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Sommerfeeling

Glänzende Zeiten in Bruck

Es ist geöffnet! Vom Bauernhofmuseum übers Kloster bis hin zum Flugplatz und Schwimmbad gibt es jede Menge Möglichkeiten, etwas zu erleben

Im Sommer ist es besonders schön, an der Amper entlang zu spazieren. Foto: Peter Bierl

Die Anfänge des Kinos und seine goldene Zeit in den Sechzigerjahren aus vorwiegend lokaler Perspektive sind das Thema der neuen Sonderausstellung im Bauernhofmuseum Jexhof bei Schöngeising. Vorgestellt werden viele der alten Lichtspielhäuser und Vorführräume, die einst im Brucker Land existierten, von denen nur wenige, wie das Brucker Lichtspielhaus in der Maisacher Straße überlebt haben.

Die spiralenförmige Rutsche in der Amperoase wartet auf viele fleißige Rutscher. Foto: Peter Bierl

Im Kloster Fürstenfeld gibt es nicht nur Skulpturen zu betrachten, sondern auch Filme. Foto: Peter Bierl

Mit bunter Fahnenpracht empfängt das ehrwürdige Hotel Post seine Gäste. Foto: Peter Bierl

Erinnert wird an das erste Lichtspieltheater, das im Sommer 1912 in Bruck startete, das Capitol, das 1957 als viertes Kino in der Kreisstadt eröffnet wurde, sowie die Wirtshauskinos in den Dörfern, zu deren Aufführungen fast die ganze Bevölkerung zusammenkam. Um die Hygieneauflagen einhalten zu können, dürfen jeweils nur 22 Besucher gleichzeitig die Ausstellung besuchen.

Das Bauernhofmuseum Jexhof widmet seine neue Sonderausstellung den großen Zeiten des Films. Das erste Lichtspieltheater in Bruck eröffnete 1912. Foto: Peter Bierl

In der Mitte der Ausstellung ist ein Stummfilm-Kino aufgebaut, in dem in Dauerschleife kurze Ausschnitte aus großen Klassikern des Genres laufen. Weitgehend vergessen sind jene Menschen aus dem Landkreis, die zu den Pionieren des Films gehören. Renate Müller aus Emmering etwa, die nach einer erfolgreichen Theaterkarriere 1929 im Film „Peter, der Matrose“ erstmals vor der Kamera stand und schnell von der Ufa entdeckt wurde. Sie verkörperte seinerzeit einen neuen Frauentyp im Film, jung, klug und selbstbewusst. Zeitweise galt sie neben Marlene Dietrich als zweiter großer deutscher Filmstar. Die Nationalsozialisten waren ebenfalls begeistert von der Blondine, die allerdings mit einem Juden liiert war, was zu Konflikten und der Überwachung durch die Gestapo führte. Zwar konnte Müller weiterdrehen, aber die Schwierigkeiten wurden größer und ihr Gesundheitszustand verschlechterte sich, bis sie 1937 mit nur 31 Jahren starb.

Ein antikes Vorführgerät ist Teil der Filmausstellung im Jexhof. Foto: Carmen Voxbrunner

Kinosommer mit Filmkunst

Als Vorreiter des Films in der Bundesrepublik gilt der Gröbenzeller Fritz Umgelter, der in mehr als hundert Fernsehproduktionen Regie führte und immer wieder im Landkreis drehte. Für seinen Mehrteiler „Am grünen Strand der Spree“ über die Massenvernichtung der Juden im Osten wählte er das Ufer des Olchinger Sees. Die Ausstellung „Lichtspiele. Kino und Film im Brucker Land von den Anfängen bis zum Siegeszug des Fernsehens“ ist im Jexhof bis Sonntag, 31. Oktober, zu sehen. Dazu gibt es einen gleichnamigen Katalog, in dem alle Geschichten und Porträts nachzulesen sind.

