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Rund um Amper und Ilm

Eine runde Sache

Thomas Barth baut erfolgreich Melonen an

Foto: Pixabay

Es läuft „richtig rund“ auf dem Hof von Thomas Barth in Bergkirchen, wo der Junglandwirt eine Frucht anbaut, die man so gar nicht in unseren Gefilden vermutet und deren Saison sich allmählich dem Ende zuneigt: Melonen. Auslöser war nach bestandener Meisterprüfung eine Studienfahrt nach Italien, wo Thomas Barth und sein Kollege Patrick Kirschner dem süßen Aroma sonnengereifter Melonen erlagen und noch während der Heimfahrt bei ihnen die Idee reifte, einen Versuch mit dem Anbau dieser Südfrucht auf den heimischen Feldern zu starten. Seitdem werden auf dem Betrieb in Bergkirchen nicht nur Bullen gemästet, sondern alle Jahre wieder auch süß duftende Melonen geerntet, die ab Hof und in Hofläden in der Umgebung vermarktet werden.

Denn Thomas Barth und Patrick Kirschner ließ die Idee nicht mehr los; sie wagten bald nach ihrer Rückkehr aus Italien die ersten Versuche „hinterm Haus auf etwa 100 Quadratmetern“. Und siehe da: „Es hat funktioniert“, sagt Thomas Barth, der das neue Geschäftsmodell immer weiter ausbaute. In der Zwischenzeit hat sich daraus ein ernst zu nehmender Betriebszweig entwickelt, obgleich es beim Anbau in unseren Gefilden doch einiges zu beachten gibt, weil es sich bei der Melone um eine sehr sensible Pflanze handelt. Und weil Bergkirchen nun mal nicht in der Toskana liegt, lautet die erste Regel: Aufstellen eines Folientunnels, um mediterranes Klima zu simulieren.

Vorgezogen werden die empfindlichen Pflanzen im Gewächshaus von Patrick Kirschner in Ried bei Mering, ehe die Zöglinge nach den Eisheiligen im Mai aufs Feld beziehungsweise in den Tunnel kommen, der ungefähr 50 Meter lang und sechs Meter breit ist. Vier Stück davon hat Junglandwirt Barth aufgestellt, was insgesamt einer Anbaufläche von rund 1300 Quadratmetern entspricht. Neben den exotischen Melonen baut Barth auch noch heimische Feldfrüchte wie Getreide oder Mais an, denn schließlich muss er auch noch seine 360 Fresser versorgen.

Überhaupt sind regional produzierte Produkte mehr denn je gefragt. So verzeichnen Wochenmärkte, auf denen Bauern aus der Nähe ihre Waren anbieten, einen ebenso großen Zulauf wie die zahlreichen Hofläden. Die Kundschaft will nicht nur gesunde und hochwertige Ware kaufen, sondern zugleich mit einem „guten Gefühl“ nach Hause gehen. „Kartoffeln ab Hof“, „Frische Eier“ oder „Biofleisch- und -wurstwaren“ und Gemüse, aber auch „Frische Milch aus der Milchtankstelle“ oder „Käse aus eigener Herstellung“ werden immer häufiger an den Hofeingängen angepriesen. Den Bauern hilft es, ihre Existenz zu sichern, und die Verbraucher wissen, wo’s herkommt.