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Advantest Europe GmbH

Die Zeichen stehen bei dem Global Player auf Wachstum und Nachhaltigkeit

Die Zeichen stehen bei dem Global Player auf Wachstum und Nachhaltigkeit

Ohne Advantest würden die HighTech-Produkte wie zum Beispiel Smartphones & Co. nicht immer einwandfrei funktionieren. Das weltweit tätige Unternehmen mit japanischen Wurzeln prüft Halbleiterbauteile im Nanometerbereich für 5G, das Internet der Dinge (IoT), Künstliche Intelligenz (KI), autonomes Fahren, Maschinelles Lernen (ML), intelligente medizinische Geräte und vieles mehr. – Foto: Advantest Europe GmbH

Das börsennotierte Unternehmen Advantest mit Hauptsitz in Tokio, gegründet 1954, ist ein Hersteller von automatischen Testsystemen (ATE) für die Halbleiter-Industrie. Wir sprechen mit Peter Wewerka (Managing Director, CEO) und Michael Stichlmair (Managing Director) vom Europa-Headquarter in München über das sehr interessante Unternehmen und seinen nachhaltigen Weg in die Zukunft.

Herr Stichlmair, bitte erläutern Sie uns doch kurz, wofür die Advantest Testsysteme genau gebraucht werden?

STICHLMAIR: Ob 5G, Internet der Dinge (IoT), Künstliche Intelligenz (KI), autonomes Fahren – alle HighTech-Produkte enthalten unterschiedlich kleine Halbleiterbauteile im Nanometerbereich, die stets leistungsfähiger und technisch anspruchsvoller werden. Ihre hochkomplexen Prozessoren bestehen aus bis zu 7 Milliarden Transistoren. Bevor die Hersteller die Bauteile ausliefern, müssen diese zu 100% getestet werden, und dies mehrfach. Hier kommt Advantest ins Spiel. Advantest ATE Systeme sind frei programmierbar und stellen dabei die einwandfreie Funktion der elektronischen Bauteile sicher.

Was macht Ihre Produkte so besonders?


STICHLMAIR: Wir entwickeln, bauen und programmieren individuell auf die Bedürfnisse unserer Kunden zugeschnittene Test-Anlagen. Unsere Stärken liegen vor allem im Test von Mobiltelefonchips, Memory Chips, Bausteinen für Internet Server und robotergesteuerten Handlings-Systemen.

Ihr Unternehmen feierte erst kürzlich sein 66-jähriges Bestehen. Ihr weltweiter CEO und Präsident Yoshiaki Yoshida bezeichnete die vergangenen Jahre als „aufregende Reise“. Was war aus Ihrer Sicht besonders?

Peter Wewerka
Managing Director, CEO
Foto: Advantest Europe GmbH

WEWERKA: Zuallererst: Es kommt nicht so oft vor, dass eigenständige Unternehmen so lange durchhalten, ohne dass sie aufgekauft werden. Advantest startete als eine Art Garagenfirma und entwickelte sich vom japanischen Traditionsunternehmen zum internationalen, global agierenden Konzern. 2008 gab es die erste wichtige Expansion und Akquisition außerhalb Japans im bayerischen Amerang. Bereits in 2011 erfolgte dann die bisher bedeutendste Erweiterung des Konzerns durch den Erwerb der Verigy Ltd. In 2018/19 kamen dann noch weitere Ankäufe in den USA dazu. So wurde und wird der Konzern immer internationaler und konnte sein Produktportfolio enorm erweitern. Im Rahmen dessen unterlief der Konzern auch eine kulturelle Transformation: Das Management-Board ist mittlerweile international besetzt. Alle Mitarbeiter weltweit wurden bei diesem Wandel einbezogen und mitgenommen, für den nachhaltige und zukunftsträchtige Strategien entwickelt wurden.

Was zeichnet Ihr Unternehmen besonders aus?


STICHLMAIR: Wir sehen uns als Anbieter von weltweit führender Technologie. In Deutschland wird eines unserer wichtigsten Produkte – das V93000 Testsystem entwickelt. Die dabei eingesetzte Hardware und Software sind Spitzentechnologien für den Test von Halbleiterprodukten. Der V93000 Tester ist ein Produktionssystem mit höchster Präzision.


Merkt man die japanischen Wurzeln Ihres Unternehmens?


STICHLMAIR: Ja, denn auch wenn Advantest nun internationaler aufgestellt ist, wird die japanische Firmenkultur des Nachhaltigen gelebt. Unsere Unternehmensphilosophie orientiert sich an langfristigen Zielen und Strategien.


