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In und um Landsberg herum

Wohlfühlen und entdecken

Wer den Sommer über nicht weit wegfahren will, für den ist Landsberg ideal für einen Einkaufsbummel, eine Sightseeing-Tour oder um die Freizeit zu genießen 

So fröhlich und einladend ist der Sommer in den Landsberger Gassen und Straßen. Foto: Stadt Landsberg

Sie wirklich ein Schmuckstück, die Stadt Landsberg am Lech. Im späten Mittelalter gelangte sie durch den Salzhandel zu einigem Wohlstand. Das bestimmt noch heute das Ambiente. Die Innenstadt präsentiert sich als stimmungsvolle mittelalterlich-frühneuzeitliche Anlage. Bei einem Rundgang entdeckt man Türme, Tore, Bürgerhäuser, offene Plätze und enge Gassen, nette Cafés, Biergärten und Restaurants, wo es sich verweilen lässt.

In den oft charmanten Läden findet sich ein breites Angebot an modernen Geschäften, ein gut sortierter oft noch familiengeführter Einzelhandel, dazu Künstler und Kunsthandwerker, deren Erzeugnisse von Leidenschaft, Geschmack und Kreativität zeugen. Dabei lässt sich unbeschwert flanieren, weil ein großer Teil der Altstadt Fußgängerzone ist, der Hauptplatz wurde vor einigen Jahren komplett neu gestaltet. An den Zugängen zur Innenstadt gibt es dank zweier Tiefgaragen genügend Parkplätze. 

Besucherinnen und Besucher können Landsberg am besten bei einer Stadtführung kennenlernen. Das Team der Tourist-Information organisiert individuelle Führungen. Oder man nimmt an einem der regelmäßigen Rundgänge teil, die von Mai bis Oktober jeden Mittwoch, Samstag und Sonntag um 14.30 Uhr stattfinden. Treffpunkt ist am Historischen Rathaus. Unterwegs sind allerlei Begebenheiten und Anekdoten zu erfahren. Herausragend sind die Geschichten über die Kanonenkugel auf dem Hauptplatz, die Häuser der beiden verfeindeten Brüder oder die Jungfern, die von einem Turm sprangen. Zu den Kuriositäten gehört, dass in der Alten Bergstraße lange Zeit Linksverkehr galt. Jeweils am Freitag werden auch Nachtführungen geboten, die am Flößerplatz beginnen. Beim Gang entlang der Reste von Türmen und Mauern lernt man Landsberg bei Einbruch der Dunkelheit und bei Nacht noch einmal anders kennen. Zu allen Führungen bittet die Tourist-Information um rechtzeitige Anmeldung.

Zu den Attraktionen gehört ein Aufstieg auf das Bayertor, einer Wehranlage der Stadtmauer am früheren östlichen Zugang und Wahrzeichen von Landsberg. Von oben bietet sich ein sagenhafter Blick auf die gesamte Stadt und das Umland sowie in die Ferne auf die Alpenkette. Das Tor wurde 1425 errichtet, finanziert von Herzog Ernst, seiner Gemahlin und seinem Bruder Wilhelm. Es war einerseits ein repräsentativer Bau mit farbigen Malereien und den Wappen der Stifter verziert, andererseits eine imposante militärische Anlage. So ist der Hauptturm mit zwei Vorhöfen gesichert, im ersten Stock ist ein Rundumbalkon, der es Bogenschützen ermöglichte, einen Feind von oben zu bekämpfen. 

Hoch hinaus geht es auch bei der Besichtigung des Mutterturms und des Herkomer-Museums in der Von-Kühlmann-Straße 2 am westlichen Ufer der Altstadt. Das Museum ist dem Landsberger Ehrenbürger Hubert von Herkomer (1849-1914) gewidmet. Er war als Porträtmaler berühmt, hatte aber viele Talente und Interessen. Herkomer befasste sich mit Theater und Film und war Initiator der ersten Autorallye in Deutschland. Er ließ 1884 den Mutterturm aus massiven Tuffsteinen erbauen, als Familiendenkmal und zum Andenken an seine Mutter. Das Bauwerk ist ein architektonisches Denkmal des Historismus, das unterschiedliche Stilelemente der Neugotik und der englischen Arts-and-Crafts-Bewegung mit einer Originalausstattung vereint. Die Besonderheit der neu gestalteten Ausstellung im Museum rührt daher, dass seine Witwe Margaret das Anwesen samt Kunstwerken und vielen persönlichen Gegenständen der Familie der Herkomer-Stiftung vermachte. Vor einigen Jahren wurde das Gebäude barrierefrei umgebaut. Dazu können Besucher die Angebote eines Cafés sowie den von Bächen durchzogenen Landschaftspark genießen.

