Anzeigen-Spezial

So wird Ihr Unternehmen besser fürs Klima 

17. Mai 2021 - 6 Min. Lesezeit

Selbst Firmen, die Technologie zur Bekämpfung der Klimakrise entwickeln, verursachen CO2. Wie es gelingt, weniger klimaschädlich und trotzdem erfolgreich zu sein.

Türkisblaues Wasser, fjordähnliche Buchten, umgeben von malerischen Kalkfelsen – der Nationalpark Calanques vor den Toren von Marseille ist eine der wichtigsten Touristenattraktionen Südfrankreichs. Und: ein neuer Hoffnungsträger im Kampf gegen die Erderwärmung. Denn das hier beheimatete Seegras Posidonia oceanica besitzt eine fantastische Fähigkeit: Jeder Hektar speichert bis zu 1.500 Tonnen Kohlenstoff, bis zu fünf Mal mehr als tropische Wälder, über Hunderte von Jahren. Das Problem: Obwohl die Seegraswiesen gesetzlich geschützt sind, gehen jährlich 1,5 Prozent der Flächen verloren, und damit die Grundlage eines bedeutenden und empfindlichen marinen Ökosystems.

Unvermeidbare CO2-Emissionen kompensieren

Die fortschreitende Zerstörung der Seegraswiesen trifft das Klima doppelt hart: Denn zusätzlich zur Abnahme des natürlichen CO2-Speichers wird bislang gebundenes Treibhausgas freigesetzt. Das Pilotprojekt „Prométhée – Med“ soll das ändern. Mehrere Digital und Umweltakteuren, darunter auch EcoAct, ein Atos-Unternehmen mit Expertise im Bereich Klimawandel und Feldforschung, entwickeln damit erstmals eine Methodik zum Schutz von Seegraswiesen. Über ein entsprechend zertifiziertes Klimaschutzprojekt könnten sich künftig Unternehmen am Erhalt und der Wiederherstellung der Seegraswiesen beteiligen und damit ihre direkt oder indirekt verursachten CO2-Emissionen ausgleichen. „Off-Setting“ nennen Fachleute diese Methode.

Ähnliche Klimaschutzprojekte zum Aufbau von Kohlenstoffvorräten oder der der Vermeidung lokaler Emissionen gibt es mittlerweile viele. Mit dem Geld der Unternehmen werden unter anderem Wälder am Amazonas, in Äthiopien oder Kambodscha geschützt und wiederaufgeforstet. Andernorts reduzieren Off-Setting-Programme den Verbrauch von Feuerholz, indem sie effizientere Kochstellen, Wasserfilter und erneuerbare Energiequellen einführen.

Wie Unternehmen ihren CO2-Abdruck reduzieren

Ist Off-Setting lediglich ein bequemer Weg, sich von der eigenen Klimaverantwortung freizukaufen? „Wer so denkt und damit Greenwashing betreiben will, hat nicht verstanden, worum es geht“, sagt Alexandra Knupe, verantwortlich für den Bereich Corporate Social Responsibility der Atos Gruppe. „Das Ausgleichen von CO2-Emissionen kann immer nur der zweite Schritt auf dem Weg zum klimaneutralen Unternehmen sein.“ Zuvor gelte es, sie so weit wie möglich zu reduzieren, so die CSR-Chefin. Was dann noch übrigbleibt, wird kompensiert.

Alexandra Knupe, Head of Group Corporate Social Responsibility bei Atos
Alexandra Knupe, Head of Group Corporate Social Responsibility bei Atos

Grundlage eines Umweltmanagement-Programms sei ein umfangreiches Berichtswesen, an dessen Anfang eine fundierte Bestandsaufnahme stehen muss. Denn zunächst gilt es, die Quellen aller verursachten Emissionen genau zu identifizieren und dann geeignete Maßnahmen und Meilensteine zu ihrer Reduktion festzulegen und zu überwachen. „Ein erfolgreiches Programm braucht langfristige Planung, ein transparentes Berichtwesen ambitionierte Ziele“, weiß Knupe. Schließlich fordern Politik, Geschäftskunden und der Kapitalmarkt zunehmend Informationen und Nachweise zum unternehmerischen Klimaschutz.

Digitale Dekarbonisierung nötig

Der meist genutzte Methodenstandard für ein Klima-Reporting, das so genannte Greenhouse Gas Protocol (GHG Protocol), unterscheidet drei Gruppen von Treibhausgasemissionen: In die erste Kategorie (Scope 1) fallen direkte Emissionen, die das Unternehmen selbst durch Verbrennung in eigenen Anlagen oder Fahrzeugen erzeugt. Scope 2 betrachtet hingegen den Anteil an Treibhausgasen, die mit eingekaufter Energie verbunden sind, etwa den Stromverbrauch von Bürogebäuden oder des eigenen Rechenzentrums. Scope 3 wiederum umfasst die indirekten Emissionen, die beispielsweise Geschäftsreisen oder gekaufte Waren und Dienstleistungen verursachen.