WEWERKA: Darüber hinaus sind japanische Firmen sehr großzügig mit ihren Boni an Mitarbeiter. In den letzten zwölf Halbjahren hat Advantest im Jahr bis zu vier Monatsgehälter extra ausgeschüttet. Das Prinzip dahinter ist: In guten Zeiten die Mitarbeiter am Erfolg beteiligen, aber in der Not zusammenstehen. Kein Japaner würde es verstehen, wenn man in guten Zeiten an Bord bleibt, aber in schlechten Zeiten das Unternehmen verlässt. Jeder bleibt dabei, um zu helfen, das Ruder wieder rumzureißen. Alle Mitarbeiter sind bei Advantest zudem sehr gut abgesichert, etwa wenn man krank wird oder in eine Notlage gerät.


Wie würden Sie einem potenziellen Bewerber Advantest beschreiben (Europa und München)?


WEWERKA: Besonders Jungingenieure haben bei uns beste Bedingungen – man kann hier die gesamte Elektrotechnik im Detail kennenlernen, vom ursprünglichen Design bis zur Software-Entwicklung. Wen es in die Welt hinauszieht, der kann auch innerhalb des Konzerns nach Japan, USA oder Asien orientieren, dort Erfahrungen sammeln und auch jederzeit wieder zurückkommen. Erst kürzlich haben wir die Auszeichnung als einer der besten Arbeitgeber Deutschlands gewonnen und sind ein „Great Place to Work“. Unsere Mitarbeiter sind unser höchstes Gut – unsere Fluktuationsrate ist unter 1%, und wir tun unser Bestes, um allen Mitarbeitern eine Zukunftsperspektive zu geben. Auch für viele andere Berufsgruppen vom Software-Entwickler, KI-Experten bis zum Statistiker oder Vertriebsingenieur bieten wir ein sehr spannendes Umfeld.


STICHLMAIR: Über die nächsten Jahre werden weltweit immer mehr Daten gesammelt, transferiert und ausgewertet. All diese Analysen werden durch Halbleiterbausteine unterstützt, die produziert und vor allem getestet werden müssen. Dies sind die besten Voraussetzungen für ein lang anhaltendes Unternehmenswachstum.


Sie bilden auch aus?


WEWERKA: Ja, an unseren Standorten in Amerang und Böblingen. Pro Jahr sind es 10–15 neue Auszubildende oder Duale Studenten. Derzeit haben wir ca. 40 junge Nachwuchskräfte. Und an allen Standorten gibt es zudem sehr viele Werkstudenten, Praktikanten und Diplomanden.

Michael Stichlmair

Managing Director
Foto: Advantest Europe GmbH

Wie ist die Lage von Advantest in der derzeitigen Pandemie?


STICHLMAIR: Bisher geht es uns gut. Obwohl die Automobilindustrie momentan ein schwieriges Marktumfeld sieht, wächst der Markt von Kommunikationstechnologie, wie zum Beispiel für Homeschooling und Homeoffice.

WEWERKA: Zum Stichwort Corona ist noch zu sagen, dass wir schon immer sehr flexibel waren, was New Work und „Mobiles Arbeiten“ angeht. Schon zu Beginn der Corona-Krise waren wir bestens vorbereitet. Jeder Mitarbeiter hat einen Laptop, unsere IT hat modernste Kommunikationssysteme auf den Weg gebracht und wir haben virtuelle Meetingräume konzernweit eingerichtet. Unsere Ingenieure waren in der Corona-Krisenzeit sehr findig, haben zum Beispiel ihre Messgeräte im Labor per Webcam überwacht. In den letzten Monaten haben wir auch immer gute Lösungen für alle Mitarbeiter gefunden, um das Homeoffice insbesondere für Familien zu ermöglichen.


Wie sieht Advantests Weg in die Zukunft aus?


WEWERKA: Auserkorenes Ziel des Vorstands ist es, eine mindestens 100-jährige Firma zu werden. Man sieht auch hier wieder deutlich die japanische Prägung: Nicht kurzfristiger Profit, sondern nachhaltige Unternehmensentwicklung ist das Ziel. Advantest wird weiterwachsen und stetig das Produktportfolio erweitern. Dadurch wollen wir in den nächsten Jahren den Umsatz auf 3 bis 4 Milliarden Dollar steigern.

Advantest hat weltweit über 5.500 Mitarbeiter, die Niederlassung in München wurde 1983 gegründet. Weitere europäische Standorte sind in Amerang, Böblingen, Duisburg, Dresden, Italien, Frankreich und Israel.

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