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Aus- und Weiterbildung

Der Herr der Dinge

Groß- und Außenhandelskaufleute entscheiden, was es bei uns zu kaufen gibt

Richtig viel einkaufen – das erledigt der Groß- und Außenhandelskaufmann mit Wissen und Geschick. Foto: Fotolia

Mode aus den USA, Autos aus Frankreich, Bio-Schokolade im breiten Sortiment – was in unseren Kaufhäusern und Supermarktregalen erhältlich ist und was nicht, bestimmen Kaufleute für Groß- und Außenhandel. Es ist ein Beruf mit großem Einfluss, aber auch mit einigen Herausforderungen: Diese Kaufleute benötigen Redetalent, Organisationsgeschick und ein fundiertes Wissen über Waren. Nicht zuletzt spielt auch Charme eine Rolle, wie bei allen Berufen, in denen man viel mit Menschen zu tun hat. Schließlich kauft der Groß- und Außenhandelskaufmann bei den jeweiligen Herstellern große Mengen an Lebensmitteln, Textilien, elektronischen Bauteilen oder was auch immer und verkauft sie dann weiter – vielleicht als Manager einer Supermarktkette, einer Modekette, einer großen Drogerie oder eines Autohändlers. Um nichts in den Sand zu setzen, braucht er Hersteller und Partner, auf die er sich verlassen kann und die ihm vertrauen.

Wie schon der Name sagt, müssen sich Auszubildende entscheiden, welche Sparte sie wählen: Groß- oder Außenhandel. Wer sich für Letzteres entscheidet, braucht zusätzlich verhandlungssichere Fremdsprachenkenntnisse. Sonst landen womöglich statt drei Tonnen „Cabillaud“ (Kabeljau) drei Tonnen „Cabillots“ (Holzpflöcke) im Lager des Arbeitgebers. Ein Extrembeispiel, doch bei den Geldsummen, um die es beim Außenhandel geht, sind schon kleine Irrtümer fatal.

Gespür für das, was gebraucht wird

Die Großhändlerin braucht, wie freilich auch der Außenhändler, grundsätzlich ein Gespür dafür, was die Kunden zurzeit haben wollen. Wollen sie dieses Jahr sparen und greifen zur günstigen 40-Cent-Schokolade oder sind die Zeiten spendabel und reif für teure Schweizer Edeltafeln? Gerade wenn es um Trendwaren wie beispielsweise Biolebensmittel oder Schuhe geht, sind sichere Entscheidungen nötig. Auch Zölle, Lagerung und den nötigen Nachschub muss der Groß- und Außenhandelskaufmann im Blick haben. Dabei muss er lange Auflistungen überblicken und schnell viele Abkürzungen lesen.

Junge Leute, die diesen spannenden Beruf ergreifen wollen, sollten mindestens einen Realschulabschluss haben. Viele Ausbilder verlangen auch Kenntnisse in Betriebswirtschaftslehre und Rechnungswesen, also eigentlich die Fachhochschulreife.
Der Verdienst ist während der dreijährigen Ausbildung noch überschaubar: Zwischen 480 Euro im ersten Lehrjahr bis 950 Euro im dritten Lehrjahr gibt es. Das Einstiegsgehalt beträgt 1800 bis 2400 Euro. Dafür kann sich das Gehalt im Laufe des Berufslebens je nach Arbeitgeber, Arbeitsort und Fortbildung ganz schön erhöhen. Wer noch ein Studium zum Handelsbetriebswirt oder Fachkaufmann anhängt, landet durchaus bei 4000 bis 6000 Euro monatlich. Auf dieser Stufe der Erfahrung ist es dann empfehlenswert, sich entweder auf die Fachrichtung Einkauf und Logistik oder aber den Vertrieb zu spezialisieren. Mit guten Kontakten und viel Erfahrung über eine bestimmte Warengruppe kann man sich auch mit einer Großhandelsfirma selbständig machen – eine ausgesprochen spannende Sache.

Start in den Sommer der Berufsausbildung

Zahlreiche öffentliche Institutionen bilden eine Allianz für Aus- und Weiterbildung


Die duale Ausbildung ist ein attraktives Erfolgsmodell mit Zukunft. Es ist aufgrund der Corona-Pandemie gerade nicht leicht, Angebot und Nachfrage auf dem Ausbildungsmarkt zusammenzubringen. Im „Sommer der Berufsausbildung“, im Netz zu finden unte #AusbildungSTARTEN, wollen die Partner der Allianz für Aus- und Weiterbildung von Juni bis Oktober 2021 deshalb bei jungen Menschen und Betrieben für dieses Erfolgsmodell werben. Mit Themenaktionstagen und einer breiten Auswahl an Veranstaltungen auf Bundes-, Landes- und regionaler Ebene sollen die vielfältigen Unterstützungsangebote bekannter gemacht werden.

Das gemeinsame Ziel ist, dass möglichst viele junge Menschen im Jahr 2021 ihre Berufsausbildung im Betrieb beginnen können. „Mit dieser Initiative wollen wir als Allianz gemeinsam junge Menschen, deren Eltern und Betriebe dafür gewinnen, Ausbildungsverträge für das Jahr 2021/22 abzuschließen“, sagt Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier. „Denn die Corona-Krise darf nicht zur Ausbildungs- oder Fachkräftekrise werden. Die duale Ausbildung bietet Zukunft und Sicherheit für junge Menschen und sie ermöglicht es den Betrieben, die so dringend benötigten zukünftigen Fachkräfte zu finden.

