Anzeigensonderveröffentlichung

Die große regionale Wirtschaftsbeilage

Stadt und Landkreis Freising:

Wirtschaftlich stark trotz Krise und die Zukunft im Fokus

Foto: Marco Einfeldt

Die große regionale Wirtschaftsbeilage für Stadt und Landkreis Freising zeigt deutlich, was Landrat Helmut Petz und Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher in ihren Grußworten zur Printausgabe angesprochen haben: Freising setzt auf Tradition und Innovation. Die Umgestaltung der Innenstadt, die Ansiedlung zukunftsträchtiger Unternehmen, die Bedeutung regionaler, familiengeführter Unternehmen, Umwelt- und Naturschutz sind nur einige prägnante Beispiele hierfür. Nicht zuletzt trägt die hohe Identifikation der Menschen mit ihrem Wohn-, Lebens- und Arbeitsort viel dazu bei, dass Stadt und Landkreis Freising auch künftig zu den prosperierenden Regionen zählen werden. 

Tradition, Stabilität und Vertrauen

Familienunternehmen halten die Wirtschaft am Laufen – das zeigt sich aktuell besonders deutlich

Wer Fliesen nur mit Bad und Küche in Verbindung bringt, sollte sich bei Fliesen Waldhier umschauen: Hier eröffnen sich ganz neue keramische Welten, individuelle Beratung und perfekte Ausführung inklusive, so wie es Firmentradition ist.  Foto: Johannes Simon

Ihre Produkte entstehen im Wohnzimmer oder in der Küche, ihr Weg zum Erfolg ist von Rückschlägen, Streit und Selbstaufgabe im Privaten geprägt. Der Begriff Familienunternehmen ruft romantisierte Vorstellungen vom klugen Geschäftsmann hervor, der seine Kinder schon im frühen Alter mit Leidenschaft an sein Lebenswerk heranführt und zu Nachfolgern heranzieht. 2018 machte das ZDF aus den großen deutschen Familienunternehmen gar eine entsprechend anmutende Fernsehserie, „Deutschlands große Clans“. Welche Bedeutung haben Familienunternehmen in Deutschland?

Otto, Bertelsmann, Persil, Volkswagen, Aldi – die Liste der bekannten und erfolgreichen deutschen Familienunternehmen ist lang, und sie haben einen entsprechenden Einfluss auf die gesamte Wirtschaft des Landes. Laut der Stiftung Familienunternehmen machten 2017 Familienunternehmen 90 Prozent aller aktiven Unternehmen in Deutschland aus, beschäftigten 58 Prozent aller Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und verantworteten 52 Prozent des Gesamtumsatzes. Nicht mehr alle, aber die meisten dieser Unternehmen sind nicht nur familienkontrolliert, sondern auch inhabergeführt.

Familienunternehmen haben also einen beachtlichen Anteil am deutschen Wohlstand, haben über die Zeit eine Vielzahl von Arbeitsplätzen geschaffen – und machen damit kontinuierlich weiter. Dieselbe Untersuchung der Stiftung Familienunternehmen weist vor, dass die 500 größten Familienunternehmen ihre Beschäftigtenzahl zwischen 2007 und 2016 um 23 Prozent erhöht haben. Das jährliche Beschäftigungswachstum von Familienunternehmen war in den vergangenen Jahren annähernd doppelt so hoch wie bei Nicht-Familienunternehmen. Auch sonst, so legen es einschlägige Studien nahe, beleben geschäftstüchtige Familien in Deutschland das Geschäft.

Nicht nur die Beschäftigungszahl steigt, sondern auch der Umsatz. Auch gemessen an den Kennzahlen, Return on Assets (Gesamtkapitalrendite) sowie Return on Equity (Eigenkapitalrendite), schneiden Familienunternehmen signifikant besser ab als andere. Rainer Kirchdörfer, Vorstand der Stiftung Familienunternehmen, begründete das unter anderem damit, dass „Familienunternehmen auf lange Sicht und mit Substanz wirtschaften“. Diese Tugenden übertragen sich an die Börse und setzen damit einen Kontrapunkt in einem Umfeld, in dem es häufig vor allem darum geht, die Erwartungen von Investoren zu steuern. „Je stärker der Familieneinfluss in einem Unternehmen, desto stärker treten die positiven Effekte zutage.“

