Anzeigensonderveröffentlichung

Aus- und Weiterbildung

Immer unter Strom

Automatisierung, Gebäude, Information – Elektroniker können sich im Rahmen ihrer Ausbildung vielfältig spezialisieren 

Die Schaltstelle für das vernetzte Haus soll reibungslos funktionieren. Dafür sorgt der Elektroniker der Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik. 

Foto: E-Handwerke/

ZVEH/ArGe Medien

Ohne sie würden in den Häusern und auf den Straßen keine Lichter brennen, keine Züge und Straßenbahnen fahren. Elektroniker sitzen praktisch an den Schalthebeln, die uns das Leben leichter und bequemer machen. Ein „Stromausfall“ ist gewissermaßen nicht vorgesehen in unserer elektrifizierten und digitalisierten Welt. Doch genau auf diese unvorhergesehenen Herausforderungen muss der Elektroniker eine Antwort haben – und die richtigen Werkzeuge: Schlagbohrmaschine, jede Menge Schraubenzieher, Kabel, Sicherungen. Sie gehören zur Basisausrüstung. Gibt es eigentlich einen Unterschied zwischen einem Elektriker und einem Elektroniker? Die Antwort ist nein, und das seit über 15 Jahren. Heute ist „Elektroniker“ der Oberbegriff für beide Berufe, der frühere Elektriker heißt heute Elektroniker/Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik.

Die Berufsbezeichnung ist jedoch nicht die einzige Änderung: Der Wandel in diesem modernen Handwerk ist zugleich ein Hinweis darauf, in welche Richtung es marschiert und wo die künftigen Schwerpunkte der Arbeit liegen. Denn zu den Arbeitsgeräten des Elektronikers hat sich ein weiteres dazugesellt: Der Computer. Er dient als Diagnose- und Steuerungsgerät und ist aus der täglichen Arbeit nicht mehr wegzudenken. Überhaupt sind die Anforderungen, die heute an den Beruf gestellt werden, viel umfangreicher als früher. Schließlich ist das vernetzte Haus keine Zukunftsvision mehr und erfordert weit mehr als profunde Kenntnisse im Verlegen von Leitungen. Körperlich anstrengend ist der Job aber auf alle Fälle geblieben. Häufig muss der Elektroniker unter schwierigen Bedingungen und manchmal auch auf engstem Raum arbeiten. 

Elektroniker müssen den Blick auf das ganze Projekt haben. Das beginnt bei der Planung einer Elektroanlage, geht über die Fertigung bis hin zur betrieblichen Abnahme. Verändert haben sich in den vergangenen Jahren auch die Tätigkeitsbereiche des Elektrohandwerks. Der „Elektriker von heute“ baut und installiert Antennen, SAT-, Telefon- und EDV-Anlagen. Nicht zu vergessen die „normale“ Hausinstallation in Neubauten. Der technische Wandel erfordert auch eine bessere Qualifikation der Mitarbeiter. Angehoben wurden deshalb auch die Anforderungen an den Nachwuchs. Viele Betriebe verlangen mindestens einen mittleren Schulabschluss. Die Lehrzeit des anerkannten Handwerksberufs beträgt dreieinhalb Jahre. Im dritten Lehrjahr müssen sich die künftigen Elektroniker entscheiden, welche Fachrichtung sie einschlagen wollen: Automatisierungstechnik, Energie- und Gebäudetechnik oder Informations- und Telekommunikationstechnik. 

Wer sich für den Beruf interessiert, muss technische Zusammenhänge gut und schnell erfassen können. Da es der Elektroniker in seinem Beruf häufig mit Kunden zu tun hat, ist zudem eine gute Kommunikationsfähigkeit von Vorteil. Er/sie sollte sich natürlich für Elektronik und Elektrotechnik interessieren, lernfähig, selbstständig und teamfähig sein. Dass der Elektroniker mit Mathematik nicht auf Kriegsfuß stehen darf, versteht sich von selbst. Und weil sich die Herausforderungen in diesem Beruf ständig ändern, empfiehlt die Industrie- und Handwerkskammer, regelmäßig Fortbildungen zu besuchen. Die Karriereaussichten werden als gut eingeschätzt: Der Aufstieg vom Lehrling zum Elektroingenieur und Firmeninhaber ist möglich, wenn man positiv beruflich „unter Strom steht“.  

Optimal auf die Zukunft vorbereitet

Nach dem neuen Pflegeberufegesetz werden die Altenpflege, die Kinderkrankenpflege
und die Gesundheits- und Krankenpflege in einer gemeinsamen Pflegeausbildung zusammengeführt

Foto: kbo Inn-Salzach-Klinikum

Pflege ist ein interessanter und vielseitiger Beruf. Aufgrund der besonderen Nähe zu Menschen erfordert er Professionalität und Feingefühl, um Pflegebedürftige in ihrer individuellen Situation umfassend zu unterstützen und zu begleiten. Durch die Zunahme von akuten und chronischen Erkrankungen bei Menschen aller Altersgruppen spielen vor allem der Erhalt und die Förderung der Selbstständigkeit eine wichtige Rolle. Die dafür notwendigen Kompetenzen erwerben Sie im Laufe der Ausbildung am „kbo-Inn-Salzach-Klinikum“.

Der generalistische Abschluss „Pflegefachfrau“ beziehungsweise „Pflegefachmann“ beinhaltet die Versorgung von Menschen aller Altersgruppen. Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner stehen für eine zukunftsfähige Pflege mit einer hohen Qualität.

