Anzeigensonderveröffentlichung

Profis am Werk

Virtuelle Crashtest-Dummys

Dank neuer Technologien lässt sich das menschliche Verhalten bei einem Unfall besser erforschen

Virtuelle Dummys helfen, neue Sicherheitstechnologien zu entwickeln. Damit wird das Verletzungsrisiko bei einem Unfall weiter gesenkt. Foto: Toyota

Sehr viele Menschen verunglücken jährlich tödlich bei Verkehrsunfällen. In Deutschland waren es im vergangenen Jahr laut Statistischem Bundesamt bis einschließlich November 2523 Personen. Um die Sicherheit der Fahrzeugpassagiere bei Verkehrsunfällen zu verbessern, werden seit Jahrzehnten Crashtests mit Dummys durchgeführt.

Jetzt bekommen diese Crashtest-Dummys zunehmend virtuelle Unterstützung: Mit Computermodellen wird das Schutzverhalten der Menschen vor einem Aufprall simuliert.

Auch Forscher des Fraunhofer-Instituts für Kurzzeitdynamik, Ernst-Mach-Institut (EMI), verwenden bei Crash-Simulationen Modelle, die realistischere Aussagen über das Verletzungsrisiko zulassen. In ihrer Studie untersuchen die Forscher damit den Einfluss der Muskelsteifigkeit auf die Insassen-Kinematik. Bei einem Unfall spannen Autoinsassen demnach automatisch die Muskeln an, stützen sich am Lenkrad ab oder drücken das Bremspedal durch. Dieses Verhalten beeinflusst den Ausgang des Unfalls. Herkömmliche Crashtest-Dummys dagegen, so die Forscher, haben kein Reaktionsvermögen, mit ihnen lässt sich das menschliche Verhalten vor einem Crash nicht abbilden. „Die Muskulatur hat einen großen Einfluss darauf, wie ein Fahrzeuginsasse kurz vor einem Unfall reagiert und wie sich der Körper während des Crashs verhält. Hier kann es zu gravierenden Abweichungen gegenüber steifen und kinematisch eingeschränkten Crashtest-Dummys kommen“, sagt Matthias Boljen, Wissenschaftler am Fraunhofer EMI. Zum Thema Insassen-Sicherheit forscht auch der japanische Fahrzeughersteller Toyota. Er gibt ab Januar 2021 seine sogenannten THUMS (Total Human Model for Safety) kostenlos frei. Die Software hilft bei der Analyse und Prognose menschlicher Verletzungen, die bei Unfällen und Fahrzeugkollisionen verursacht werden.

Mit den THUMS präsentierten die Japaner im Jahr 2000 die ersten virtuellen Crashtest-Dummys weltweit. Seitdem hat das Unternehmen seine Software sukzessive weiterentwickelt und verbessert. Die Simulationen berücksichtigen Unterschiede in Geschlecht, Alter und Körperbau. Mit der sechsten Generation, die 2019 vorgestellt wurde, lassen sich unterschiedliche Körperhaltungen und menschliche Organe noch besser nachbilden – darunter auch das Gehirn und Muskeln, so Toyota.

Mehr als hundert Automobilhersteller, Zulieferer, Universitäten und Forschungseinrichtungen weltweit nutzen die THUMS bereits. Die virtuellen Modelle helfen bei der (Weiter-)Entwicklung von Sicherheitstechnologien wie Sitzgurten, Airbags und Fahrzeugstrukturen, die beispielsweise auch die Verletzungsgefahr von Fußgängern beeinflussen. Unabhängige Crashtest-Organisationen prüfen derzeit einen Einsatz von THUMS in künftigen Bewertungen zur Fahrzeugsicherheit.

Rudi Kanamüller

    Modern, ökologisch und
    Haustieraffin

    Der Garten ruft, der Landschaftsgärtner weiß, was jetzt zu tun ist – er ist auch der richtige Ansprechpartner bei der Neugestaltung von Balkon und Terrasse

      Liegt im Trend: Flachdach mit Anklängen an die Bauhaus-Architektur. Foto: djd/sonne-am-haus.de

