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Alexa und Barrierefreiheit

Sechs Menschen mit Behinderung stellen Alexa auf den Prüfstand

Die Alexa-Funktionen für Barrierefreiheit nutzen Künstliche Intelligenz, um Menschen mit Behinderung zu helfen. Wissenschaftler und Entwickler von Alexa legten von Beginn an großen Wert auf Barrierefreiheit. Ständig kommen neue Funktionen hinzu. Das sagen betroffene Menschen dazu.

6 Minuten Lesezeit

Die Bürokauffrau Eliza Gawin hat Muskelschwund und sitzt im Rollstuhl. Auf ihrem Blog schreibt sie darüber, wie sie ihrer Behinderung die einschränkende Wirkung entzieht. Gerade deswegen ist sie technikaffin. Eliza ist neugierig und offen für Neues – einschließlich Alexa: Zehn Tage lang hat die Sprachassistentin sie durch den Alltag begleitet. Ihr Fazit nach dem Test: „Ich nutze Alexa, um den Wecker einzustellen und meine Einkaufsliste zu aktualisieren. Es ist auch praktisch, Alexa nach dem Status einer Bestellung bei Amazon zu fragen. Mein Smart Home ist damit auch steuerbar“, erzählt Eliza. Für Menschen mit eingeschränkter Bewegungsfähigkeit kann es praktisch sein, sich nicht für jedes Bedienen eines Lichtschalters, einer Fernbedienung oder eines Thermostats in das jeweilige Zimmer begeben zu müssen. 

Neben den Smart-Home-Features nützen auch Funktionen wie „Drop-in“ Menschen mit Behinderung. Mit der „Drop-in“-Funktion können Personen in verschiedenen Räumen oder sogar an unterschiedlichen Orten über Alexa miteinander kommunizieren. Das kann zum Beispiel hilfreich sein, wenn jemand auf Assistenz angewiesen ist und die Person aus einem anderen Raum herbeigerufen werden soll. Bei Echo-Geräten mit Bildschirm funktioniert das auch als Videochat.

Lydia Zoubek wurde als blindes Kind geboren
Lydia Zoubek wurde als blindes Kind geboren

Auch für Lydia Zoubek ist Alexa eine praktische Hilfe im Alltag. Lydia ist blind. Sie wurde in Jordanien geboren und lebt in Deutschland, seit sie vier Jahre alt ist. Die zweifache Mutter liebt Technik und freut sich über jede Innovation, die sie ausprobieren kann. Da kommt die Sprachsteuerung mit Alexa gerade recht. „Besonders überzeugt hat mich der Klang der Boxen. Ich liebe Musik und höre alles querbeet – von Rock, Pop bis hin zu Klassik. Alexa schafft wirklich ein tolles Klangerlebnis“, sagt Lydia.

Für Menschen mit Sehbehinderung ist Alexa eine wirkliche Hilfe: Sie können sich nur mit der Kraft ihrer Stimme schnell und einfach informieren.

Alexa bietet sehbehinderten Menschen neue Wege, sich die für sie nützlichen Informationen zu beschaffen. Eine Funktion auf Geräten mit Bildschirm ist der VoiceView-Screenreader: Der Screenreader liest die Inhalte vor, die der Nutzer auf einem Echo-Gerät mit Bildschirm antippt. VoiceView liest dabei die gewählten Einstellungen wie „Lesegeschwindigkeit erhöhen“ laut vor. So weiß der Nutzer immer, welchen Befehl er gerade gegeben oder welche Einstellung er geändert hat. Für Menschen mit Sehbehinderungen sind außerdem Alexa-Features wie der Bildschirmvergrößerer, die Farbintensivierer und die Farbkorrektur interessant. Echo-Show-Geräte können auch über Gesten gesteuert werden. Zum Beispiel hält man die Sprachausgabe an, wenn man mit zwei Fingern einmal den Bildschirm antippt. Das ist gut für Menschen mit Sprachbehinderung oder für den Fall, dass man gerade nicht gut sprechen kann.

Ninia LaGrande testete Alexa zehn Tage lang
Ninia LaGrande testete Alexa zehn Tage lang

Die Moderatorin, Inklusionsaktivistin und Kolumnistin Ninia Binias wurde unter dem Künstlernamen Ninia LaGrande bekannt. LaGrande ist kleinwüchsig und testete Alexa ebenfalls zehn Tage lang. Ninia ist begeistert vor der Soundqualität der Boxen. „Ich nutze Alexa für Unterhaltung, also für Musik, kurze Infos, Erinnerungen und das Wetter.“ Auch wenn das auf sie selbst nicht zutrifft: LaGrande ist „überzeugt, dass Alexa für Menschen mit kognitiven Behinderungen sehr hilfreich sein kann“.

