Anzeigensonderveröffentlichung

Drinnen und Draussen

Gesunde Früchte

Schmeckt gut und unterstützt den Regionalitätsgedanken – Beeren und Kernobst aus eigenem Anbau

Brombeeren lassen sich besonders köstlich direkt aus dem Garten genießen.   Foto: BGL

Nach dem langen Winter ist die Freude auf die Früchte, die die warme Jahreszeit bringt, groß. Erdbeeren und Brombeeren schmecken köstlich nach Sommer und Sonne, am besten sind sie, wenn sie im eigenen Garten gewachsen sind. Kein Vitamin geht auf Lieferwegen verloren und „Bio“ ist garantiert. Doch nicht nur im Garten kann man zum Selbstversorger in Sachen Obst werden, auch auf dem heimischen Balkon lassen sich in Kübeln und Kästen prima Sommerfrüchte kultivieren.

Zu den frühen Früchten des Jahres gehören die Erdbeeren, die man im August oder September an einen sonnigen, geschützten Platz mit lockerer humusreicher Erde pflanzen sollte. Verwendet man einmal tragende Züchtungen, ist die Ernte besonders reichlich, mehrmals tragende Sorten versorgen einen dafür bis in den Herbst hinein mit frischen Früchten. Monatserdbeeren bilden runde Büsche, ihre Früchte erinnern am stärksten an die ursprünglichen kleinen Walderdbeeren und reifen pausenlos von Juni bis in den späten Herbst.

In der zweiten Junihälfte – rund um den Johannistag, den 23. Juni – leuchten die ach so sauren Johannisbeeren an den Sträuchern, die meistens rot, zuweilen aber auch weiß sind. Bei der Standortsuche ist das Motto: Je sonniger, je lieber und vitaminreicher und – dies gilt für alle Beerensträucher – vor rauen Winden geschützt. Gedüngt wird im Herbst mit Kompost, eine Mulchschicht auf Stroh oder Grünschnitt hält den Boden schön feucht. Erst im zweiten und dritten Jahr tragen die Äste Früchte. Ältere dunkle Äste müssen nach der Ernte bodennah entfernt werden.

Weniger sauer und sehr aromatisch sind die schwarzen Johannisbeeren und Brombeeren. Diese am Ende eines heißen Tages direkt vom Strauch zu naschen, ist ein echter Genuss. Schwarze Johannisbeeren wachsen an robusten Sträuchern und tragen am einjährigen Holz. Also müssen die fruchttragenden Ruten nach der Ernte dicht über dem Boden entfernt werden. Achtung bei Brombeeren: Wenn man den Strauch nicht zähmt, dann verwandeln die langen dornigen Ranken den Garten binnen kurzer Zeit in eine undurchdringliche Wildnis. Die Früchte wachsen im zweiten Jahr, deshalb lässt man sechs Jungtriebe am Strauch und entfernt die tragenden Ranken nach der Ernte.

Auch im kleinen Garten muss man auf eigene Äpfel nicht verzichten

Himbeeren lieben lichten Schatten, Windschutz und leicht saure, feuchte Erde die durchlässig und lehmig sein sollte. Am Zaun bilden sie eine Hecke oder man bindet sie an einem einfachen Drahtgerüst fest. Im Sommer treiben junge Ruten aus, die im Folgejahr Früchte tragen. Je nach Sorte liegt die Erntezeit zwischen Juni und Oktober. Herbst-Himbeeren kürzt man nach der letzten Ernte im Herbst komplett auf Bodenhöhe. Bei Sommer-Himbeeren schneidet man die tragenden Ruten im Sommer nach der letzten Ernte ab. Bei allen Himbeeren müssen im Frühjahr die neuen Bodentriebe ausgedünnt werden. Übrigens sind neben den Früchten auch die Blätter genießbar: Zusammen mit Brombeer- und Erdbeerblättern ergeben Himbeerblätter einen aromatischen Tee.

Exotin Gojibeere: Ein Newcomer in unseren Gärten

Neben den heimischen Klassikern taucht in letzter Zeit auch eine Exotin immer häufiger in den Gärten auf: Die südostasiatische Goji (Bocksdorn) nimmt in der traditionellen chinesischen Medizin seit je einen wichtigen Platz ein. Auch in Europa schätzt man sie als Superfood und Vitaminbombe. Die Gartencenter haben die anspruchslose Pflanze meistens schon im Angebot. Sie braucht humosen, gleichzeitig durchlässigen Boden und gedeiht an einem sonnigen oder halbschattigen Platz mit ein bisschen Kompost oder Langzeitdünger am besten. Wie bei der Brombeere muss man aufpassen, dass sie beizeiten nicht das ganze Beet durchwuchert, eine 30 Zentimeter tiefe Wurzelsperre hilft das zu verhindern.

Während man für Beeren immer eine Ecke im Garten oder auf dem Balkon findet, muss man sich bei Kernobst – Apfel, Birne oder Quitte – schon mehr Gedanken über den Standort machen. Doch auch im kleinen Garten muss man auf eigene Äpfel nicht verzichten, wenn man einen Spindelbusch pflanzt. Der bleibt so klein, dass man ohne Leiter ernten kann. Zu mittelgroßen Gärten passen Buschbäume, die besonders unkompliziert in der Pflege sind. Unter Hoch- oder Halbstämmen kann man laufen, entsprechend ist ihr Platzbedarf und Schatten. Weil Äpfel Fremdbestäuber sind, sollten sie nicht allein stehen. Ein andersartiger Pollenspender ist nötig, damit die Blüten befruchtet werden können.

Immer beliebter wird in letzter Zeit wieder die altmodische Quitte. Zwar sind die pelzigen Früchte nur gekocht genießbar, dafür ist festes Quittengelee, in Scheiben geschnitten, eine besondere Delikatesse. Im Winter verströmt die Quitte im Haus einen nostalgisch-betörenden Duft. Ihre schönen Blüten und leuchtenden Früchte sind im Garten ein echter Eyecatcher. Und da sie sich selbst befruchten, dürfen sie im Garten – an einem sonnigen Platz – einzeln stehen.

Sona Hähnel