Anzeigensonderveröffentlichung

Steuer und Recht

Neue Gebührensätze für Steuerberater

Der Bundesrat hat grünes Licht für die elektronische Rechnungsstellung gegeben

Selbständige zahlen künftig mehr für die Einnahmen-Überschuss-Rechnung. Foto: Pixabay

Insbesondere die neu geschaffene Möglichkeit, Rechnungen künftig elektronisch, etwa per E-Mail an den Mandanten senden zu können, ist aus Sicht des Deutschen Steuerberaterverbands DStV ein wichtiger Schritt zum Bürokratieabbau. In Zeiten der fortschreitenden Digitalisierung nahezu aller Geschäftsabläufe sei es den Vertretern des Berufsstands zunehmend als Anachronismus erschienen, dass Steuerberater ihre Vergütung nach bisheriger Rechtslage aufgrund einer handschriftlich unterzeichneten Berechnung einfordern mussten, kommentierte man dort.

Ebenfalls beschlossen wurde, dass die Abrechnung der Verfahren vor den Verwaltungsbehörden mit den Regelungen der Rechtsanwälte besser harmonisiert werden soll. Durch die Aufnahme eines ausdrücklichen Verweises auf das Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) in die Vergütungsordnung entfällt damit die bisherige Tabelle E – die Geltung unterschiedlicher Gebührentabellen von Rechtsanwälten und Steuerberatern für die gleiche Tätigkeit gehört damit der Vergangenheit ein. So trägt der Gesetzgeber damit dem Umstand Rechnung, dass beide Berufsgruppen als gesetzlich normierte Organe der (Steuer-)Rechtspflege in gleicher Weise für ihre Mandanten tätig werden, wenn es etwa um die Begleitung von Einspruchsverfahren vor den zuständigen Behörden geht.

Steigende Kosten abfedern

Des Weiteren hat der Bundesrat eine Anpassung bei den jeweiligen Gebührensätzen in einem Umfang von rund zwölf Prozent beschlossen – Steuerberatung wird also teurer. Dies entspricht den wesentlichen Forderungen des Berufsstands: Der DStV forderte schon seit einiger Zeit eine Erhöhung der Gebühren für Beratung, Abschluss, Buchführung und Dienste im landwirtschaftlichen Bereich, „um die Tariflohnentwicklung der letzten Jahre entsprechend abzubilden“. Ebenfalls gibt es einen Inflationsausgleich bei der Zeitgebühr und im Bereich der Lohn- und Gehaltsabrechnung. Gleiches gilt für die Anpassungen der Rahmengebühr und des Mindestgegenstandswerts bei der Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR), welche künftig ebenfalls erhöht werden. Selbständige haben für die jährliche Steuererklärung also künftig höhere Kosten für den Steuerberater, die sie freilich aber auch weiterhin von der Steuer absetzen können.

Laut DStV tragen die Anpassungen dazu bei, den erheblichen Anstieg der Kosten in den Kanzleien „zumindest etwas abzufedern“. Die letzten Anpassungen in der Vergütungsordnung lägen bereits rund neun Jahre zurück. Die geänderten Vergütungen treten voraussichtlich zum 1. Juli 2020 in Kraft.

Verein für Existenzsicherung e.V. hilft bei Insolvenz

Bis Herbst 2020 suchen vermutlich noch Hunderte Firmen und Arbeitnehmer Beratung

Die aktuelle Corona-Krise trifft nicht nur die Wirtschaft, sondern auch Einzelpersonen, Kleinstunternehmen, Selbständige, kleine und mittelständige Firmen, sondern auch soziale Einrichtungen. Viele Firmen haben wegen der Corona Krise ihre Mitarbeiter in die Kurzarbeit schicken oder kündigen müssen. Ob die Firmen nach der Corona-Krise die Mitarbeiter aus der Kurzarbeit zurückholen oder doch kündigen müssen, kann jetzt noch niemand vorhersagen.

Bei der Beratungsstelle der IHK melden sich zurzeit täglich 400 bis 500 Unternehmer mit Problemen. Das Aussetzen der Mieten, Darlehensraten, Sozialversicherungsbeiträgen oder Steuern bringt keine Lösung, sondern verschiebt nur das Problem. Dies gilt für Firmen und Verbraucher. Es ist zu erwarten, dass viele Firmen und Selbständige in einigen Monaten Insolvenz anmelden müssen, da die Einnahmen weggefallen sind, aber die Kosten bleiben.

Als nächstes trifft es die Arbeitnehmer in der Kurzarbeit oder Arbeitslosigkeit. Es wird schwierig einen neuen Arbeitsplatz zu finden und das Arbeitslosen- und Kurzarbeitergeld beträgt nur 60 Prozent vom Netto. Da wird es schwierig, die Mieten, Strom, Darlehensraten und laufende Kosten zu zahlen.

Das Amtsgericht München schichtet bereits Stellen um, da für den Herbst mit dem Schlimmsten gerechnet wird.

In den nächsten Monaten ist mit einem Ansturm auf die karitativen Schuldnerberatungsstellen zu rechnen, die bereits jetzt hoffnungslos überlastet sind. Es ist dort mit langen Wartezeiten zu rechnen. Außerdem dürfen diese Stellen nur Insolvenzverfahren für Verbraucher durchführen und keine Regelinsolvenzen für Firmen bearbeiten.

Der Verein für Existenzsicherung e. V. begleitet Verbraucher, Selbständige und Firmen bei der Vorbereitung zur Insolvenz. Wir haben keine Wartezeiten und können Verfahren schnell abwickeln. Deshalb ist es wichtig, sich frühzeitig zu melden, da versucht werden soll, eine Insolvenz zu vermeiden.