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek fügt an: „Im ‚Sommer der Berufsausbildung‘ stehen Bund, Länder und Sozialpartner zusammen, um junge Menschen auf die passende Ausbildungsstelle zu bringen. Die Corona-Pandemie hat es ihnen auch in diesem Jahr sehr viel schwieriger gemacht, einen konkreten Eindruck von Berufen und Betrieben zu gewinnen. Das holen wir jetzt nach. Wir zeigen leistungsfähige Ausbildungszentren und nutzen innovative Formate der Berufsorientierung. Damit werden wir junge Talente überzeugen, den Start ins Ausbildungsjahr 2021 zu wagen. Ich bin von der Leistungsfähigkeit des dualen Systems überzeugt. Es ist für viele Jugendliche eine konkrete und zukunftsweisende Alternative zur Hochschule.“

Auch Integrationsstaatsministerin Annette Widmann-Mauz ist das Thema wichtig. „Die duale Ausbildung ist ein Markenzeichen unseres Landes“, sagt sie, „und schafft gerade auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten Perspektiven. Das soll in diesem Sommer #AusbildungSTARTEN zeigen. Wichtig ist, dass alle Jugendlichen, unabhängig von ihrer sozialen und geografischen Herkunft die nötige Unterstützung beim Start in eine Ausbildung und ins Berufsleben erhalten. Das hilft jungen Menschen, ein Leben auf eigenen Beinen zu führen und sorgt gleichzeitig für den Fachkräftenachwuchs, den unsere Betriebe und Unternehmen dringend brauchen. Diese Aktion zur Vielfalt der dualen Ausbildung leistet deshalb auch einen wichtigen Beitrag für einen starken Wirtschaftsstandort Deutschland.“


Mehr Infos zum Sommer der Ausbildung 

Für alle Fälle zur Stelle

Die Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger ist anspruchsvoll und erfüllend

Nicht wenige Gesundheits- und Krankenpfleger schaffen sich nach der Ausbildung noch eine zusätzliche Spezialisierung drauf – zum Beispiel im Operations- oder Intensivpflegebereich. Foto: Fotolia/ grieze

Sie gehören zu den Hauptakteuren und sind eine tragende Säule des deutschen Gesundheitssystems: Ohne top-ausgebildete Gesundheits- und Krankenpfleger käme jede noch so hochentwickelte Gesundheitsversorgung schnell zum Erliegen. Dementsprechend anspruchsvoll ist die Ausbildung der Menschen, die im allgemeinen Sprachgebrauch als Krankenschwester oder Krankenpfleger bekannt sind. Um Patienten optimal versorgen, Ärzten kompetent assistieren und medizinische Dokumentation lückenlos und sorgfältig erstellen zu können, ist die dreijährige Lehrzeit an Berufsfachschulen für Krankenpflege vollgepackt mit Basis- und Fachwissen, das für die professionelle Pflege essentiell ist: Anatomie, Physiologie und Krankheitslehre gehören unter anderem zu den Lernbereichen, aber auch Recht und Sozialkunde werden angeboten. Praxiseinsätze der Azubis können im stationären, teilstationären und im ambulanten Bereich angesiedelt sein. Dort bekommt man beigebracht, wie man den Pflegebedarf ermittelt, wie die Pflege geplant, umgesetzt und überprüft wird. Blutdruckmessen, Katheter legen sowie Verbände machen und wechseln sind nur einige der Fertigkeiten, die in der Ausbildung vermittelt und auch im späteren Berufsleben täglich gebraucht werden.

Vielfältige Tätigkeitsbereiche

Nach der abgeschlossenen Ausbildung spezialisieren sich viele Gesundheits- und Krankenpfleger im Rahmen einer zweijährigen Schulung, um Fachkrankenpfleger in der Onkologie, Psychiatrie, Intensivpflege oder im Operationsdienst zu werden. Die Tätigkeitsbereiche von Gesundheits- und Krankenpflegerinnen und -pflegern sind vielfältig: Sie finden Beschäftigung in Krankenhäusern, Facharztpraxen oder Gesundheitszentren, Altenwohn- und Pflegeheimen, Einrichtungen der Kurzzeitpflege, bei ambulanten Pflegediensten, in Wohnheimen für Menschen mit Behinderung, aber auch auf Krankenstationen oder in Hospitälern von Schiffen. Für die Ausbildung Gesundheits- und Krankenpfleger braucht man einen Mittleren Schulabschluss. Wer nach dem Hauptschulabschluss bereits eine zweijährige Berufsausbildung abgeschlossen hat, erfüllt ebenfalls die nötigen Zugangsvoraussetzungen. Der Anblick von Blut oder Spritzen sowie flexible Arbeitszeiten sollten kein Problem darstellen, der hilfsbereite Kontakt zu Menschen als erstrebenswerter Jobinhalt empfunden werden.