      Endlich wieder draußen! Nicht nur Gartenfreunde, bei denen natürlich alle Vorbereitungen für Rasen, Busch und Beet mit der Unterstützung der Landschaftsgärtner längst auf Hochtouren laufen, freuen sich auf die Outdoor-Zeit, auch Hunde sind gerne draußen. Wer seinen Garten mit seinem Lieblingsbegleiter teilt, sollte einiges beachten. Damit die Hunde dem Nachbarn keinen unerwünschten Besuch abstatten, ist etwa ein in die Erde eingelassener Zaun wichtig. Dabei hängt die Höhe von der Größe wie auch der Sprungfreudigkeit und -kraft des Vierbeiners ab. Beete wollen ebenfalls geschützt werden: Hier kann die Lösung ein Hochbeet sein, das für Vierbeiner nur schwer zugänglich ist. Auch bei der Pflanzenwahl sollte man umsichtig sein. So sehen etwa Tulpen, Narzissen oder Maiglöckchen schön aus, sind aber giftig für den Hund. Hat dieser eine Tulpenzwiebel angeknabbert, sollten Halter sie ihm sofort wegnehmen und das Tier genau beobachten. „Zeigt es Symptome einer Vergiftung wie starkes Speicheln, Taumeln oder Atemnot, sollte man sofort einen Tierarzt aufsuchen und, wenn möglich, die verdächtige Pflanze mitnehmen“, rät Agila-Tierärztin Melanie Ahlers. Das könne bei der Wahl eines Gegenmittels helfen.

      Kubisches Bauen mit seinen Anklängen an das klassische Bauhaus zählt aktuell zu den wichtigsten Trends moderner Architektur. Ein Flachdach ist derzeit nicht nur beim Bau von Wohnhäusern stilprägend, sondern kann inzwischen auch als Terrassenüberdachung gestalterische Akzente setzen.

      In der Grundausstattung wird es dann ohne Seitenelemente gefertigt. Mit modernen Ganzglasschiebetüren kann man sich daraus aber auch leicht ein „Glashaus“ an das Haus zaubern. Darüber hinaus kann ein Flachdach mit allen sonstigen auf dem Markt befindlichen Öffnungselementen ausgestattet werden – von der Balkontür über Schiebetüren bis hin zu Faltanlagen.

      Trendige Mischung aus Technik und Design

      Beginn der Outdoor-Saison heißt: Es gibt viel zu tun. Obstbäume beschneiden, Hecken stutzen, Regenrinnen säubern und die Fassade ausbessern. Gemeinsam haben diese Tätigkeiten, dass sie oft in der Höhe stattfinden. Neben funktionstüchtigem Werkzeug sollten Hobbygärtner deshalb immer auf geeignete Steighilfen zurückgreifen. Noch besser und erheblich bequemer ist es, einen Fachbetrieb mit dem Baumschnitt in luftiger Höhe, dem  Roden von Bäumen und Büschen und der Neubepflanzung zu beauftragen. Dann wird der Garten ganz nach Plan zum Freiluftwohnzimmmer für Mensch und Hund.                 Mep

        Hoch hinaus

        Dachdecker sind auch Experten für die energetische Sanierung

          Zur Dach-, Wand- und Abdichtungstechnik, also den Arbeitsgebieten des Dachdeckerhandwerks, gehört auch das Thema erneuerbare Energien.  Foto: Bayer. Dachdeckerhandwerk

          Eigentlich ist es ja ein toller Beruf. Doch warum auch immer: Die Vorurteile gegen Dachdecker und Dachdeckerinnen halten sich hartnäckig. Zum Beispiel, dass die Experten nichts anderes können, als Ziegel schön geschichtet aufs Dach aufzulegen. Stimmt aber gar nicht. Dächer werden auch aus Holz, Metall, Bitumen und Kunststoff errichtet. Und was machen die Fachleute in luftiger Höhe sonst noch? Sie steigen runter bis in den Keller, dichten Fundamente ab, verkleiden Wände, montieren Solaranlagen, spezialisieren sich auf Gründächer und beraten Bauherren bei der Umsetzung von Maßnahmen an denkmalgeschützten Gebäuden.

          Entsprechend anspruchsvoll sind die Einstiegsqualifikationen: körperliche Fitness, gute Mathematikkenntnisse – etwa zur Materialbedarfsberechnung oder zur Ermittlung von Wärmedämmmaßnahmen – gute Deutschkenntnisse und ein Gespür für die Be- und Verarbeitung unterschiedlichster Werkstoffe gehören dazu. Und natürlich eine Affinität zum Smarthome. Denn Solarmodule zur Stromerzeugung, Kollektoren zur Warmwasserbereitung, per Smartphone gesteuerte Dachfenster oder vorgehängte hinterlüftete Fassadensysteme wollen angebracht und gewartet werden. Dachdecker sind gesuchte Fachkräfte. Schließlich läuft im Smarthome immer mehr vollelektronisch ab. Auch finanziell sind ihre Aussichten gut. Mit dem Meisterbrief kann ein eigener Betrieb gegründet oder die Betriebsleitung übernommen werden. Der Meisterbrief öffnet auch die Tür zum Fachhochschulstudium.

          Wer mehr über die Ausbildung zum Experten für die Dach-, Wand- und Abdichtungstechnik wissen will, erfährt das unter www.DachdeckerDeinBeruf.de, unter www.dachdecker.net oder bei der regionalen Dachdecker-Innung. Dfr