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Moderne Wohnideen

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Nutzung ohne Gefahr

Die wichtigsten Schutzeinrichtungen für ein sicheres Zuhause

Nur die Kombination der verschiedenen Schutzeinrichtungen sorgt für einen optimalen Personen- und Brandschutz. Foto: Elektro

Strom wird in den eigenen vier Wänden täglich und ganz selbstverständlich genutzt. Vor allem jetzt, wo sich das Leben überwiegend drinnen abspielt. So sind oftmals nicht nur Kühlschrank, Beleuchtung und Smart-Home-Systeme im Dauerbetrieb, sondern neuerdings auch Laptop, Fernseher und Kaffeemaschine.

In der Regel können elektrische Geräte und Anwendungen sicher und ohne Bedenken betrieben werden. Sobald ein Gerät defekt oder eine Leitung beschädigt ist, wird es allerdings schnell gefährlich für Haus und Bewohner. Daher ist es wichtig, rechtzeitig vorbeugende Maßnahmen zu ergreifen. „Für Sicherheit sorgt ein durchgängiges Schutzkonzept, bei dem die verschiedenen Komponenten optimal auf die Gefahrensituationen abgestimmt und miteinander koordiniert sind“, erklärt Johann Meints von der Initiative „Elektro+“. Für die Planung und den fachgerechten Einbau sollten sich Bauherren und Modernisierer an einen qualifizierten Elektrofachbetrieb wenden.

LS-Schalter – Schutz vor Überlastung und Kurzschluss: Der Leitungsschutzschalter (LS-Schalter) schützt Kabel, Leitungen und die angeschlossenen Geräte vor den Folgen einer Überlastung. Diese kann entstehen, wenn beispielsweise besonders viele Elektrogeräte oder solche mit hohem Stromverbrauch an einem Stromkreis gleichzeitig betrieben werden. Ein zu hoher Laststrom kann zum Überhitzen der Leitung führen, wodurch unmittelbare Schäden oder eine frühzeitige Alterung der Leitungsisolierung erfolgen können. Der LS-Schalter unterbricht die Stromzufuhr, noch bevor der zu hohe Strom Schaden anrichten kann. Im Falle eines Kurzschlusses erfolgt sofort die Auslösung des Schalters durch eine elektromagnetische Schnell-auslösung.

      FI-Schalter – Schutz vor Fehlerströmen und elektrischem Schlag: Sind elektrische Geräte oder Leitungen beschädigt, besteht die Möglichkeit, dass der Strom nicht durch die Leitung zurückfließt, sondern eigene Wege sucht. Im schlimmsten Fall über einen Menschen, der ein beschädigtes Gerät berührt. In diesem Fall fließt ein Fehlerstrom. Dieser wird vom Fehlerstromschutzschalter erkannt, der innerhalb von Millisekunden eine Abschaltung des Stromkreises bewirkt und so im Ernstfall Leben rettet. FI-Schalter sind daher für alle Stromkreise mit Steckdosen und/oder Beleuchtungsanschlüssen vorgeschrieben. FI-Schalter des Typs A bieten bei haushaltsüblichen Anwendungen ausreichenden Schutzvor Stromunfällen. Kommen elektrische Geräte mit Frequenzumrichter zum Einsatz, etwa Waschmaschinen, Heizungs- und Wärmepumpen oder Induktionskochfelder, können bei einer Störung oder einem Defekt Fehlerströme mit Mischfrequenzen auftreten. Hier empfiehlt es sich, einen FI-Schutzschalter Typ F einzusetzen. Dieser ist in der Lage, Fehlerströme mit Mischfrequenzen zu erfassen und zudem besonders unempfindlich gegenüber Stoßströmen, wie sie etwa bei Gewitter oder beim Einschalten bestimmter elektrischer Geräte vorkommen können.

          Darüber hinaus gibt es den FI-Schutz-schalter Typ B. Diese Geräte können neben den bereits beschriebenen Fehlerströmen auch Gleichfehlerströme erfassen und kommen zum Beispiel bei Photovoltaikanlagen oder Ladeeinrichtungen für Elektrofahrzeuge zum Einsatz.

          FI/LS-Schalter – Kombinierter Schutz: Der FI/LS-Schalter ist eine Kombination aus Fehlerstrom- und Leitungsschutzschalter. Der kombinierte Schalter bietet gegenüber der herkömmlichen Installation von einem FI-Schalter mit mehreren nachgeschalteten LS-Schaltern den Vorteil, dass bei einem Fehlerstrom nur der betroffene Stromkreis unterbrochen wird. Das kann zur Erhöhung der Verfügbarkeit der Elektroinstallation beitragen.

          AFDD – Schutz vor Fehlerlichtbögen: Der AFDD, auch Fehlerlichtbogen-Schutzschalter genannt, schützt vor gefährlichen Fehlerlichtbögen. Diese können an lockeren Kontaktstellen von Klemmen oder Schadstellen von Leitungen entstehen. Die erhebliche, punktuelle Hitzeentwicklung belastet und beschädigt das umliegende Material im schlimmsten Fall derart, dass ein Brand ausgelöst werden kann. AFDDs können dies verhindern: Sie analysieren kontinuierlich das Frequenzbild des Stromes und schalten bei Auffälligkeiten den angeschlossenen Stromkreis ab.