Während sich Scope 1 und 2 mit offensichtlichen Maßnahmen wie E-Fahrzeugen oder Ökostrom in den Griff bekommen lassen, wird es bei Scope 3 schwieriger. Denn diese Ziele lassen sich nur unter Mitwirkung aller an der Wertschöpfungskette beteiligten Organisationen erreichen. Schließlich ist der eigene Einfluss auf die indirekten Emissionen begrenzt.

Darüber hinaus sorgt die digitale Transformation dafür, dass die indirekt verursachten CO2-Emissionen stetig nach oben getrieben werden, insbesondere durch die steigende Nutzung von Cloud-Diensten und Datenzentren. Wie diese künftig energieeffizienter werden können, zeigt ein unter Beteiligung von Atos neu entwickelter Supercomputer, der im November 2020 unter dem Namen JUWELS am Forschungszentrum Jülich in Betrieb ging. Das System ist nicht nur das bis dato schnellste, sondern auch das weltweit effizienteste in der höchsten Leistungsklasse.

Bereits in zwei Jahren möchte Atos mit Unterstützung des französischen Energieexperten HDF das erste mit grünem Wasserstoff betriebene Datencenter eröffnen. Und auch das Engagement im Bereich Quantum Computing könnte eine wichtige Rolle im Kampf gegen den Klimawandel spielen. Denn mithilfe der ungeheuren Rechenpower, so die begründete Hoffnung, könnten Forscher neuartige Materialien berechnen, die CO2 unmittelbar nach der Energieproduktion binden.

Vielfältige Tools für den Klimaschutz

Durch digitale Dekarbonisierung lassen sich Klimaschutz, neue Technologien und Wirtschaftlichkeit in konstruktiver Weise verbinden, sagt Alexandra Knupe. Unternehmen, die damit ihre Emissionen transparent machten, erarbeiteten sich einen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil. Die Toolbox von Atos, EcoAct und weiteren Partnern halte hierfür ein Bündel an erprobten Maßnahmen bereit. So lassen sich etwa das Design neuer Produkte und Fertigungsanlagen mithilfe von Simulationen und virtuellen Abbildern, sogenannten digitalen Zwillingen, hinsichtlich ihrer Klimarelevanz optimieren. Auch beim Messen und Überwachen der Ziele kann die Digitalisierung helfen. 

Wer über alle Abteilungen hinweg eine klimafreundliche Dynamik erzeugen möchte, kann auch über einen internen Carbon-Preis nachdenken. Atos hat dies im letzten Jahr mit 80 Euro je Tonne getan und damit gute Erfahrungen gemacht. Aktuell bindet das Unternehmen auch seine Lieferkette ein. Dafür wurden Anreize für Partner mit Umweltzielen geschaffen und die Auswahl der Lieferanten um Umweltkriterien erweitert.

Die Glaubwürdigkeit nach außen unterstreichen sogenannte Decarbonization Level Agreements. Erreichen Atos-Projekte die vertraglich festgelegten CO2-Reduktionen nicht, kommt der IT-Dienstleister für das Off-Setting des Fehlbetrags auf. Darüber hinaus hat das Unternehmen jüngst sein bisheriges Net-Zero-Ziel um sieben Jahre auf 2028 vorverlegt.

„Klimaschutz braucht das Engagement aller,“ stellt Alexandra Knupe klar, „und erfolgreiche Lösungen müssen einen Wettbewerbsvorteil darstellen.“ Die digitale Transformation kann einen wesentlichen Beitrag dazu leisten. Und damit auch zum Erhalt der wichtigen Seegraswiesen im Mittelmeer.

Atos ist ein weltweit führender Anbieter für die digitale Transformation mit über 110.000 Mitarbeitern in 73 Ländern und einem Jahresumsatz von mehr als 12 Milliarden Euro. Als europäischer Marktführer für Cloud, Cybersecurity und High Performance Computing bietet die Atos Gruppe ganzheitliche Lösungen für Orchestrated Hybrid Cloud, Big Data, Business-Anwendungen und Digital Workplace. Der Konzern ist der weltweite Informationstechnologie-Partner der Olympischen und Paralympischen Spiele und firmiert unter den Marken Atos, Atos|Syntel und Unify. Atos ist eine SE (Societas Europaea) und an der Pariser Börse als eine der 40 führenden französischen Aktiengesellschaften (CAC40) notiert. Das Ziel von Atos ist es, die Zukunft der Informationstechnologie mitzugestalten. Atos Fachwissen und Services fördern Wissensentwicklung, Bildung sowie Forschung in einer multikulturellen Welt und tragen zu wissenschaftlicher und technologischer Exzellenz bei. Weltweit ermöglicht die Atos Gruppe ihren Kunden und Mitarbeitern sowie der Gesellschaft insgesamt, in einem sicheren Informationsraum nachhaltig zu leben, zu arbeiten und sich zu entwickeln.