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Aktiv im Leben

Spaß beim silbernen Surfen

Noch immer scheinen viele Senioren der Internet-Nutzung zu misstrauen – dabei lohnt es sich, digitale Medienkompetenz zu erwerben

Bei vielen Menschen lassen altersbedingt Fingerfertigkeiten und Sehvermögen nach. Dann können spezielle Programme Hilfe leisten. Foto: djd/emporia Telecom/Katharina Schiffl

Während das Internet für jüngere Menschen oft unverzichtbar ist, scheinen viele über 65-Jährige hierzulande nach wie vor noch Vorbehalte gegen die virtuelle Kommunikation und Information zu haben. Dies zeigen aktuelle Studien. Die Mehrheit der Älteren ist unsicher im Umgang mit dem Internet und der digitalen Welt. Doch gerade das Internet verschafft auch Senioren die Möglichkeit, ein Stück weit unabhängig zu werden beziehungsweise zu bleiben.

Zahlreiche Möglichkeiten

Circa zehn Millionen Menschen in Deutschland nutzen das Internet gar nicht, berichtet die Deutsche Seniorenliga, eine aktuelle Studie der Bertelsmann-Stiftung zitierend: Demnach bestehe die Gruppe der „Offliner“ zu 75 Prozent aus über 65-Jährigen. „Dabei bietet die digitale Technik zahlreiche Möglichkeiten, um das Leben im Alter zu erleichtern“, meint Erhard Hackler, geschäftsführender Vorstand der Deutschen Seniorenliga. So könnten Senioren über das Internet beispielsweise Waren des täglichen Lebens bequem nach Hause bestellen, aber eben auch mit Freunden und der Familie kommunizieren. „Und mit digital unterstützten Pflegeangeboten wird es für ältere Menschen leichter, möglichst lange in der eigenen Wohnung zu wohnen und selbstbestimmt am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben“, so Hackler.

Digitale Kompetenz

Für eine verstärkte Nutzung der neuen Medien seitens der Senioren müssen allerdings zwei Grundvoraussetzungen erfüllt sein: Zum einen müssen auch sie, wie die Deutsche Seniorenliga unterstreicht, Zugang zum Internet haben, was nur durch entsprechende Computerkenntnisse möglich sei. In Sachen digitale Kompetenz fühlten sich laut Interessenverband viele Deutsche im Rentenalter immer noch abgehängt. Gemeinden und Kommunen sollten Infrastrukturen zur Erlangung von Medienkompetenzen für Senioren aufbauen und bestehende stärker unterstützen. Unter anderem bieten örtliche Volkshochschulen das nötige Know-how. Wenn nicht, kann es hilfreich sein, durch gezieltes Nachfragen den jeweiligen Bedarf zum Ausdruck zu bringen. Zum anderen sollten sich aber auch Hersteller und Anbieter auf die älteren Kunden, die auch als „Silver Surfer“ bezeichnet werden, einstellen. „Dabei wäre es beispielsweise auch wichtig zu vermitteln, welchen Mehrwert eine im Internet angebotene Dienstleistung tatsächlich bringt.“ Denn sobald Ältere den für sie zusätzlichen Nutzen erkennen, seien sie fast euphorisch. Die Anbieter sollten also im eigenen Interesse wesentliche Produktinformationen und Vorteile deutlicher kommunizieren, so Hackler: „Ein großes Potenzial interessierter und kaufkräftiger Best-Ager liegt bisher schlichtweg brach!“

Einige Unternehmen haben dies indes erkannt, Seniorenhandy-Hersteller wie zum Beispiel Emporia bieten Apps an, die die Bedienoberfläche eines Android-Smartphones in ein leichter verständliches Gerät umwandeln. Außerdem gibt es Apps, die unter anderem Bücher konvertieren und vorlesen. Sprachnachrichten-Apps mit Diktiersoftware ermöglichen die Versendung von E-Mails, ohne dass der Text getippt werden muss.

Praktisches Wissen

Eine neue kostenlose Broschüre will darüber informieren, wie Naturheilmittel in der häuslichen Pflege richtig eingesetzt werden können

Um pflegenden Angehörigen praktisches Wissen zum Einsatz klassischer Naturheilmittel bei der Pflege leicht zugänglich zu machen, aber auch über Risiken aufzuklären, hat das Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) gemeinsam mit der Charité-Universitätsmedizin Berlin einen neuen kostenlosen Ratgeber erarbeitet. Denn richtig angewendet können bestimmte Naturheilmittel helfen, gesundheitlichen Problemen vorzubeugen. Zudem fördern manche das Wohlbefinden, lindern erkrankungsbedingte Symptome oder können zur Heilung beitragen. Sie können konventionelle Medikamente ergänzen oder teilweise verzichtbar machen.

Dies gilt auch bei Erkältungssymptomen, die gerade für ältere pflegebedürftige Menschen besonders belastend und sogar gefährlich sein können. So kann bei Husten etwa Thymiantee eingesetzt werden. Durch seine schleimlösende Wirkung wird das Husten erleichtert. Auch selbst hergestellter Zwiebelsaft und warme Brustwickel helfen, den Husten-Schleim zu lösen. Fiebersenkend wirken bei Erkältungen Teemischungen aus Weidenrinde und Mädesüß. Auch mit Wadenwickeln lässt sich die Körpertemperatur in aller Regel etwas senken. 

Die Broschüre weist aber auch darauf hin, wie man Naturheilmittel nicht einsetzen sollte, weil sie etwa unerwünschte Neben- und Wechselwirkungen auslösen können. Wadenwickel dürfen zum Beispiel bei Frieren oder Schüttelfrost, kalten Händen oder Füßen sowie Harnwegsinfekten nicht angewendet werden. Gleiches gilt für Weidenrinde und Mädesüß, wenn eine Allergie auf Salicylate besteht.

„Naturheilmittel können gesundheitsfördernd wirken und die Selbstheilungskräfte unterstützen. Aber die Möglichkeiten sind begrenzt, und ein unangemessener Einsatz kann sogar schaden. Am besten sollte man die Anwendung von Naturheilmitteln bei Pflegebedürftigen daher mit dem Arzt abstimmen. Das ist insbesondere wichtig, damit eine Erkrankung richtig behandelt und Komplikationen wie Wechselwirkungen mit verordneten Medikamenten vermieden werden“, erklärt Daniela Sulmann, Pflegeexpertin am ZQP.

Alle Informationen in dem Ratgeber sind sorgfältig entsprechend dem aktuellen Wissensstand mit ausgewiesener Fachexpertise erarbeitet worden. Sie ersetzen allerdings keinesfalls ärztlichen oder pflegefachlichen Rat. Schwere Krankheiten und akute lebensbedrohliche Zustände erfordern immer sofortige umfassende medizinische Behandlung.

Das Heft kann kostenlos bestellt und als PDF-Datei direkt heruntergeladen werden: www.zqp.de/bestellen