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WIR IM DACHAUER LAND

Szenen im Miniaturformat

Die Puppenstuben-Ausstellung im Museum Altomünster wird noch bis 1. März gezeigt

Nikolaus und Knecht Ruprecht mit Schlitten –
gefertigt in filigraner Handarbeit.
Foto: privat

Es ist eine eigene kleine Welt, in die das Museum Altomünster die Besucher in den kommenden Monaten entführen will: Es ist die Welt der Puppenstuben und Miniaturen. In der Ausstellung im Museum Altomünster, so heißt es, werden ausschließlich neue Puppenstuben und Miniaturen gezeigt, die zum großen Teil in liebevoller Handarbeit von den Eigentümern selbst hergestellt oder erworben wurden. Die einzelnen privaten Sammlungen sind durch die Liebhaberei von Erwachsenen entstanden, die Spaß daran haben, in diesem Maßstab kleine Szenen nachzustellen und zu arrangieren. 

„Alle ausgestellten Objekte sind von den Mitgliedern unseres Freundeskreises und deren Freunde zur Verfügung gestellt“, informieren die Aussteller. Und: Diese Puppenstuben und Miniaturen, die von jetzt an bis zum 1. März des kommenden Jahres im Museum Altomünster gezeigt werden, sind Sammlerstücke und Spielsachen für Erwachsene und keine Spielsachen für Kinder, wird eigens betont. Die Miniaturisten, wie sich die Handwerkskünstler selbst bezeichnen, bedienen sich verschiedener Techniken und unterschiedlichster Materialien. „Unsere Motivation ist, Miniaturen herzustellen und Szenen nachzubauen, ohne einen Pädagogischen Auftrag erfüllen zu müssen.“ Wie zum Beispiel im Biedermeier. Wohlhabende Familien ließen damals gerne Häuser im Miniaturformat nachbauen, um einerseits ihren Reichtum zu präsentieren, aber auch weil Mädchen damals bereits frühzeitig und spielerisch auf ihre zukünftige Rolle aus Hausfrau vorbereitet werden sollten, so der kulturhistorische Hintergrund. 

Besonderes beliebt waren deshalb auch einzelne Zimmer wie Puppenküchen oder Wohnräume. Im Biedermeier fand dieses Spielzeug für Mädchen weite Verbreitung. Oftmals sei die Puppenstube nur von Weihnachten bis zum Dreikönigstag ausgepackt worden und in dieser kurzen Zeitspanne durfte mit ihr gespielt werden. In vielen Museen können diese alten Puppenstuben heute noch besichtigt werden, z.B. im Spielzeugmuseum in München oder Nürnberg. Oder in der bemerkenswerten Puppenstadt „Mon Plaisir“ in Arnstadt (Thüringen). Die Fürstin Auguste Dorothea von Schwarzburg-Arnstadt hat in zahlreichen Szenen das damalige Leben nachbilden lassen. Die Szenen spiegeln einzigartig das damalige Leben sowohl des Adels und Bürgertums als auch der Bauern wider. In dieser kleinen Miniaturstadt gibt es die Fürstliche Residenz, ein Kloster und viele Handwerker werden in ihren Werkstätten gezeigt. Die gesamte Sammlung umfasst 82 einzelne Szenen und ist im Besitz der Arnstädter Museumsstiftung im Schloßmuseum Arnstadt im Neuen Palais ausgestellt. „Wir sehen uns in dieser Tradition“, erklären die Altomünsterer Aussteller, die insgeheim hoffen, dass es vielleicht ja auch einmal in Altomünster etwas Ähnliches wie in Arnstadt geben wird. Denn im Kloster, so sagen sie, gebe es genügend Platz. 

Die Ausstellung im Museum Altomünster ist nicht die erste Ausstellung von Puppenstuben und Miniaturen. Bereits vor sechs Jahren wurde hier am Ort die erste Puppenhäuser- und Miniaturen Ausstellung für das Museum geplant und umgesetzt. Miniaturisten versuchen die Realität so genau wie möglich im Maßstab 1:12 nachzubilden. Überwiegend sind die in Altomünster ausgestellten Miniaturen deshalb in diesem Maßstab gefertigt. Dieser für nicht eingeweihte, ungewöhnliche Maßstab „1 zu 12“ bezeichnet das Verhältnis von 1 Zoll (englisch Inch) zu einem Fuß (englisch feet), einer Maßeinheit, die in Amerika immer noch gebräuchlich ist. Jeder, der Puppenhäuser und die dazu erforderlichen Miniaturen selbst anfertigen möchte, muss gerne handwerklich arbeiten, viel Geduld aufbringen und genau hinschauen. Die Herausforderung sei, dass alles im Kleinen maßstabsgetreu und so realistisch wie möglich nachgemacht wird. So gibt es moderne Puppenhäuser mit elektrischen Lampen und Fernsehgeräten, die echte Filme zeigen.

Jeder der gerne handwerklich arbeitet, kann dieses Hobby pflegen. Bevorzugt trifft man in der Puppenhausszene Frauen, aber zunehmend auch Männer. Was der einzelne nicht kann, weil dazu das Geschick oder die Zeit fehlt, kann auf Verkaufsausstellungen fast alles kaufen. Diese Börsen sind außerdem ein internationaler Treffpunkt für Gleichgesinnte und eine wichtige Quelle der Inspiration. Während der Öffnungszeiten der Ausstellung in Altomünster werden wieder verschiedene Sachen angefertigt. 

 

Museum, St. Birgittenhof 6, 85250 Altomünster

Öffnungszeiten: Do. bis Sa.: 13 bis 16 Uhr; So.: 13 bis 17 Uhr

Eintrittspreise: 2,50 Euro; Kinder bis 14 Jahre frei,

Gruppen ab 10 Personen: 2 Euro pro Person.

Wasser, Wind und Wellen

Die 44. große Jahresausstellung der FREIEN MALGRUPPE DACHAU findet von 16. bis 24. November im Rotkreuzsaal in Dachau, statt

20 Künstlerinnen und Künstler der FREIEN MALGRUPPE DACHAU zeigen mehr als eine Woche lang ihre Werke. Als Jahresthema wurde diesmal „Wasser, Wind und Wellen“ gewählt, zu dem jeder Aussteller ein Bild umgesetzt hat. Das Jahresthema wird an einer gesonderten Wand auf der Bühne des Saales präsentiert. 

Im übrigen Saal werden Werke mit unterschiedlichsten Themen in verschiedenen Techniken vorgestellt. Sie reichen von Zeichnung, Aquarell-, Acryl- bis hin zu Ölmalerei. Die verschiedenen Motive werden sowohl gegenständlich als auch abstrakt interpretiert. Auch die Ergebnisse zahlreicher Malausflüge in Dachau und Umgebung werden zu sehen sein. Im Kleinformat kann man viele der Werke ebenfalls erwerben, als Kunstkarten oder in Form des beliebten Kalenders der FREIEN MALGRUPPE DACHAU.

Oberbürgermeister Florian Hartmann hat wieder die Schirmherrschaft übernommen und wird die Ausstellung zur Vernissage am Samstag, 16. November um 14 Uhr eröffnen. Die musikalische Gestaltung bestreitet der junge Gitarrist und Sänger Tobias Duveneck. Für das leibliche Wohl und Getränke ist gesorgt.

Öffnungszeiten: Mo. bis Fr., 14 bis 17.30; Sa. und So.,
10 bis 17.30. Eintritt ist frei. Rotkreuzsaal in Dachau, Rotkreuzplatz 1.