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Kinder & Familie

Raus aus der Sitzfalle

So kann man Rückenschmerzen bei Kindern erfolgreich vorbeugen

Ab in die Pedale! Auch im Herbst macht Radeln noch Spaß. Am meisten mit der ganzen Familie. Foto: Adobe Stock

Vormittags in der Schule sitzen und nachmittags vor dem Computer: Das schafft kein Kinderrücken unbeschadet. Er braucht für seine gesunde Entwicklung jeden Tag aktive Bewegung. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) hin.

Im alltäglichen Leben von Kindern und Jugendlichen spielt die körperliche Aktivität eine immer geringere Rolle. Nur eine Minderheit der Heranwachsenden ist fast jeden Tag mindestens eine Stunde körperlich aktiv und erfüllt damit die laut der Studie „Active Healthy Kids Global Alliance 2018“ aktuelle Empfehlung zum Bewegungsverhalten von Kindern und Jugendlichen. So verbringen Kinder auch nach der Schule oder der Kita viele Stunden in sitzender Haltung. Sie erholen sich in der Freizeit am Smartphone, lesen, spielen sitzend oder sehen fern. Für eine gesunde Entwicklung ist es jedoch erforderlich, Bewegung zurück in den Alltag zu holen. Rückenschmerzen sind nicht nur bei Erwachsenen weit verbreitet, sondern haben auch bei Kindern stark zugenommen. „Ohne ausreichend Bewegung werden die für die Haltung so wichtigen kindlichen Muskeln zu schwach ausgebildet. Das begünstigt Fehlstellungen der Wirbelsäule. Es kann zur Verkümmerung der Muskulatur kommen, sodass die stützende und koordinierende Funktion der Muskeln auf die Körperhaltung unzureichend ist“, erklärt Prof. Robert Rödl, Erster Vorsitzender der DGOU-Sektion „Vereinigung für Kinderorthopädie“.

Außerdem kann es zur Schwächung des Knochensystems und dadurch zu einer geringeren Belastbarkeit kommen. Wenn Kinder Sport und Bewegung nicht selbstverständlich in ihre tägliche Freizeit einbauten, seien Verspannungen der Rückenmuskulatur, Haltungsschäden und damit Rückenschmerzen im Erwachsenenalter programmiert. So lässt sich laut DGOU der Sitzkreislauf durchbrechen:

  • Kinder und Jugendliche sollten täglich mindestens eine Stunde körperlich aktiv sein.
  • Eltern sollten mit gutem Beispiel vorangehen und sich zusammen mit ihrem Kind in der Freizeit bewegen. So kann bei kurzen Wegen das Auto auch einmal stehen bleiben.
  • Der tägliche Weg zu Schule oder zur Kita sollte nach Möglichkeit mit dem Fahrrad oder zu Fuß zurückgelegt werden.
  • Die Nutzungszeiten von Fernseher, Computer oder Smartphone sollten begrenzt und gemeinsam festgelegt werden.
  • Experten empfehlen, einen fernsehfreien Tag in der Woche oder ab und zu ein fernsehfreies Wochenende einzulegen.
  • Kinder und Jugendliche sollten täglich Freizeit im Freien mit Bewegungsspielen verbringen können.

Erkennen und behandeln

Asthma ist die häufigste chronische Erkrankung
bei Kindern – Programme der AOK Freising
wollen sie dabei unterstützen,
beschwerdefrei zu leben

Ob ein Kleinkind Asthma hat, ist gar nicht so leicht zu erkennen. Häufige Erkältungen oder eine Bronchitis, Husten mit brummenden oder leicht pfeifenden Geräuschen beim Atmen, bei körperlicher Anstrengung oder kaltem Wetter können Hinweise auf Asthma bei Kindern sein. „Der Verlauf der Erkrankung ist sehr unterschiedlich, die meisten Kinder leiden unter einer leichten Form des Asthmas und bei der Hälfte der Kinder verschwinden die Asthmabeschwerden in der Pubertät“, sagt Harald Anzinger von der AOK in Freising. Asthma bronchiale ist eine chronische Erkrankung der Atemwege und die häufigste chronische Erkrankung bei Heranwachsenden. Etwa zehn Prozent der Kinder in Deutschland sind betroffen. Jungen erkranken häufiger als Mädchen.

