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TCFD, GBP, ESG: Bei nachhaltigen Finanzen geht so manches durcheinander. Mit diesem Glossar behalten Sie den Überblick.

Green Finance

Eine weltweit einheitliche Definition für Green Finance (Grünes Finanzwesen) fehlt bisher. Green Finance ist jedoch mehr als die Finanzierung grüner Investitionen. Allgemein versteht man unter diesem Begriff eine breite Auswahl an Spezifikationen. Dazu gehören zum einen nachhaltige, soziale und grüne Investments von privaten und staatlichen Akteuren in privatwirtschaftliche oder staatliche Projekte. Zum anderen zählen aber auch die nachhaltige Unternehmensfinanzierung, die Förderung umweltfreundlicher Projekte und die Politik, die sich mit Green Finance beschäftigt, dazu.

Green Bonds

Anleihen, die immer ein Nachhaltigkeitsziel verfolgen und bestimmten Kriterien (z. B. soziale oder Umweltaspekte) unterliegen. Das können sowohl die Verringerung der Abgasproduktion, die Reduktion von Treibhausgasen oder auch die Verbesserung sozialer Arbeitsbedingungen in einem Unternehmen sein.

Government Green Bond

Anleihen von Staaten, mit denen nachhaltige Ziele verfolgt werden, etwa Umweltziele. In Deutschland gibt es solche Papiere noch nicht. Frankreich, Polen und auch China haben darüber schon Milliarden eingesammelt.

Green Bond Principles

Die Prinzipien, die die „International Capital Market ­ Association“ (ICMA) aufgestellt hat, sind die Leitplanken für die Emission und den Handel mit Green Bonds. Sie sind freiwillig und sollen für Transparenz bei der Frage sorgen, welche Anleihen tatsächlich nachhaltig sind.

Im Laufe des nächsten Jahrzehnts werden Billionen von Dollar für Investitionen benötigt, um den Klimawandel zu bekämpfen. HSBC hat sich verpflichtet seinen Teil dazu beizutragen, Investoren in die Lage zu versetzen, fundierte Entscheidungen zu treffen und den Markt für grüne Anleihen zu fördern.
Quelle: HSBC Green finance

Green Loan

Mit Green Loans sind jegliche Form von Krediten gemeint, mit denen nachhaltige Projekte finanziert werden. Die „Loan Market Association“ (LMA) hat im März 2018 in den Green Loan Principles Standards festgehalten.

COP 24

Die Abkürzung COP steht für „Conference of Parties“ (Vertragsstaatenkonferenz). Der Zusatz „24“ weist darauf hin, dass es sich um die 24. UN-Klimakonferenz seit der ersten Konferenz 1995 in Berlin handelt. Am 12. Dezember 2015 wurde in Paris Geschichte geschrieben. Auf der internationalen Klimakonferenz – der COP 21 – wurde das Pariser Klimaabkommen beschlossen. Es löst die bisherigen Regelungen des Kyoto-Protokolls ab, in dem sich nur einige Industriestaaten zur Emissionssenkung verpflichtet hatten.

HLEG

Die „High-Level Expert Group on Sustainable Finance“ ist eine von der EU 2016 einberufene Expertengruppe mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und der Finanzbranche zur Erstellung von Handlungsempfehlungen für einen nachhaltigen Finanzmarkt. Im Januar 2018 haben die Experten ihren Bericht veröffentlicht. Die EU formuliert diese in Gesetzgebungsvorschläge. Verantwortlich ist der Vizepräsident der EU-Kommission Valdis Dombrovskis.

Second Party Opinion

Darunter wird ein unabhängiger Qualitätscheck verstanden, um Projekte und Investments von Green Bonds zu bewerten. Diese Bewertungen werden meist von unabhängigen Forschungseinrichtungen mit Schwerpunkt Ökologie erstellt. Die Zweitmeinung soll dazu beitragen, Glaubwürdigkeit und Transparenz von Green Bonds zu stärken.

Foto: Elizabeth Lies/Unsplash

EU Action Plan

„Der Aktionsplan für eine umweltfreundlichere und saubere Wirtschaft“, wie er vollständig heißt, soll Europas Wirtschaft für den Klimaschutz nachhaltig fit machen. Er ist Europas Beitrag für die Erreichung der Pariser Klimaziele. Der Plan enthält Vorschläge und Empfehlungen für die Förderung einer emissionsarmen Wirtschaft. Die Vorschläge stammen von der „High-Level-Expert-Group on Sustainable Finance“ (HLEG). Die EU hatte im Vorfeld eine Expertengruppe aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft berufen, die einen Bericht mit konkreten Handlungsempfehlungen Anfang 2018 veröffentlichte. Der Finanzbereich soll stärker in diese Transformation einbezogen werden.

TCFD

Die „Task Force on Climate-related Financial Disclosures“ ist ein unabhängiger, freiwilliger Zusammenschluss des Financial Stability Boards (Michael R. Bloomberg) und der Bank of England (Mark Carney). Die Initiative hat sich das Ziel gesetzt, Standards zu setzen, wie Chancen und Risiken aus der Klimaerwärmung für das Geschäftsmodell von Unternehmen bewertet werden. HSBC ist Mitglied der TCFD. Ziel ist, eine einheitliche, finanzielle Offenlegung für Konzerne zu schaffen, um so die Transparenz gegenüber Investoren, Anlegern und Anteilseignern zu erhöhen. Szenario-Analysen sollen helfen, das finanzielle Risiko in Bezug auf Climate Change aufzuzeigen.

ESG

Die Abkürzung steht im Englischen für Environmental (E), Social (S) und Governance (G). Governance meint dabei eine verantwortungsvolle Unternehmensführung. Die drei Faktoren werden in der Unternehmenswelt immer wichtiger: Firmen achten bei strategischen Entscheidungen zusehends auf diese Kriterien. Investoren berücksichtigen sie zunehmend bei ihren Investments.

Pariser Klimaabkommen (COP 21)

195 Staaten unterzeichneten 2015 das Pariser Klimaabkommen. Es ist der Nachfolger des Kyoto-Protokolls. Eine Besonderheit war es, dass auch China und die USA das Dokument ratifizierten. Später verkündete US-Präsident Donald Trump, dass die USA wieder aussteigen werden. Das wichtigste Ziel innerhalb des Abkommens ist der Versuch, die Erderwärmung auf maximal zwei Grad zu begrenzen.

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