Gerade in ländlichen Räumen bringen Familienunternehmen Stabilität. Laut einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IdW) im Auftrag der Stiftung Familienunternehmen sind sie ein entscheidender Faktor für die Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse in Stadt und Land. In ländlichen Regionen, in denen es viele Familienunternehmen gibt, nimmt die Einwohnerzahl zu, und die Abwanderung von jungen Menschen ist geringer. Regionen mit hoher Dichte an Familienunternehmen weisen außerdem einen höheren Wohlstand auf, haben höhere Ausbildungsquoten, niedrigere Arbeitslosenzahlen und sind innovativer.

Garanten für Lebensqualität

„Familienunternehmen sind ein Garant dafür, dass die Menschen abseits der Metropolen gut leben können. Sie festigen den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Zusammenhalt und ermöglichen gleiche Lebensverhältnisse in Stadt und Land“, so Rainer Kirchdörfer in der genannten Studie. „Gleichwertige Lebensverhältnisse in Deutschland kann es nur mit starken Familienunternehmen geben.“

Die Arbeitslosenquote, so heißt es in der Studie weiter, ist in stark von Familienunternehmen geprägten Landkreisen fast doppelt so niedrig wie in der Gruppe mit den geringsten Anteilen. Diese Landkreise verzeichneten zudem in der Zehnjahresfrist einen stärkeren Zuwachs an Beschäftigung. Das färbt auch auf die Ausbildung ab: Wo viele Familienunternehmen sind, ist auch die Ausbildungsquote höher. 4,9 Prozent beträgt sie in Regionen mit den höchsten Anteilen an Familienunternehmen, in ländlichen Regionen mit geringem Anteil sind es 3,7 Prozent.

Eine hohe Dichte an Familienunternehmen im ländlichen Raum sorgt außerdem für eine positive Bevölkerungsentwicklung. Während die Bevölkerung in diesen Regionen im Zeitraum von 2008 bis 2018 im Schnitt um zwei Prozent gewachsen ist, ging die Bevölkerung in Regionen mit unterdurchschnittlichem Familienunternehmensanteil zurück. „Familienunternehmen schaffen es, zu einer intensiveren Bindung der jungen Menschen an die Region beizutragen und damit die dezentralen Stärken und den Wohlstand in den Regionen zu sichern“, schreiben die Autoren. Den höchsten Zuwachs der untersuchten Landkreise hatte dabei Freisings Nachbarlandkreis Erding, in dem ebenfalls zahlreiche Familienunternehmen ansässig sind.

Auch der Landkreis Freising wird von einigen, traditionsreichen Familienunternehmen gesellschaftlich und wirtschaftlich mitgetragen. Dazu zählt zum Beispiel das Fuhrunternehmen Obermeier in Zolling-Abersberg. Seit 1824 lebt die Familie Obermeier auf dem Niedermoar-Hof und bewirtschaftete dort anfangs landwirtschaftliche Flächen. Es war der aufdringliche Nachbar, der aus dem bäuerlichen Betrieb im Laufe der Jahre ein Fuhr- und Transportunternehmen machte: das Anglberger Kraftwerk, errichtet auf einem ehemaligen Grundstück der Familie Obermeier. Als 1982 der Bau von Block 5 des Kohlekraftwerks begann, erweiterte Josef Obermeier senior seinen 1979 gegründeten Betrieb um Sand- und Kiesabbau aus der eigenen Kiesgrube. Das Geschäft brummte, nicht zuletzt, weil der naheliegende Flughafen München das Unternehmen Obermeier ab 1985 für zahlreiche Baumaßnahmen im Erdinger Moos beauftragte. Zu den Firmenkunden gehörten nicht nur gewerbliche und öffentliche Auftraggeber, sondern auch private Bauherren.