Das Haus ist von Mai bis Oktober von Dienstag bis Sonntag jeweils von 13 bis 18 Uhr, und von November bis April am Samstag und Sonntag von 12 bis 17 Uhr geöffnet.

Der Schmalzturm, der auch als „schöner Turm“ bekannt ist, wurde vermutlich im 13. Jahrhundert errichtet. Foto: Stadt Landsberg

Zu den beeindruckendsten Bauwerken im Zentrum gehört die Klosterkirche Zur Heiligen Dreifaltigkeit der Ursulinen. Ab 1764/65 wurde an der Straße ein Klosterflügel mit der geräumigen Kirche gebaut. Das kleine Stadtkloster entstand wahrscheinlich nach Plänen des Münchner Hofbaumeisters Johann Baptist Gunetzrhainer; der Schmuck der Fassaden mit den nach altem Vorbild erneuerten Lüftlmalereien schuf der Augsburger Freskant Johann Baptist Bergmüller. Er malte auch den einfachen tonnengewölbten Saalraum der Klosterkirche mit Chor und Doppelempore aus. Die schlanken Seitenaltäre der Kirche wurden 1765 von Tassilo Zöpf in Stuckmarmor geschaffen; sie runden das Erscheinungsbild der seit der Erbauung nahezu unverändert erhaltenen Kirche ab.

Nur wenige Minuten vom Hauptplatz entfernt liegt der Lechpark „Pössinger Au“, die grüne Lunge auf dem östlichen Lechufer im Süden der Stadt, wo Familien, Sportbegeisterte, Naturfreunde und Erholungsuchende zusammenkommen. Der Park ist durchgehend geöffnet und frei zugänglich. Die Besucher erwartet eine beeindruckende Flora und Fauna, ein Kneippbecken, ein Barfußlehrpfad, ein Wasserspielplatz und zahlreiche Picknickmöglichkeiten. Kinder sind vor allem vom Wildschweingehege und vom Damwild angetan. Kurz vor Pitzling entdecken Besucher die sogenannte „Teufelsküche“, eine sagenumwobene Schlucht mit smaragdblauem Wasser.

Das imposante Lechwehr prägt das Bild von Landsberg bereits seit dem 14. Jahrhundert. Foto: Peter Bierl

An heißen Tagen bietet sich ein Besuch des Inselbades an. Das Bad liegt mitten in der Stadt, direkt am Lech. Spaß für Groß und Klein sind garantiert. Das Bad verfügt über ein Kinderbecken, ein Sportbecken, ein Wellenbecken, einen Sprungturm und mehrere Rutschen. Direkt am Bad gibt es eine Tiefgarage. Wegen der Corona-Pandemie ist die Zahl der Badegäste derzeit auf 700 pro Tag an Werktagen und an Samstagen sowie Sonn- und Feiertagen auf 1000 beschränkt, weil die Becken nicht voll ausgelastet werden dürfen. Inzwischen stehen den Besuchern auch wieder einige Umkleidekabinen und Duschen zur Verfügung. Ein Besuch muss im Voraus online gebucht werden. 

Nach einem Bummel oder Rundgang durch Landsberg sei eine Rast in einem der Lokale am Lech empfohlen, von wo aus man das rauschende Lechwehr beobachten kann, das eng mit der Geschichte der Stadt verbunden ist. Denn der Fluß war als Transportweg entscheidend für den Wohlstand der Stadt, bedrohte jedoch die Bewohner, eingezwängt zwischen Steilhängen und Kiesbänken des Gebirgsflusses, stets mit Hochwasser. Im 14. Jahrhundert wurde deshalb das Wehr angelegt und damit der Fluss angestaut und in einen Mühlbach kanalisiert, als Energielieferant in vorindustrieller Zeit. Die Flößer wurden umgeleitet. Die Einfahrt zur Umleitung wurde bei der Neugestaltung des Inselbades zur Aussichtsplattform umgebaut. Nur ein kleiner Bach in Richtung Schwimmbad erinnert noch daran.

Infos über Landsberg

Wer seinen Besuch in Landsberg am Lech planen möchte, dem steht das Team der Tourist-Information zur Verfügung, das auch die passende Übernachtungsmöglichkeit ausfindig macht, falls jemand mehrere Tage bleiben möchte. Die Tourist-Information ist vor Ort am Hauptplatz im Historischen Rathaus zu finden oder telefonisch erreichbar. Alle Informationen finden sich auch im Internet auf www.landsberg.de, auf Facebook und auf Instagram.