Lisa Schmidt und David Lebuser nutzen die Smart-Home-Funktionen von Alexa sehr intensiv. Die beiden sitzen im Rollstuhl und zeigen auf ihrem Blog, was man damit in einer Halfpipe alles anstellen kann. Zu Hause haben sie sich so eingerichtet, dass viele Geräte auch ohne manuelle Bedienung funktionieren. „Alexa, mach das Licht im Wohnzimmer aus.“ Der Satz falle mehrmals am Tag, erzählt Lisa. „Tatsächlich verwenden wir diese Funktion am häufigsten. Was wir auch benutzen, ist die Funktion ‚Ankündigungen‘.“ Damit können Alexa-Nutzer Nachrichten an alle verbundenen Echo-Lautsprecher in einem Haushalt senden.

Praktisch, findet Lisa: „Deshalb ist mittlerweile auch schon ein zweites Echo-Gerät bei uns ins Bad eingezogen – für Nachrichten in andere Räume wie ‚Oje, kein Toilettenpapier mehr da. Kannst du mal Neues bringen?‘“ Und falls wirklich keines mehr im Haus sein sollte, lässt sich über Alexa auch gleich eine Packung nachbestellen.

Für praktische Technik-Tools ist auch Christian Beyerlein zu haben. Der politische Aktivist hat Spinale Muskelatrophie und kämpft für die Rechte behinderter Menschen. „Ich bin jetzt nicht so der Quiz- und Unterhaltungstyp, was Alexa angeht, sondern eher praktisch orientiert“, sagt er. „Ich brauche sie zum Lösen von Alltagsaufgaben und ‚Abräumen‘ von Barrieren. Dazu ist die Smart-Home-Steuerung in der Tat schon mal ganz gut“, erzählt Christian. Ein neues Feature, das in Alexa integriert wurde, ist die Alexa Tap-Steuerung auf Echo-Geräten mit Bildschirm. Damit kann per Knopfdruck statt per Stimme mit Alexa interagiert und das Smart Home gesteuert werden. 

Christian Kiermeier hat Spinale Muskelatrophie und schreibt in seinem Blog über Sexualität und Behinderung
Christian Kiermeier hat Spinale Muskelatrophie und schreibt in seinem Blog über Sexualität und Behinderung

Auch Christian Kiermeier aus München hat Spinale Muskelatrophie. Er selbst beschreibt sich als kleinen Nerd: Chris liebt Filme, Serien, Videospiele, Brettspiele und Bücher. In seinem Blog schreibt er über das Thema Sexualität und Behinderung. Auch Chris testete Alexa, um sich ein Bild vom Amazon-Sprachassistenten zu machen: „Grundsätzlich hat mich Alexa gut verstanden, wenn die Umgebungsgeräusche nicht zu laut waren. Alexa hilft mir mit Dingen wie der Wettervorhersage und ich spiele gerne Musik-Playlisten ab. Der Sound ist super.“

Für Menschen mit Hörbehinderungen kann es praktisch sein, dass Echo-Geräte sich mit unterstützten Bluetooth-Lautsprechern koppeln lassen. Das kann helfen, wenn Alexa selbst zu leise ist, um verstanden zu werden. Auf kompatiblen Alexa-Geräten lässt sich auch die Lautstärke von Timern, Weckern und der Medienwiedergabe einstellen. Interessant für Gehörlose und Schwerhörige: Echo-Geräte teilen wichtige Informationen wie „Nachricht erhalten“ über Lichtsignale am Gerät mit. Geräte mit Bildschirm können außerdem auf dem Monitor Informationen über die Alexa-Funktionen anzeigen, so dass man nicht auf das Hörverstehen angewiesen ist. Untertitel lassen sich per Sprachbefehl („Alexa, aktiviere Untertitel“) aktivieren.

Wer Amazon Prime nutzt, kann außerdem auf Echo-Geräten mit Bildschirm Untertitel für Video aktivieren. So kann man zum Beispiel Prime-Serien mit Untertiteln sehen – das zu Hörende wird auf dem Bildschirm dann als Text angezeigt. Das kann man einstellen, wenn man einen Inhalt von Prime-Video abspielt und in der rechten oberen Ecke des Bildschirms auf „Audio und Untertitel“ klicken.

Alexa ist für jeden da. Sprachsteuerung eröffnet Menschen mit Sehbehinderungen oder Mobilitätseinschränkungen eine Bandbreite an neuen Möglichkeiten und Wegen, unabhängig, informiert und gut unterhalten zu leben.