Ein anderes, traditionsreiches Familienunternehmen im Landkreis ist Rollladen Nowak in Langenbach: Seit mehr als 50 Jahren führt die Familie eine Firma für Sonnenschutz, Garagentore und Insektenschutz. Von Rollladen über Textilscreens und Sonnenschirme bis hin zu Markisen bedient Rollladen Nowak ein breites Produktfeld im Sonnenschutz. Nach der Gründung durch Anton Nowak wurde der Familienbetrieb ab 1979 von Leo Nowak weitergeführt. 1982 kam der Rollladen- und Sonnenschutz-Techniker Robert Wegmann als zweite treibende Kraft hinzu, und seit 2006 leiten er und Tina Wegmann das fachkundige Team gemeinsam.

Es geht doch nichts über einen individuellen Sonnen- und Sichtschutz. Beim Familienunternehmen Rollladen Nowak gibt es für jedes Problem die maßgeschneiderte Lösung. Foto: Johannes Simon 

Fliesen Waldhier ist seit mehr als 40 Jahren im Landkreis Freising ein fester Begriff. Zu den ersten Auftraggebern seit 1976 zählten private Bauherren, die Stadt München und Bauträger aus der Region. Gegründet wurde der Meisterbetrieb für Fliesen-, Platten- und Mosaiklegerhandwerk durch Heinrich Waldhier, zwei Jahre später kamen die ersten Mitarbeiter dazu. Zusammen mit Hermine Waldhier wird der Verlegebetrieb und Fachhandel bald weiter ausgebaut, ab 1983 werden Lehrlinge ausgebildet. 1991 eröffnete Fliesen Waldhier die ersten Ausstellungsräume in der Hauptstraße in Hallbergmoos – mittlerweile sitzt die Firma im Hallbergmooser Gewerbegebiet. Ab 2004 sind die heutigen Inhaber Susanne und Alexander Waldhier im Betrieb, sie damals noch im Ein- und Verkauf, er als Meister im Fliesen-, Platten- und Mosaiklegerhandwerk. Zehn Jahre später erhält der Betrieb von der Fachzeitschrift Caro die Auszeichnung „Händler des Jahres 2014“.

Ein weiteres, bekanntes Familienunternehmen der Region: Elektrotechnische Werke Driescher in Moosburg. Bereits zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts hat Fritz Driescher senior erkannt, welche Bedeutung die Stromversorgung in den folgenden Jahren bekommen sollte. Mit nur 24 Jahren gründete er 1909 in Kapellen am Niederrhein seine Firma und legte damit den Grundstein für eine bis heute andauernde Erfolgsgeschichte der Driescher-Firmen. In den Anfangsjahren stand die Elektrifizierung von Brunnen, Zentrifugen, Häcksel- und Drehmaschinen im Vordergrund. Schon ein Jahr nach der Gründung arbeiteten 30 Elektromonteure beim Familienunternehmen. Weil es erfolgreich weiterging, wurde 1939 ein großes Zweigwerk in Moosburg eröffnet, das 1948 in den Besitz von Fritz Driescher junior überging und heute als Driescher Moosburg bekannt ist. Seitdem kamen eine Handvoll weitere Unternehmenszweige dazu, Driescher Eisleben, Zichovice, Dribo Brno und Driescher Energy Solutions in Moosburg. 2005 kam sogar eine Tochter in China hinzu, die Xi’an Driescher Energy Solutions.

Zusätzlich zu diesen vier Adressen gibt es im Landkreis Freising noch eine Vielzahl weiterer, erfolgreicher Familienunternehmen. Was Innovationen angeht, wird Familienunternehmen oft nachgesagt, traditionell zu denken und sich zu langsam weiterzuentwickeln – gerade im Vergleich zu jungen, erfolgreichen Start-ups. Vielleicht hängen Familienunternehmen den Fortschritt jedoch nicht so gerne an die große Glocke, denn die Realität sieht anders aus: Viele tradierte deutsche Unternehmen haben bereits Innovationszentren und eigene Einheiten gegründet, die gezielt neue Produkte und Geschäftsmodelle entwickeln. Dabei offenbaren sich grundsätzliche Unterschiede zu Start-ups und zu Konzernen.

