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Aus- und Weiterbildung

Nach Corona-Einbruch:
Bayerns IHK erwartet Aufholeffekt am Ausbildungsmarkt

Präsident Sasse: „Die meisten Betriebe wollen weiter stark ausbilden“

Azubis sind für die IHK als Info-Scouts in Schulen im Einsatz.

Foto: IHK 

Der Corona-Stillstand der vergangenen Monate macht auch vor der Ausbildung nicht Halt: Ein deutliches Minus von 16,0 Prozent bei den neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen bis Ende Juni verzeichnet der Bayerische Industrie- und Handelskammertag (BIHK) im Vergleich zum ersten Halbjahr 2019.

Gleichzeitig gibt eine BIHK-Umfrage unter bayerischen Ausbildungsbetrieben Hoffnung. „Drei Viertel der befragten Betriebe sagen, dass die Ausbildung trotz Corona normal weiterläuft“, sagt BIHK-Präsident Eberhard Sasse. Nur 13 Prozent geben an, aktuell keine Auszubildenden einzustellen. Lediglich jeder hundertste Betrieb hat bereits für den Herbst abgeschlossene Ausbildungsverträge wieder aufgelöst.

„Die Ausbildung gehört zu den wichtigsten Zukunftsinvestitionen der Unternehmen. Den Rotstift beim Fachkräftenachwuchs setzen Betriebe nur in einer existenziellen Krise an“, so der BIHK-Präsident. Mit zunehmender Rückkehr zur Normalität und zu besseren Geschäftsperspektiven sei auch kurzfristig wieder ein deutlicher Anstieg bei den Ausbildungszahlen zu erwarten, insbesondere in Handel und Gastronomie. Auch die nunmehr herrschende Klarheit zur kürzlich beschlossenen Ausbildungsprämie für Unternehmen dürfte laut BIHK ein wichtiger Faktor sein. Sofern Betriebe die Förderkriterien erfüllen, gibt es die Prämie ohne Frist oder Stichtag für alle 2020 neu abgeschlossenen Ausbildungsverhältnisse.

Jeder Bewerber kann versorgt werden

Ohnehin sei ein Aufholeffekt absehbar: „Durch Corona haben sich alle Abläufe verzögert. Im Vergleich zu den Vorjahren dürften so manche Ausbildungsverträge mit zwei oder drei Monaten Verspätung abgeschlossen werden“, sagt Sasse. „In vielen Betrieben stand und steht die Bewältigung der Corona-Krise an erster Stelle“, gibt der BIHK-Präsident zu bedenken. Nicht zuletzt mussten im Frühjahr viele Ausbildungsmessen abgesagt werden, was die Kontaktanbahnung zwischen Auszubildenden in spe und Unternehmen verzögert hat. Ein Sechstel der Betriebe wünscht laut Umfrage auch aktuell Unterstützung bei der Suche nach geeigneten Bewerbern für die Ausbildung.

„Auch dieses Jahr bleibt unser erklärtes Ziel, dass trotz aller aktuellen Schwierigkeiten jeder ausbildungswillige Schulabgänger in Bayern einen Ausbildungsplatz bekommt“, unterstreicht Sasse. Der BIHK-Präsident appelliert an alle Schulabgänger, sich ungeachtet der Corona-Krise und dem fortgeschrittenen Herbst für Ausbildungsplätze zu bewerben. Wie stark der bayerische Ausbildungsmarkt ist, belegen auch aktuelle Zahlen der Arbeitsagentur: Stand Ende Juni gab es im Freistaat für knapp 23.000 unversorgte Ausbildungsbewerber rund 42.000 unbesetzte Ausbildungsplätze. Das heißt, rein rechnerisch kann derzeit jeder Bewerber versorgt werden und hat jeweils die Wahl zwischen fast zwei offenen Lehrstellen.

Die IHKs stehen in Bayern für rund 60 Prozent aller Ausbildungsverhältnisse und betreuen rund 31.000 Ausbildungsbetriebe aus Industrie, Handel und Dienstleistungen.

Offene Ausbildungsplätze können Unternehmen in der bundesweiten IHK-Lehrstellen­börse (www.ihk-lehrstellenboerse.de) melden. Und auch Lehrstellensuchende können sich hier natürlich nach einer passenden Ausbildung umsehen.

Ausbildungsberuf für Könner

Bankkaufleute sind kundenfreundlich, verschwiegen und denken strategisch-analytisch 

Die Bankkauffrau und der Bankkaufmann zählen zu den beliebtesten und facettenreichsten Ausbildungsberufen in Deutschland. Gute und motivierte Azubis haben hier immer eine Chance und gute Perspektiven. 

Wer bei einer Bank unterzeichnet, macht garantiert nichts falsch.