Was die aktuelle Filmproduktion zu bieten hat, kann man im August beim Kinosommer im ehemaligen Kloster Fürstenfeld erleben. Unter freiem Himmel steht eine große Leinwand im Stadtsaalhof, bei Anbruch der Dunkelheit beginnen die Vorführungen. Der Fürstenfelder Kinosommer startet am Mittwoch, 4. August, mit der französischen Komödie „Eine Frau mit berauschenden Fähigkeiten“. In der Hauptrolle spielt Isabelle Huppert eine Dolmetscherin, die im Drogendezernat arbeitet, abgehörte Telefonate übersetzt, aber schlecht bezahlt ist und daher in Versuchung gerät. Das Programm endet am Freitag, 20. August, mit der spanischen Komödie „Rosas Hochzeit“ über eine Frau, die aus gewohnten Bahnen ausbricht. Eines der Highlights in diesem Kinosommer ist das Roadmovie „Nomadland“ der Regisseurin Chloé Zhao, das am Sonntag, 8. August, gezeigt wird. 

Der mehrfach ausgezeichnete Film, der auch drei Oscars einheimste, zeigt Frances McDormand als Witwe, die nach dem Tod ihres Mannes und der Schließung der Mine nahe ihrer Heimatstadt, so wie viele Amerikaner in einem Wohnmobil durch das Land zieht. Außerdem laufen im Kinosommer acht Kurzspielfilme aus Europa und zwar „Roxy Wunschkind“, „Flohplage“, „Masel Tov Cocktail“, „My Time“, „Das beste Orchester der Welt“, „Unter Menschen“, „Die Waschmaschine“ und „El Libre“ am Dienstag, 17. August. Es handelt sich um eine Auswahl vom diesjährigen Landshuter Kurzfilmfestival.

Auf dem Flugplatz in Jesenwang ist der Betrieb für etwa 120 Maschinen, darunter 40 Ultraleichtflugzeuge möglich, allerdings aktuell unter Einhaltung eines Schutz- und Hygienekonzepts. 

Auf dem gesamten Areal besteht Mund- und Nasenschutzpflicht. Der Biergarten und das Restaurant des „Fly In“ bieten eine gut bürgerliche Küche mit Fleisch und Fisch und vegetarischen Gerichten, ebenso für Selbstabholer. Je nach Lage und Wetter kann auf der Terrasse das reichhaltige Angebot an frischen Speisen, Getränken und leckerem Eis konsumiert werden. Dabei gelten die üblichen Regeln zu Hygiene, Abstand und Tischbelegung. 

Die Freibadsaison hat längst begonnen und endet voraussichtlich am 15. September. An heißen Sommertagen ist ein Besuch in der Amperoase in Fürstenfeldbruck eine echte Erholung. Geboten ist ein Mehrzweckbecken mit 50 Meter langen Bahnen, ein großes Planschbecken, Wasserpilz und Wasserspeier, eine weitläufige Liegewiese, dazu eine Gastronomie am Hallenbad sowie ein Pavillon mit Sandstrand.

Plantschen in der Amperoase

Wegen der Pandemie ist die Zahl der Besucher derzeit begrenzt, weshalb es zu Wartezeiten im Eingangsbereich kommen kann. Der Einlass von Kindern unter zwölf Jahren ist nur in Begleitung eines Erziehungsberechtigten erlaubt. Alle Badegäste müssen einen aktuellen negativen Corona-Test nachweisen, Selbsttests sind nicht zugelassen. Für zweifach geimpfte Personen entfällt die Testpflicht am 15. Tag nach der zweiten Impfung. Das Saunadorf der Amperoase ist seit 1. Juli wieder geöffnet.

All-Kart, die Allgäuer Hallenkartbahn in Kempten, bietet eine 6000 Quadratmeter große Halle, in der man mit gasbetriebenen modernen Karts mit neun PS und 270 Kubikmeter starken Motoren seine Runden drehen kann. Ohne Drehzahlbegrenzer für maximalen Speed und mit Rennsitzen ausstaffiert, verfügen die Karts über die neuesten Sicherheitseinrichtungen. Sowohl Anfänger als auch erfahrene Kartfahrer erleben dort ein prickelndes Fahrerlebnis auf Geraden und scharfen Kurven mit maximalem Grip und Top-Speed auf einer Strecke von 430 Metern. Die Zeitmessungsanlage mit großer Anzeigentafel erlaubt immer ein Auge auf die Konkurrenz. Für die kleineren Besucher stehen inzwischen auch Doppelsitzer (Taxi) zur Verfügung. Bip