Kaffeepause im Baustellenwirrwar

Die Umgestaltung der Innenstadt dauert und dauert, doch die Freisinger nehmen es meistens gelassen 

Von „in Ruhe einen Kaffee trinken“, kann momentan in der Freisinger Innenstadt noch nicht die Rede sein. Doch Einwohner und Besucher machen das Beste daraus und nehmen den Baustellenlärm als unvermeidliche Begleitmusik zur Erholungspause nach der Parkplatzsuche in Kauf.  Foto: Johann Kirchberger

Die Sanierung der Innenstadt – eine unendliche Geschichte scheint es. Start der Bauarbeiten war 2016, bis alles fertig ist, wird es wohl noch fünf Jahre dauern. Bis dahin lebt die Stadt Freising mit den Bauarbeitern, die Sommer wie Winter irgendetwas in der Hauptstraße vergraben. Die sanierungsbedürftigen Abwasser-, Gas- und Wasserleitungen mussten erneuert werden, die Stromkabel ausgetauscht und schließlich auch noch die Rohre für die Fernwärme verlegt werden. Erst dann konnte es damit losgehen, auf insgesamt 3000 Quadratmetern 36.000 Natursteine zu verlegen.

Geduldig schauten und schauen die Freisinger zu, wie mal ein Teil der Unteren Hauptstraße gesperrt wird, akzeptieren, dass der Marienplatz mal Wendehammer ist und mal komplett dicht gemacht wird, nehmen in Kauf, dass die Obere Hauptstraße von Zeit zu Zeit unbefahrbar ist und nutzen die Gelegenheit, zwischendurch mal von der Bahnhofstraße in die Ziegelgasse fahren zu können und dann wieder nicht. Jetzt könnte man natürlich sagen, mitten in so einer Riesenbaustelle haben Autos nichts verloren, das glauben aber nicht alle. Manche, so scheint es, fahren bewusst durch gesperrte Straßen, nutzen die engen Furten, die das Baustellenmanagement für Fußgänger und Radler frei lässt und scheren sich nicht um Verbotsschilder aller Art. Unfreiwillig bieten sie damit mit ihren teils verzweifelten Wendemanövern Gesprächsstoff für jene Stadtbesucher, die zu Fuß unterwegs sind oder in einem Straßencafé sitzen.

Fast unendliche Geduld

Ja, das ist schon bewundernswert, wie sich die Freisinger verhalten. Ungerührt sitzen sie auf Stühlen und an Tischen, die da unmittelbar neben und zwischen Baumaschinen und Baumaterialien aufgestellt sind, wollen sich offenbar aus nächster Sicht vom Baufortgang überzeugen, wollen den Arbeitern zusehen oder sich einfach über Gott und die Welt unterhalten. Falls bei dem Baulärm überhaupt eine Unterhaltung möglich ist. Denn teilweise wird schweres Gerät eingesetzt. Momentan ist das so in der Oberen Hauptstraße. Dort wird an der Öffnung der Moosach gearbeitet, tiefe Löcher werden gebohrt, sanierungsbedürftige Ufermauern abgebrochen und durch neue Einfassungen ersetzt, die auf Bohrpfählen gegründet werden. Von der Hirtlederergasse bis zur Bahnhofstraße wird der Deckel über der Stadtmoosach geöffnet und wieder geschlossen. Aber nur teilweiBachlauf offen. Sitzelemente, Bäume und Fahrradständer, Sitzstufen mit Holzauflagen und Treppenstufen hinunter zum Wasser werden gebaut und sollen für eine enorme Steigerung der Aufenthaltsqualität in der Innenstadt sorgen. Vorerst ist es aber noch nicht soweit. Vorerst ist das alles eine Großbaustelle, und die Freisinger, die da ihr Bier oder ihren Kaffee in unmittelbarer Nachbarschaft der Bauarbeiter genießen, müssen viel Fantasie entwickeln, um sich vorzustellen, wie schön das alles einmal wird.

Die stoische Gelassenheit dieses Freisinger Bären hat sich inzwischen auf etliche Freisinger übertragen. Sie haben sich mit dem Baustellen-Durcheinander in der Innenstadt arrangiert und freuen sich auf eine „neue“ Altstadt.

