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Aus- und Weiterbildung

Erfolgreich zugeschaltet

Mit diesen Tipps kann man sich auf das Telefon-Interview oder Online-Gespräch der Bewerbung gut vorbereiten

Wo will ich hin, auf wen und auf was treffe ich dort? Vor dem Interview, egal ob beim Vor-Ort-Termin, via Telefon oder Video, sollte man sich intensiv über die Wunschfirma informieren, zum Beispiel online. Foto: djd/DEVK/JenkoAtaman - stock.adobe.com

Ob eine Ausbildungsstelle als Versicherungskauffrau, Fachinformatiker oder Mediendesigner: Bewerbungsgespräche finden nicht erst seit der Corona-Pandemie vermehrt per Telefon oder Videotelefonie statt. Damit das Gespräch erfolgreich verläuft, gilt es einiges zu beachten.

1. Passendes Gesprächsumfeld

Am besten gehen Bewerber an einen ruhigen, ungestörten Ort. Die Umgebung sollte aufgeräumt sein. Damit es keine bösen Überraschungen gibt: sicherheitshalber vorab die gesamte Technik prüfen. Empfehlenswert ist es, nicht hektisch ins Gespräch zu gehen, sondern genügend Zeit einzuplanen. Und nicht vergessen: Vor dem Interview auf die Toilette gehen.

2. Gut informiert

Im Gespräch kommt oft die Rede auf Angaben aus dem Lebenslauf oder dem Anschreiben. Vorher also am besten noch einmal alles durchlesen und griffbereit haben – ebenso wie Block und Stift für Notizen. Wichtig ist, dass sich die künftigen Azubis über das Unternehmen gut informiert haben und auch auf Standardfragen vorbereitet sind. Wissenswertes rund um die Ausbildung zum Beispiel bei den DEVK Versicherungen, findet man unter hier.

3. Angemessen kleiden

Der erste Eindruck zählt. Dass man als potenzieller Auszubildender nicht in Jogginghose vor dem Bildschirm sitzt, sollte selbstverständlich sein. Am besten kleidet man sich genauso wie für das klassische Bewerbungsgespräch vor Ort.

4. Mimik und Gestik

Beim Interview kommt es gut an, wenn Bewerber aufrecht sitzen, ab und zu lächeln und nicht nervös herumspielen – etwa mit dem Stift. Denn bei der Videotelefonie beobachtet und bewertet der Personaler Mimik und Gestik des Bewerbers, ganz wie beim Präsenztermin. Außerdem ist es wichtig, deutlich und nicht zu schnell zu reden. Wer wegen der Nervosität einen trockenen Hals hat, stellt sich am besten ein Glas Wasser bereit.

5. Höflich verabschieden

Wer die Namen der Gesprächsteilnehmer im Gespräch via Telefon- oder Videokonferenz einfließen lässt, vermittelt wirkliches Interesse. Am Ende kann man sich mit direkter Ansprache und einem Dank für das Gespräch verabschieden.

Testergebnis: Traumjob

Ein Erkundungstool der Bundesagentur für Arbeit unterstützt Azubis in spe bei der Lehrstellensuche

Welche Ausbildung, welches Studium passt zu mir? Bei der Beantwortung dieser wichtigen Frage soll „Check-U“ helfen, das Erkundungstool für berufliche Orientierung der Bundesagentur für Arbeit. Der frei zugängliche, kostenlose und psychologisch fundierte Test regt die Auseinandersetzung mit den eigenen Fähigkeiten, sozialen Kompetenzen, fachlichen Interessen und  beruflichen Vorlieben an. Darüber hinaus gleicht er das individuelle Stärkenprofil junger Menschen mit den Anforderungen von über 600 Ausbildungsberufen ab.

Außerdem soll ein neuer Praxisleitfaden Lehrkräfte beim erfolgreichen Einsatz von Check-U im Berufsorientierungsunterricht begleiten. Der Praxisleitfaden für Lehrerinnen und Lehrer bietet Informationen und Materialien für die Arbeit mit Check-U im Berufsorientierungsunterricht der Sekundarstufe I. Vorgestellt werden die vier Testmodule von Check-U sowie die psychologischen und berufskundlichen Grundlagen des Tools. Dieses wurde mit wissenschaftlicher Begleitung entwickelt und ersetzt ab September 2020 das „Berufe-Universum“.

Lehrkräfte sowie Berufsberaterinnen und Berufsberater berichten im Praxisleitfaden, wie sie Check-U einsetzen und geben Tipps dazu. Außerdem gibt die Publikation Lehrerinnen und Lehrern zwei umfassende Unterrichtsideen zu Check-U an die Hand. Dazu passend stehen Arbeitsblätter speziell für Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I bereit. Der Praxisleitfaden Check-U erscheint online und steht zusammen mit den dazugehörigen Arbeitsblättern auf www.planet-beruf.de und www.arbeitsagentur.de/check-u-lehrkraefte zum kostenfreien Download zur Verfügung.