Die Ausbildung am „kbo-Inn-Salzach-Klinikum“ Wasserburg dauert drei Jahre und beginnt jährlich zum 1. September. Diese bietet unter anderem: intensive Betreuung in Theorie und Praxis, vielseitigen und kreativen Unterricht, individuelle Lernberatung, qualifizierte Praxisanleitung, zahlreiche Einsatzmöglichkeiten in verschiedenen Fachdisziplinen, die Möglichkeit eines Auslandspraktikums sowie ein duales Studium (Pflege Bachelor) in Kooperation mit der Technischen Hochschule Rosenheim.

Träger der Ausbildung sind die Kliniken des Bezirks Oberbayern (kbo). Diese bieten an über 50 Standorten viele Einstiegs- und Entwicklungsmöglichkeiten. Studiengänge in Pflegewissenschaft, Pflegepädagogik und Pflegemanagement an Hochschulen und Universitäten eröffnen weitere berufliche Perspektiven.

Die theoretische Ausbildung umfasst 2100 Stunden und konzentriert sich unter anderem auf die Themenbereiche: Pflege planen, durchführen und auswerten, Menschen aller Altersstufen beraten und begleiten, in Notfallsituationen professionell handeln und Mitwirkung bei der medizinischen Diagnostik und Therapie. Die praktische Ausbildung umfasst 2500 Stunden in den Bereichen Akut- und Langzeitpflege, stationäre, teilstationäre und ambulante Pflege, präventive, kurative, rehabilitative und palliative Pflege. 

Partner in Alltag,
Freizeit und Schwierigkeit

Empathie und Geduld sind wichtige Voraussetzungen für die erfüllende Arbeit von Heilerziehungspflegern 

Gemeinsam durch dick und dünn: Heilerziehungspfleger sind wichtige Begleiter durch ein inklusives Leben.

Foto: Adobe Stock

Inklusion ist kein leerer Begriff mehr, hinter dem sich Entscheider verstecken können. Seit 2009 gilt auch hierzulande die UN-Behindertenrechtskonvention, die uns dazu verpflichtet, uns als Gesellschaft immer mehr umzugestalten, sodass Bereiche wie Wohnen, Freizeit, Schule, Ausbildung, Arbeit und Öffentlichkeit für behinderte Menschen gleichermaßen uneingeschränkt zugänglich sind wie für Nichtbehinderte. Je größer die Möglichkeiten eines behinderten Menschen, sein Leben selbstbestimmt zu gestalten, desto mehr Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ist für ihn oder sie möglich. 

Hierbei spielen Heilerziehungspfleger, Kurzform „HEP“, eine wesentliche Rolle. Sie unterstützen sowohl körperlich als auch geistig behinderte Kinder, Jugendliche und Erwachsene bei der Bewältigung ihres Alltags – sowohl stätionär als auch ambulant. Entsprechend vielschichtig sind die Aufgaben innerhalb des Berufsbilds: Im Rahmen der pädagogischen Aufgaben wirken sie bei der Freizeitgestaltung des behinderten Menschen wesentlich mit, motivieren und inspirieren ihn oder sie, Hobbies wie Musizieren, Malen oder geliebte Sportarten zu pflegen, sie sind unter anderem aber auch tatkräftige Partner beim (erneuten) Einstieg in Schule oder Beruf oder beim Strukturieren des Alltags, beispielsweise durch Einkaufstraining. Aber auch Verwaltungs- und/oder Organisationsaufgaben stehen an – Förderungspläne sind Sache von Heilerziehungspflegern genauso wie die Organisation von Ausflügen.

In pflegerischen Angelegenheiten helfen sie bei Körperpflege, Anziehen, Essen und Medikamenteneinnahme. Auch hier ist die Anleitung der betroffenen Person wesentlicher Bestandteil der Arbeit. Wie und in welchen Bereichen kann sie unterstützt werden, um so selbstständig wie möglich agieren zu können? Welche Bedürfnisse hat der behinderte Mensch? Unter anderem diese Fragen bestimmen den Berufsalltag von Heilerziehungspflegern, die im kontinuierlichen Austausch mit entsprechenden Fachdiensten und Einrichtungen stehen – insgesamt eine verantwortungsvolle und abwechslungsreiche Tätgikeit also, die, mit unterschiedlichen Ausprägungen, in Tagesstätten sowie Wohn- und Pflegeheimen für behinderte Menschen genauso ansteht wie zum Beispiel in ambulanten Diensten, Vorsorge- und Rehabilitationskliniken, Förderschulen, Kindergärten oder auch in Privathaushalten.

Heilerziehungspfleger bringen am besten von Haus aus viel Geduld und Empathie mit – denn viele Abläufe, Handgriffe und Instruktionen brauchen nun einmal mehr Zeit. Kontaktfreudigkeit und Flexibilität, die Fähigkeit, auch auf Unvorhergesehenes besonnen reagieren zu können, sind ebenfalls wichtige Eigenschaften, die Heilerziehungspfleger im Berufsalltag gut gebrauchen können. Im Gegenzug ist man in einem erfüllenden Bereich tätig, der Abwechslung bringt und Kontakte fördert.

Die Ausbildungsdauer ist bundesweit nicht durchweg gleich geregelt. Je nach Bundesland dauert sie drei Jahre an einer Berufsfachschule mit integriertem Praktikum oder kann an einer Schule innerhalb von zwei Jahren mit anschließendem einjährigen Praktikum absolviert werden. Auch die beruflichen Voraussetzungen sind nicht überall gleich: Oft ist der Mittlere Schulabschluss erforderlich, es genügt mitunter auch der Hauptschulabschluss.