Foto: Johann Kirchberger 

Angestrebt wird ein niveaugleicher, barrierefreier und verkehrsberuhigter Ausbau der Innenstadt. Die Straßen sollen mit Granit belegt und mit allerhand Bänken, Radlständern, Quadern und Bäumen in bunten Kübeln ausgestattet werden. Teilweise ist schon umgesetzt, wie das einmal komplett aussehen soll. Die Arbeiten in der Heiliggeistgasse etwa sind abgeschlossen, auch das Teilstück der Unteren Hauptstraße bis zur Amtsgerichtsgasse und die General-von-Nagel-Straße sind bereits umgestaltet. Zur Freude der Geschäftsleute, die so lange mit den Behinderungen gelebt haben. Aber auch zur Freude mancher Autofahrer, die diesen Bereich eifrig nutzen, um ihre Fahrzeuge abzustellen. Die Rede ist bereits von einem kostenlosen Großparkplatz. Zwar gehen Verkehrsüberwacher durch die Innenstadt, doch die kommen nicht damit nach, allen Ignoranten Verwarnungszettel an die Windschutzscheibe zu heften. Und am Wochenende, wenn sie dienstfrei haben, regiert das Chaos.

Großes Thema: Moosachöffnung

Die Mehrheit der Freisinger, zumindest wenn sie zu Fuß unterwegs ist, schimpft auf diese Autofahrer, doch der Umbau selbst scheint ihnen zu gefallen. Zumindest wurden bisher keine Klagen laut. Klagen kommen freilich von einigen Hausbesitzern. Denn vor allem in der Heiliggeistgasse geht es denen zeitweise nass rein. Bei starken Regenfällen nämlich kommt es immer wieder zu Überschwemmungen, und das Wasser läuft in die Häuser, weil es keine Gehsteige mehr gibt. Ein Ärgernis, das eigentlich gar nicht sein dürfte, denn Bauingenieure haben im Vorfeld alles genau ausgerechnet und sind zu dem Schluss gekommen, dass allenfalls ein Jahrhunderthochwasser für nasse Füße der Anlieger sorgen könnte. Peinlich ist nur, dass so ein Jahrhunderthochwasser plötzlich jedes Jahr auftritt, im Juli 2019 stand das Wasser 40 Zentimeter hoch und überflutete Wohnungen und Geschäfte. Jetzt wird nachgebessert, Umgehungssammler werden gebaut und neue Rückhaltebecken – und das alles zum Sonderpreis von etwa acht Millionen Euro. 

Oberbürgermeister, Stadträte und Stadtverwaltung sind auf alle Fälle bemüht, solche Missstände rasch zu beseitigen und bemühen sich auch, die Bevölkerung rasch und umgehend darüber zu informieren, was nun gerade gesperrt ist, wo man mit dem Auto fahren kann, wo das Radl zum Einsatz kommen kann und wo man für kurze Zeit nur zu Fuß hinkommt. Auf der Homepage der Stadt etwa, oder neuerdings auch mit einer eigenen Baustellenzeitung. Aber so richtig aktuell kann die auch nicht sein, weil Straßensperren fast täglich auf- und abgebaut werden und man sich kaum darauf verlassen kann, dass morgen alles noch so ist, wie es gestern war.

Natürlich nerven die baustellenbedingten Belastungen, räumt OB Tobias Eschenbacher in der Baustellenzeitung ein. Aber „wir stehen jetzt am Anfang eines der entscheidensten Kapitel unserer Umgestaltung“. Damit meint er natürlich die Moosachöffnung in der Oberen Altstadt. Ein ganz großes Thema sei das, „auf das wir hinfiebern“, auch wenn dadurch Anlieger und Passanten noch einmal viel abverlangt werde.

„Gemeinsam stehen wir das durch“, formuliert der Oberbürgermeister. Die drei berühmt gewordenen Wörter „Wir schaffen das“, die hat er sich allerdings doch lieber gespart. Aber er ist und bleibt begeistert von der Umgestaltung der Innenstadt, und preist sie als „den größten denkbaren Beitrag der Wirtschaftsförderung zur Zukunftssicherung des Einkaufs- und Erlebnisraumes Altstadt“.    Johann Kirchberger