Foto: Raiffeisenbank

Bankkaufleute unterstützen ihre Kunden in Geldangelegenheiten. Sie informieren beispielsweise  über Kapitalanlagen, Kontoführung und wickeln den in- oder ausländischen Zahlungsverkehr für Kunden ab. Sie beraten zu Privat- und Firmenkrediten, Bausparverträgen, Lebensversicherungen oder anderen Verträgen, bahnen Vertragsabschlüsse an und bearbeiten diese. Im internen Bereich eines Kreditinstitutes planen und steuern sie zudem Arbeitsabläufe. Darüber hinaus führen sie Kontrollen im Rechnungswesen durch und überwachen die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und innerbetrieblicher Richtlinien. Ausgebildete Bankkaufleute finden Beschäftigung in Kreditinstituten wie Banken und Direktbanken, Girozentralen, Sparkassen und Bausparkassen an Börsen oder im Wertpapierhandel.

Für diese Ausbildung sollten folgende Anforderungen erfüllt sein: Kunden- und Serviceorientierung, Kommunikationsfähigkeit etwa bei der Kundenberatung, Sorgfalt, Konzentration und Verschwiegenheit (z.B. beim ordnungsgemäßen Buchen von Geschäftsvorgängen, beim Umgang mit Kundendaten), kaufmännisches Denken und Verhandlungsgeschick (etwa beim Einschätzen von Kreditrisiken, beim Aushandeln von Konditionen für Geldanlagen oder Kredite). Als 

Schulfächer sind Deutsch (für den Kundenkontakt), Wirtschaft (für die Analyse von Bilanzkennzahlen), Mathematik (für Zins- und Prozentrechnungen) und Englisch (für internationale Kundenkontakte) wichtig.

 

Vertrauenswürdigkeit und Zuverlässigkeit sind Voraussetzung

Nach dem erfolgreichen Abschluss der Berufsausbildung ist es meist üblich, dass man von der ausbildenden Bank übernommen wird. Jedoch kann man sich natürlich auch bei einer anderen Bank bewerben. Dabei werden Eigenschaften und Fähigkeiten wie Zuverlässigkeit, Vertrauenswürdigkeit, zuvorkommendes Arbeiten und Verhalten groß geschrieben. Nach der Ausbildung kann man in eigentlich allen Bereichen einer Bank arbeiten. Als Bankkaufmann hat man auch die Möglichkeit für einen Berufseinstieg im Bereich Versicherungs- und Finanzdienstleistungen zu wagen oder direkt ein Studium anzuschließen.

Rechtlich ist für die duale Ausbildung im Kreditgewerbe (geregelt durch Ausbildungsverordnung) mit einer Ausbildungsdauer von drei Jahren keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis stellen Betriebe allerdings überwiegend Auszubildende mit Hochschulreife ein, informiert Berufenet. (http://arbeitsagentur.de)

Beruf mit vielen Facetten

Schreiner arbeiten heute als Dienstleister eng mit ihren Kunden zusammen


Schreiner arbeiten schon lange nicht mehr nur mit Holz. In einer modernen Werkstatt werden auch verschiedene Holzwerkstoffe, Kunststoffe, Mineralwerkstoffe, Glas und vieles mehr verwendet. So breit wie die Palette der Materialien ist heutzutage auch das Spektrum der Tätigkeiten. Egal ob als Fensterspezialist in einem Industrieunternehmen, als Messebauer oder mittelständischer Anbieter hochwertiger Küchen und Möbel – dem ausgebildeten Schreiner stehen viele Türen offen.

Junge Schreinerinnen auf der Internationalen Handwerksmesse.

Foto: GHM

Wer glaubt, ein Schreiner werkle still und leise vor sich hin, der irrt. Der Trend geht immer mehr in Richtung Dienstleistung für den Kunden. Der Großteil der Schreinerbetriebe arbeitet deshalb eng mit den Kunden zusammen. Egal ob die Interessenten mit einer Skizze für eine Küchenzeile oder einer vagen Idee für einen Einbauschrank kommen – gemeinsam mit ihnen entwickelt der Schreiner maßgeschneiderte Lösungen.

Keine Männerdomäne

Gespür für den Kunden gehört dazu. Schreinerbetriebe stellen deshalb hohe Anforderungen an ihre Beschäftigten – auch an die Lehrlinge. Für die dreijährige Schreiner-Ausbildung braucht man unbedingt „die drei Gs“: Geduld, Genauigkeit und Gründlichkeit. Außerdem sind mathematische Fähigkeiten und ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen nötig. Das theoretische Rüstzeug bekommen die Azubis in der Berufsschule.

Auch Fitness ist wichtig, denn Schreiner ist ein körperlich belastender Beruf. Man hat mit schweren Gewichten zu tun und ist den ganzen Tag auf den Beinen. Eine Männerdomäne ist das Schreinerhandwerk trotzdem nicht. Inzwischen entscheiden sich auch viele junge Frauen für diesen kreativen und handwerklich befriedigenden Beruf.

Hat man die Gesellenprüfung geschafft, bieten sich gute Karrierechancen. Viele Gesellen machen später ganz klassisch ihren Meister. Denn der Meisterbrief steht noch immer für höchste Kompetenz im Schreiner-Handwerk.