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Pinakothek der Moderne

MIX & MATCH. Die Sammlung neu entdecken

Ab dem 15. September

MIX & MATCH. Die Sammlung neu entdecken

Asger Jorn, Lockung, 1960, © VG Bild-Kunst, Bonn 2022 | Jonathan Meese, SOOOO MACHEN, SORRY, ICH BIN KEIN GUTER TELEFONATOR, ICH BRUZZLÉ ..., 2014, © Jonathan Meese/VG Bild-Kunst, Bonn 2022

Rund 350 Werke von mehr als 150 Künstler:innen erstmals in epochen- und medienübergreifenden Themenräumen zu präsentieren, zeugt von einer großen Experimentier- und Kombinationslust. Das 

sechsköpfige Kurator:innenteam der Sammlung Moderne Kunst hat zum 20-jährigen Jubiläum der Pinakothek der Moderne auf 3.600 Quadratmetern einen völlig neuen Rundgang durch die Sammlung entwickelt. Entstanden sind lebendige Perspektiven durch unkonventionelle Gegenüberstellungen, die auf zentrale Fragestellungen unserer Gegenwart eingehen. Entdecken Sie hautnah, wie Malerei, Skulptur, Grafik, Fotografie und Videokunst aus 120 Jahren Kunstgeschichte neu erlebbar werden!

Pinakothek der Moderne

Ausstellungsansicht in der Pinakothek der Moderne mit Werken von David Claerbout, Ida Applebroog und August Macke. Foto: Margarita Platis, Bayerische Staatsgemäldesammlungen

Pinakothek der Moderne

Ausstellungsansicht in der Pinakothek der Moderne mit Werken von Ernst Ludwig Kirchner, Tracey Emin und Nikita Kadan. Foto: Margarita Platis, Bayerische Staatsgemäldesammlungen

Pinakothek der Moderne

Ausstellungsansicht in der Pinakothek der Moderne mit Werken von Tschabalala Self, Käthe Kollwitz und Renée Sintenis. Foto: Margarita Platis, Bayerische Staatsgemäldesammlungen

Pinakothek der Moderne

Ausstellungsansicht in der Pinakothek der Moderne mit Werken von Caroll Dunham, Tschabalala Self, Markus Selg und Jonathan Meese. Foto: Margarita Platis, Bayerische Staatsgemäldesammlungen

EINE KUNSTGESCHICHTE DER ENTDECKUNGEN

Im 20. Jahrhundert verfestigte sich eine Museumsdefinition des Sammelns, Bewahrens, Erforschens und Ausstellens, welche die Kunstobjekte in den Mittelpunkt setzte. In der Vergangenheit waren die Bemühungen in der Sammlung Moderne Kunst daher häufig darauf gerichtet, herausragende Werkgruppen einzelner Künstlerpersönlichkeiten wie Max Beckmann, Joseph Beuys, Donald Judd oder Anselm Kiefer aufzubauen und in Künstlerräumen zu zeigen. Vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Umbrüche und Krisen überdenkt die Institution Museum – so auch die Sammlung der Moderne – vielfach ihre Kernaufgaben und Ausstellungspraxis und möchte endlich nicht nur am westlich-männlich geprägten Kanon rütteln, sondern auch das Bewusstsein für eine Kunstgeschichte der Entdeckungen jenseits des eurozentristischen Mainstreams wecken.


Der neue Sammlungsrundgang MIX & MATCH beleuchtet Inhalte, die für die Gesellschaft des 21. Jahrhunderts von zunehmender Relevanz sind – wie sozialer Zusammenhalt, Migrationsbewegungen, neue Formen der Arbeit oder Umweltfragen. Aber auch kunsthistorisch traditionsreiche Gattungen und Motive wie der Akt, das Selbstporträt oder Naturbilder bis hin zu ästhetischen Konzepten des Anti-Akademischen oder des Spirituellen werden von Künstlerinnen und Künstlern neu befragt.

WIE BESCHREIBEN DIE KURATOR:INNEN IHRE ARBEIT

Sechs Kurator:innen bespielen 25 Räume jeweils als Duo und kommen von Raum zu Raum jeweils neu zusammen. Das Ergebnis lässt sich sehen: Hochgradig spannende Konstellationen und erfrischend neue Perspektiven eröffnen sich Ihnen als Besucher:in. Was die Kurator:innen beim Einrichten der Ausstellungen selbst fasziniert und worauf sie sich freuen, lesen Sie hier:

Pinakothek der Moderne

Die Kurator:innen der Sammlung Moderne Kunst in der Pinakothek der Moderne (v. l. n. r.):

Oliver Kase, Tatjana Schäfer, Bernhart Schwenk, Judith Csiki, Simone Förster und Franziska Kunze.

