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Alexa und der Datenschutz

Antworten auf die 6 häufigsten Fragen

Smarte Sprachassistenten werden immer beliebter. Ganz oben auf der Liste: Amazons Alexa. Mittlerweile sind über hundert Millionen Alexa-kompatible Geräte im Einsatz. Deutsche Haushalte nutzen Alexa, um beispielsweise den Alltag zu organisieren, besser einzuschlafen oder zum Musikhören. Einige Nutzer haben jedoch Bedenken zu Datenschutz und Sicherheit. Die wichtigsten Fragen und Antworten im Überblick.

6 Minuten Lesezeit

1. Hört Alexa die ganze Zeit zu?

Nein. Die Künstliche Intelligenz wird nur dann aktiviert, wenn das Gerät das Aktivierungswort „Alexa“ erkennt oder Sie Ihr Echo-Gerät manuell einschalten. Vielleicht fragen Sie sich jetzt: Muss Alexa nicht die ganze Zeit hinhören, damit die Künstliche Intelligenz mitbekommt, wenn jemand ihren Namen sagt?

Die Antwort lautet: Nein. Alexas Wissen stammt aus Amazons Cloud. Ohne Aktivierung keine Verbindung zum Cloudserver. Ohne diese Verbindung gibt es nur wenige Funktionen, die Alexa ausführen kann, zum Beispiel das Warten auf das Aktivierungswort. Man könnte das mit dem Aufenthalt in einem Land vergleichen, dessen Sprache Sie nicht sprechen: Sie verstehen das Gesprochene nicht, werden aber aufmerksam, wenn jemand plötzlich Ihren Namen sagt.

Die Technologie hinter den Echo-Geräten gleicht das akustische Muster des Gesagten mit dem Muster des Aktivierungswortes ab. Das ist also kein Zuhören und Verstehen wie beim Menschen. Sagt jemand „Alexa“, erkennt die Technologie, dass die akustischen Muster mit dem des Aktivierungswortes übereinstimmen und weckt das Echo-Gerät auf. Nur, wenn das Aktivierungswort erkannt wurde, wird das, was sie sagen, als Audio-Signal an Amazons Cloud-Server gestreamt. Auf Server-Ebene wird das Muster des Aktivierungswortes nochmals geprüft, bevor die Aktivierung bestätigt wird. Nur dann kann Alexa loslegen.

2. Kann es passieren, dass Alexa versehentlich „aufgeweckt“ wird?

Kunden auf aller Welt sprechen mehrere Milliarden Mal pro Monat mit Alexa. In einigen Fällen kann es vorkommen, dass Alexa versehentlich ein Wort für das Aktivierungswort hält, das ähnlich klingt. Ungefähr so, wie wir uns reflexhaft umdrehen, wenn jemand auf der Straße etwas ruft, das dem Klang unseres Namens ähnelt.

Wacht Alexa tatsächlich einmal auf, weil Sie zum Beispiel „Alex“ gesagt haben, ist das jedoch kein Grund zur Sorge: Auf Cloud-Ebene findet noch einmal eine Überprüfung statt, ob wirklich das Aktivierungswort gefallen ist. War es nur ein ähnliches Wort, wird das Streaming gestoppt und was Sie sagen, wird nicht mehr aufgenommen.

Sollte Alexa einmal versehentlich aktiviert worden sein, können Sie fragen: „Alexa, warum hast du das getan“ und die Künstliche Intelligenz wird erklären, was der Auslöser war. Sie können auch unter „Alexa Datenschutz“ Ihren Sprachverlauf ansehen. Dort sind sämtliche Anfragen an Alexa gespeichert, darunter auch Audio-Aufnahmen von versehentlichen Aktivierungen.

3. Nimmt Alexa alles auf, was ich sage?

Nein. Ihre Privatgespräche sind auch weiterhin privat. Sie entscheiden, wann Sie Alexa nutzen und die Künstliche Intelligenz aktiv werden soll. Am Alexa zu starten, müssen Sie nur das Aktivierungswort sagen. Solange das Gerät das Aktivierungswort nicht erkennt, wird nichts gespeichert oder an die Cloud gesendet.

Die nächste Stufe nach der Aktivierung ist die Bestätigung auf Cloud-Ebene, dass Sie wirklich das Aktivierungswort gesagt haben. Sie erkennen, dass Alexa in die Cloud streamt, wenn ein blauer Leuchtring oder –streifen am Gerät sichtbar ist.

Zusätzlich können Sie die Mikrofone zu jeder Zeit abschalten. Sobald die Mikrofone des Geräts abgeschaltet sind, leuchtet es rot.