Alle Chancen nutzen

Wie Schüler sich jetzt ihren Ausbildungsplatz im Handwerk sichern können

Franz Xaver Peteranderl, Präsident der Handwerkskammer für München und Oberbayern. Foto: Michael Schuhmann

Wegen der Corona-Pandemie sind bei Jugendlichen, die in diesem Sommer einen Ausbildungsplatz suchen, Kreativität und Improvisationstalent gefragt. Aber auch die Betriebe müssen sich anpassen, um ihre Lehrstellen zu besetzen. Ausbildungsmessen und Veranstaltungen zur Berufsorientierung wurden vielfach verschoben oder gleich ganz abgesagt. Informationen werden daher vor allem online abgerufen, Vorstellungsgespräche finden oftmals per Online-Meeting über Whatsapp, Skype oder Microsoft Teams statt.

Einen ersten Überblick über die rund 130 Ausbildungsberufe des Handwerks bietet die Internetseite. Dort kann jeder herausfinden, welcher Beruf zu seinen Vorstellungen und Fähigkeiten passt. Wer vorab ins Handwerk hineinschnuppern möchte, kann dies bei einem Praktikum tun. Offiziell beginnt das Ausbildungsjahr zwar am 1. September, doch Lehrverträge können auch noch im weiteren Verlauf des Jahres geschlossen werden. Einen Überblick über das aktuelle Angebot an Ausbildungsplätzen bietet die Lehrstellenbörse der Handwerkskammer sowie die Internetseite www.lehrstellen-radar.de. Für Gespräche in der Handwerkskammer, per Telefon, E-Mail oder über Social Media stehen die Ausbildungsberater nach Terminabsprache gerne zur Verfügung. Bei der Suche nach der passenden Lehrstelle helfen außerdem die Berufsberater der Arbeitsagenturen sowie Innungen und Fachverbände.

Denn auch in der Corona-Krise bietet das Handwerk sehr gute Karrierechancen. Mehr als die Hälfte der Betriebe wollen laut einer aktuellen Umfrage der Handwerkskammer für München und Oberbayern genauso viele Lehrlinge ausbilden wie im Vorjahr, zehn Prozent wollen ihr Angebot sogar erhöhen. „Gerade nach der Corona-Krise brauchen die Unternehmen bestens ausgebildete Handwerker, um unsere Wirtschaft wieder in Schwung zu bringen“, betont Kammerpräsident Franz Xaver Peteranderl.

Virtuelle Börse für Eltern und Schüler

Orientierung, Information, Kommunikation – ein Online-Treff will generationenübergreifend bei der Ausbildungsplatzsuche unterstützen

Wie kommen Interessensgruppen in herausfordernden Zeiten zusammen? Im WWW ist es momentan oft ungleich einfacher als vor Ort, sich zu treffen und zu finden – So bieten das Netzwerk „Schulewirtschaft“ Bayern sowie Sprungbrett Bayern im Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft e. V. in diesem Monat jeweils einen weiteren Online-Treff für Jugendliche sowie für Eltern an. Zielgruppen sind junge Menschen, die noch einen Ausbildungsplatz suchen, und deren Eltern. Jugendliche haben bei der Suche nach einem Ausbildungsberuf die Wahl aus vielen Möglichkeiten. Diese Vielfalt an Berufsfeldern erfordert eine hohe Entscheidungskompetenz und überfordert viele Schülerinnen und Schüler. Den Eltern kommt in dieser Phase eine wichtige Rolle zu. In dem Online-Treff werden unter anderem die Fragen geklärt, warum die Eltern in dieser Phase wichtig sind und wie sie ihre Kinder am besten unterstützen können. Der Termin findet am Donnerstag, 9. Juli um 17.30 Uhr statt.

Der Online-Treff für Schülerinnen und Schüler richtet sich an Jugendliche, die für 2020 noch einen Ausbildungsplatz suchen oder die noch nicht genau wissen, welche Ausbildung sie später machen sollen. Es wird aufgezeigt, wie man mehr über die eigenen Stärken herausfinden kann und wie man zu Unternehmen finden kann, die zu einem passen. Dieser Termin ist am Donnerstag, 9. Juli um 16 Uhr.

Die Teilnahme an den Seminaren ist kostenfrei. Hier geht es zur Anmeldung. Informationen zu Sprungbrett Bayern gibt es zudem unter www.bildunginbayern.de.