachten oder eben ganz neuen Erlebnisorten führt, wollen wir bei Sonnenschein oft das vielzitierte „Kopfkino“ mitnehmen an die frische Luft, wo es uns unterhalten oder informieren soll – gerne auch beides.

                  Dass bei 35 Grad plus X im Schatten von den meisten Lesern Schopenhauers „Welt als Wille und Vorstellung“ nicht unbedingt favorisiert wird, ist nachvollziehbar. Aber Freizeit bietet eben viele Möglichkeiten – unter anderem auch, sich mit Sachthemen auseinanderzusetzen, die in der Hektik des Alltags schnell beiseite geschoben werden. Doch mit welcher Lektüre beginnen? Natürlich sind da die Feuilletonseiten, die Kultursendungen im Rundfunk, die stets aktualisierten Bestsellerlisten für Belletristik und Sachbuch, an denen man sich orientieren kann. Vielleicht hat man auch eine Dauerliste im Kopf mit Büchern, die man „schon immer“ oder einfach „noch einmal“ lesen wollte. Und ja, es gibt auch die Kundenrezensionen im Internet. Diese können, müssen aber nicht vertrauenswürdig sein und bieten nur bedingt Interaktion. Ganz anders verhält es sich mit einer Empfehlung der Buchhändlerinnen und -händler vor Ort beziehungsweise mit Buchtipps von den Mitarbeitern der örtlichen Bibliothek. Denn nichts begeistert mehr als eine lebendige Fürsprache für ein Buch, die schnell in ein anregendes und inspirierendes Gespräch münden und zu neuem künftigem Lesestoff führen kann. Unaufdringliche Kompetenz und zugewandte Hilfsbereitschaft gibt es gratis dazu.

                    Mit Bedacht zum Baden

                    Schwimmen, toben, SUP: Bewegung im Wasser tut gut und macht Spaß – wenn man vernünftig bleibt und vorausschauend handelt

                      Planschen, ausgelassen sein, sich erfrischen ... aber auch Ruhe gehört unbedingt zum Badespaß! Foto: Adobe Stock

                      Ein Sommer ohne Freibad ist wie ein Himmel ohne Sterne! Zum Glück haben Freibäder in vielen Regionen mittlerweile wieder geöffnet. Auch die Badeseen ziehen in diesen Tagen viele Besucher an. Wer längere Zeit coronabedingt nicht im Wasser war, sollte mit Umsicht wieder einsteigen, mahnt die Kaufmännische Krankenkasse (KKH). „Nicht selten werden die eigenen Kräfte überschätzt – das gilt besonders für Kinder und Jugendliche. Wer monatelang keine Bahnen ziehen konnte, sollte erstmal langsam anfangen. Das gilt vor allem für ungeübte Schwimmanfänger. Auch stundenlanges Toben und Planschen kann ermüdend sein und Badeunfälle zur Folge haben. Deshalb unbedingt immer mal wieder raus aus dem Wasser und am Beckenrand, auf der Liegewiese oder am Strand eine Pause machen“, rät KKH-Sportexperte Ralf Haag.

                      Dass Schwimmen vor der Corona-Pandemie sowohl bei Fitness-Freaks als auch Sportmuffeln eine beliebte Sportart war, zeigt eine Forsa-Umfrage im Auftrag der KKH. Fast die Hälfte aller Befragten gab darin an, gern Wassersportarten wie Schwimmen, Tauchen, Surfen oder Rudern auszuüben. Auch diejenigen, die nur selten oder nie Sport treiben und sich selbst als unsportlich einstuften, würden am liebsten mit einer wassernahen Sportart beginnen. „Das ist verständlich, denn im und auf dem Wasser ist man der Natur sehr nah. Beim Schwimmen fällt durch den Wasserauftrieb die Bewegung außerdem zunächst viel leichter. Deshalb ist Aquatraining auch für Einsteiger ideal, denn es mobilisiert sanft Muskeln und Gelenke“, erklärt Ralf Haag.

                      Beim Rudern oder Surfen werden dagegen viel mehr Muskelgruppen beansprucht. Beides erfordert deutlich mehr Konzentration und Technik. „Die Mischung aus Kraft, Koordination und Ausdauer kann sehr anspruchsvoll sein und ist nicht von heute auf morgen zu erlernen“, so der Sportexperte. Immer beliebter hingegen wird das Stand-Up-Paddling (SUP), das deutlich einfacher ist.

                      Ob auswärts im Urlaub oder in heimischen Gewässern – immer mehr Stehpaddler werden an heißen Sommertagen auf dem Wasser gesichtet. „Es braucht vor allem Gleichgewicht und Körperspannung, um sicher auf dem Board stehen zu können. Ein perfektes Training für die Bauch-Bein- und Pomuskulatur.“

                      Grundsätzlich gilt: Niemals als Nichtschwimmer auf ein solches Bord steigen. Auch geübte Schwimmer sollten einige Sicherheitsregeln beachten. „Experten raten unbedingt zum Tragen eines Fußbandes, das das Bein mit dem Bord verbindet und im Falle eines Sturzes nicht abtreiben lässt. Außerdem gilt: Bei aufziehendem Unwetter lieber umkehren statt immer weiter rauszufahren und besser vorher einen Blick auf die Wetter-App werfen“, rät Haag. Auch das richtige Fallen will gelernt sein: „Wer anfangs noch wacklig und unsicher ist und ungünstig mit Kopf, Armen oder Beinen auf dem harten Material des Boards aufschlägt oder sich selbst mit dem Paddel trifft, kann schmerzhafte Verletzungen davontragen.“ Doch mit etwas Übung und nach einer kurzen Eingewöhnungszeit sind die Grundlagen meistens schnell klar. Dann steht dem Sommerspaß nichts mehr im Weg.