Um noch mehr Kontrolle über die Alexa-Aufnahmen zu haben, können Sie sich dazu entscheiden, dass überhaupt keine Sprachaufzeichnungen von Ihnen gespeichert werden. In der Alexa-App können Sie über Einstellungen > Alexa-Datenschutz > Ihre Alexa-Daten verwalten einstellen, ob Sie Ihre Sprachaufnahmen automatisch, alle drei oder alle 18 Monate gelöscht werden.

4. Hören sich Amazon-Mitarbeiter meine Sprachaufnahmen an?

Alexa muss von möglichst vielen Nutzern trainiert werden, die verschiedene Sprachen, Dialekte, Akzente sprechen und unterschiedliche Fragen stellen, um so gut wie möglich auf Ihre Sprachbefehle zu reagieren. In sehr wenigen Fällen helfen Menschen der Maschine, zu verstehen, so dass die Antwort Alexas auf die jeweilige Frage in Zukunft noch passender ist. Ein Beispiel: Sie fragen Alexa nach dem Wetter in Schweinfurt, aber Ihr Gerät liefert die Wettervorhersage für Steinfurt. Hier können Menschen dabei helfen, dass Alexa künftig zwischen Schweinfurt und Steinfurt unterscheiden kann. Dieser Prozess dient also ausschließlich der Verbesserung Alexas. Nur eine begrenzte Anzahl an Mitarbeitern hat Zugriff auf Sprachaufnahmen, um den Alexa-Service zu verbessern. Die Aufzeichnungen werden dabei nicht mit Informationen verknüpft, die es erlauben würden, den jeweiligen Nutzer zu identifizieren. Ein Bruchteil von einem Prozent aller weltweiten Nutzer-Aufnahmen werden manuell analysiert. Nutzer, die sich damit unwohl fühlen, können dies für ihre Sprachaufnahmen deaktivieren. Das geht ganz einfach in der Alexa-App: Wählen Sie unter „Einstellungen“ den Menüpunkt „Alexa Datenschutz“ und „Meine Alexa-Daten verwalten“. Dort können Sie entscheiden, ob Amazon Ihre Aufnahmen verwenden darf, um neue Funktionen zu entwickeln und bestehende Dienste zu verbessern.

5. Kann ich meine Aufnahmen löschen?

Ja, natürlich geht das. Sie entscheiden, ob Ihre Sprachaufnahmen gespeichert oder regelmäßig gelöscht werden.

Zum Löschen haben Sie mehrere Möglichkeiten: Sie können sich dazu entscheiden, dass Ihre Sprachaufnahmen überhaupt nicht erst gespeichert werden oder alle drei bzw. 18 Monate gelöscht werden. Sie können auch alle Sprachaufnahmen auf einmal löschen, sagen Sie einfach: „Alexa, lösche was ich gerade gesagt habe“ beziehungsweise: „Alexa, lösche alles, was ich heute gesagt habe.“.

In der Alexa-App sehen Sie unter „Alexa Datenschutz“ und „Sprachaufnahmen-Verlauf überprüfen“ genau, welche Aufnahmen gespeichert wurden und können einstellen, wie Sie damit verfahren wollen.

6. Wie können meine Kinder Alexa sicher nutzen?

Sie können für Ihre Kinder „Kid Skills“ aktivieren. Das sind Alexa-Skills, die speziell für Kinder entwickelt wurden. Eltern können Alexa nutzen, um ihren Kindern Lieder vorzuspielen oder ihnen eine Geschichte vorlesen zu lassen. Lesen Sie hier, was eine Familie in Berlin mit einem Echo-Gerät und Alexa erlebt hat.

Einige Eltern fragen Sich, ob der Nachwuchs mit Alexa Einkäufe machen kann, wenn sie einmal nicht hinsehen. Das können Sie ganz einfach ausschließen, indem Sie einen Code für Einkäufe einrichten. Bevor etwas gekauft werden kann, muss der vierstellige Code gesagt werden. 

Wer oft Spracheinkäufe macht und ganz sichergehen will, dass der Nachwuchs das nicht nachmacht, kann auch die eigene Stimme in der Alexa-App hinterlegen. Alexa reagiert dann nur noch auf Ihre Stimme. Dazu wählen Sie unter „Kontoeinstellungen“ „registrierte Stimmen“ und dann „Sprachprofil erstellen“.

Alexa und Echo-Geräte wurden entwickelt, um Ihre Daten und Privatsphäre zu schützen. Sie haben zahlreiche Möglichkeiten, individuelle Einstellungen vorzunehmen und können Alexa immer so nutzen, wie Sie sich wohlfühlen. Erfahren Sie, wie Alexa Ihre Daten schützt.