              Überspannungsschutzeinrichtungen: Sorgen im Rahmen eines abgestimmten Schutzkonzepts dafür, dass an sensiblen elektrischen Verbrauchern wie Computer, Heizungssteuerung oder Haushaltsgeräten keine Schäden bei Überspannungen verursacht werden und verhindern so Folgeschäden durch einen möglichen Ausfall. Eine Ursache für Überspannungen können beispielsweise Blitzeinschläge in naheliegende Energie- beziehungsweise Signalleitungen sein.  Als Schutzmaßnahme kommen verschiedene Geräte vom Typ 1, Typ 2 und Typ 3 zum Einsatz, die von der Einspeisung bis zur Steckdose in die Elektroinstallation integriert werden. Minimalanforderung ist der Einsatz eines Überspannungsschutzgerätes für die ins Gebäude eingeführten Stromversorgungsleitungen. Für ein umfassendes Schutzkonzept sollte gemeinsam mit dem Fachmann eine individuell abgestimmte Lösung gefunden werden. Nur die Kombination verschiedener Schutzeinrichtungen gewährleistet einen optimalen Personen- und Brandschutz. Damit Schutzeinrichtungen im Ernstfall auch einwandfrei funktionieren, sollten diese gemeinsam mit der Elektroinstallation regelmäßig von einem Elektrofachmann auf Funktion und Sicherheit überprüft werden. Ein Fachmann in der Nähe ist unter anderem über die Fachbetriebssuche auf der Website der Initiative Elektro+ zu finden: https://www.elektro-plus.com/fachbetriebssuche

                Allzeit grüne Küch

                Wuchsparadies an der Kochstelle: Indoor-Gardening liegt im Trend

                In dem kleinen, mobilen Aufsatztisch mit austauschbaren Funktionselementen lassen sich Kräutertöpfe optisch ansprechend unterbringen. Foto: AMK

                Das ganze Jahr über Kräuter oder Salat aus eigenem Anbau genießen – diesen Wunsch erfüllen sich immer mehr Menschen. „Das sogenannte Indoor-Gardening liegt stark im Trend“, berichtet Volker Irle, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche e.V. (AMK). „Der Aufwand ist gering, ein grüner Daumen nicht erforderlich.“

                Hinter dem Indoor-Gardening oder auch Indoor-Farming steckt vor allem das steigende Bedürfnis nach einer gesunden Ernährung. Zudem wird in Corona-Zeiten häufiger als sonst zu Hause gekocht. Eine Rolle spielt auch der Nachhaltigkeitsaspekt: Durch die Selbstversorgung entfallen Verpackungen und werden Transport- und Einkaufswege eingespart. Dazu kommt noch der optische Aspekt. Gerade in unsicheren Zeiten wächst das Verlangen, sich die Natur ins Haus zu holen. „Frische Kräuter in der Küche sind ein echter Hingucker und sorgen für eine besonders ansprechende Atmosphäre“, sagt Irle. Die Pflanzen beim   Wachsen beobachten zu können bereitet   vielen Hobbyköchen Freude.

                Möglich wird Indoor-Gardening durch neuartige, vollautomatisierte Gewächsschränke, die Kühlschränken ähneln und sich optisch ansprechend in die Küche integrieren lassen. In die Schubkästen des Gewächsschranks werden Saatmatten gelegt, aus denen innerhalb kurzer Zeit verschiedene Kräuter, Salate oder Keimlinge – Microgreens genannt – wachsen. Licht, Temperatur und Luftfeuchtigkeit werden automatisch gesteuert. Lediglich das Nachfüllen von Wasser und Nährlösung ist erforderlich. Schon nach ein bis drei Wochen kann die erste Ernte erfolgen. Die lebensmittelechten Saatmatten bestehen aus upgecycelten Textilresten. Diese Art des Anbaus, also ohne Erde, nennt sich hydroponisches System. Damit Licht und Geräusche nicht bei der abendlichen Entspannung stören, gibt es eigens einen Cinema-Modus. Per App können dann das Licht und die LED-Ventilatoren für zwei Stunden abgeschaltet werden. Auch Hinweise zu Wartung und Ernte liefert die App.

                Auch in kleinen Indoor-Pflanzgärten lassen sich Kräuter und andere essbare Pflanzen in der heimischen Küche züchten. Das Gerät wird mit einer Nährstofflösung sowie mit vorgefertigten Samenkapseln aus Steinwolle bestückt. Darauf wird eine Haube mit einem automatisierten LED-Beleuchtungssystem gesetzt. Eine kleine Pumpe sorgt für die Bewässerung. Wenn die Pflanzen zu wachsen beginnen, fährt die Haube entsprechend in die Höhe. Bei guter Pflege können die Kräuter über einen längeren Zeitraum geerntet werden – vorausgesetzt, es wird nicht zu viel auf einmal abgeerntet. Ein Kräutergarten in der heimischen Küche lässt sich auch mit Hilfe spezieller Pflanzregale bewerkstelligen. Dabei werden hochwertige Pflanzkästen aus Holz in ein Stollenregalsystem eingehängt. Mit einer Kunststoff-Kräuterschale bestückt können sie etwa mit Basilikum, Thymian oder Rosmarin bepflanzt werden.

                 Für das notwendige Licht sorgt eine spezielle, integrierte LED-Pflanzleuchte. So stehen das ganze Jahr über frische Kräuter zur Verfügung.