Schwere Asthmaanfälle können lebensbedrohlich sein, deshalb ist eine gezielte Asthmatherapie wichtig. Dazu bieten die gesetzlichen Krankenkassen ihren betroffenen Versicherten strukturierte Behandlungsprogramme an, sogenannte Disease-Management-Programme (DMP). „Ab sofort können auch Kinder ab dem zweiten Lebensjahr an diesen strukturierten Asthmabehandlungen teilnehmen“ so Harald Anzinger. Wichtigstes Ziel der Behandlung ist die Asthmakontrolle und somit ein weitgehend beschwerdefreies Leben. Mithilfe von Medikamenten lässt sich Asthma gut in den Griff bekommen. Darüber hinaus soll die Behandlung helfen, den Alltag möglichst normal zu gestalten: Das heißt auch, dass Kinder mit Asthma Sport treiben können und an Klassenfahrten teilnehmen dürfen. „Eltern sollten Lehrer und Betreuer jedoch über die Krankheit des Kindes informieren“, so Harald Anzinger. 

Kostenfreie Patientenschulung und Hörbuch für Kinder

Wissen, was im Notfall zu tun ist, müssen aber auch Eltern und das betroffene Kind selbst. Daher ist es wichtig, dass Eltern und Kind eine Patientenschulung besuchen, in der ihnen alles Notwendige rund um die Therapie von Asthma erklärt wird. Solche Schulungen sind Bestandteil der strukturierten Behandlungsprogramme. Neben der Behandlung ist es zudem entscheidend, das Kind vor den Auslösern von Asthma zu schützen. Ein entscheidender Asthma-Auslöser ist Zigarettenrauch. Daher sollten Kinder in einer rauchfreien Umgebung aufwachsen.

Für Kinder mit Asthma hat die AOK ein Hörbuch entwickelt: „Die mutigen Vier“ – eine spannende Detektivgeschichte. Das Hörbuch gibt es als Gratis-Download unter www.aok.de/bayern/diemutigenvier. Wer das Hörbuch lieber auf CD haben möchte, kann sich diese ebenfalls gratis in den Geschäftsstellen der AOK Freising abholen.

Viel hilft viel

Am 15. November ist bundesweiter Vorlesetag – zum Vorlesen zählt auch das gemeinsame Betrachten von Büchern

Viele Eltern fassen den Begriff des Vorlesens zu eng und denken, dass dazu immer ein gedrucktes Buch mit viel Text gehört. Schauen Eltern gemeinsam mit ihren Kindern Wimmelbücher an oder lesen Texte vom E-Reader vor, verstehen dies viele nicht als Vorlesen. Mit Babys einfache Bilderbücher zu betrachten gehört für jeden fünften Befragten nicht dazu – obwohl gerade diese Impulse von Anfang an für die Entwicklung von Kindern wichtig sind.

Foto: Stiftung Lesen / Oliver Rüther

Dies zeigt die Vorlesestudie 2019, die kürzlich vorgestellt wurde. Die Studie ist wie der bundesweite Vorlesetag am 15. November ein gemeinsames Projekt von Stiftung Lesen, der Zeitung „Die Zeit“ und der Deutschen Bahn Stiftung. „Viele Eltern verstehen den Begriff des Vorlesens zu eingeschränkt. Vor allem jene, die selten vorlesen, denken nur an das klassische Lesen von Buch mit Text. Auch Comics und Bilderbücher anschauen oder das Erzählen von Geschichten hilft den Kindern, Sprache zu entwickeln und lesen zu lernen“, erklärt Jürgen Kornmann von der Deutschen Bahn Stiftung.

Rund 32 Prozent aller Eltern in Deutschland lesen ihren Kindern im Vorlesealter von zwei bis acht Jahren zu selten oder nie vor. Dieser Wert hat sich seit 2013 nicht verändert. Vor allem Eltern mit formal niedriger Bildung lesen zu selten oder nie vor (51%) und haben darüber hinaus einen besonders konservativen Vorlesebegriff. Die Studie hat zudem herausgefunden, dass berufstätige Mütter mehr vorlesen als nicht berufstätige. Väter sind weiterhin Vorlesemuffel, 58 Prozent von ihnen lesen selten oder nie vor. Täglich eine Viertelstunde Vorlesen wird empfohlen.