Foto: Elisabeth Greil, Bayerische Staatsgemäldesammlungen

Oliver Kase, Sammlungsleiter Klassische Moderne/Sammlungsdirektor Sammlung Moderne Kunst

Durch diese Grenzüberschreitungen verspreche ich mir, das Publikum zu überraschen, Neugierde und Leidenschaft zu entfachen, es in seiner Reflexions- und Kritikbereitschaft anzuspornen. Den aktuellen multimedialen Rezeptionsgewohnheiten unserer Zeit entspricht diese Präsentation eher als eine voraussagbare Abfolge von Gemälderäumen.

Simone Förster, Sammlungsleiterin Stiftung Ann und Jürgen Wilde:

Ich freue mich auf die Fotografie als eine weitere Stimme im vielsprachigen Dialog der Kunstwerke. Vielleicht wird sie in manchem Raum nur eine leise Anmerkung machen, in einem anderen hingegen eine laute These in die Debatte der Künste einwerfen.

 

Tatjana Schaefer, Assistenzkuratorin für Kunst ab 1945, Schwerpunkt amerikanische Kunst:

Die an verschiedenen Punkten der Ausstellung platzierten Minimal-Werke verhelfen dazu, die Besucher:innen immer wieder auch im Hier und Jetzt zu verorten, das Publikum also bewusst pendeln zu lassen zwischen dem Eintauchen in Bildwelten und der eigenen Vergegenwärtigung im Museumsraum.

 

Bernhart Schwenk, Sammlungsleiter Kunst ab 1960 und Gegenwartskunst:

In der Kunst sämtlicher Epochen spiegelt sich die Gegenwart. Zum einen war jedes Werk im Augenblick seiner Entstehung zeitgenössisch, zum anderen können wir auch ältere Kunst nicht anders verstehen als aus der Perspektive unserer Zeit. Die Annahme dieses Jetzt in jeglichem Kunstwerk ist aus meiner Sicht der große Reiz einer nicht chronologisch geordneten, generationsübergreifenden Ausstellung unserer Sammlung.

 

Franziska Kunze, Sammlungsleiterin Fotografie und Zeitbasierte Medien:

Hier kann ich nun aus dem Vollen schöpfen, den Bestand unter verschiedenen Aspekten aktivieren und beim gemeinsamen Planen meinen Sammlungsbereich durch die Augen der anderen Kurator:innen noch einmal neu entdecken.

Judith Csiki, Kuratorin Written Art Collection:

Seit mehreren Jahren wird dieser Fokus um Werke aus nichtwestlichen Kulturen erweitert, wozu auch die seit 2019 bestehende Zusammenarbeit mit der Written Art Collection einen wesentlichen Beitrag leistet. Ihr thematischer Akzent, der von kalligrafischer über gestische bis hin zu informeller Kunst reicht, korrespondiert auf vielfältige Weise mit dem Museumsbestand und eröffnet dadurch stets neue Perspektiven auf die einzelnen Sammlungsbereiche, die ich hier zeigen möchte.

Sigmar Polke, Konstruktivistisch, 1968, © The Estate of Sigmar Polke / VG Bild-Kunst, Bonn 2022 | Imi Knoebel, Roter Ritter, 1981,

© Imi Knoebel / VG Bild-Kunst, Bonn 2022

Als gattungs- und epochenübergreifende Präsentation folgt die Ausstellung MIX & MATCH sowohl der interdisziplinären Gründungsidee der Pinakothek der Moderne als auch dem Bewusstsein für Diversität und Wandel in unserer unmittelbaren Gegenwart. Entsprechend ist MIX & MATCH auch keine statische Präsentation. Empfindliche Werke auf Papier oder textile Arbeiten werden in regelmäßigen Abständen ausgewechselt. Durch diese Umhängungen entstehen neue Dialoge und es können deutlich mehr Exponate aus den reichen Sammlungsbeständen gezeigt werden; einige von ihnen sind bislang noch nie präsentiert worden. Ein wiederholter Besuch ist äußerst lohnenswert!

Pinakothek der Moderne (Kunst | Graphik | Architektur | Design)

Barer Straße 40, 80333 München

Telefon: 0 89/2 38 05-2 84

Website: www.pinakothek.de

E-Mail: info@pinakothek.de oder buchung@pinakothek.de

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