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Der digitale Weg zur Klimaneutralität 

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Digitale Technologien belasten das Klima, und doch scheint ein nachhaltiges Wirtschaften ohne digitale Werkzeuge nicht vorstellbar. Welchen Beitrag kann die Digitalbranche auf dem Weg zur Klimaneutralität leisten? 

Sie werden milliardenfach ausgeführt: Suchanfragen, Musik- und Videostreams, Social-Media-Posts, private und geschäftliche Cloud-Dienste. Die digitale Welt belastet das Klima stärker als die Luftfahrtindustrie. Fast vier Prozent der globalen CO2-Emissionen gehen auf ihr Konto. Wäre sie ein Land, stünde sie beim Stromverbrauch weltweit an sechster Stelle.

Auf der anderen Seite bringt die Digitalwirtschaft aber laufend neue Innovationen hervor. Ohne sie könne die EU bis 2050 kaum klimaneutral werden und auch das 1,5-Grad-Ziel des Pariser Klimaabkommens ließe sich damit leichter erfüllen, sagt etwa Philippe Mareine, zuständig für Digitale Transformation und Nachhaltigkeit beim europäischen Marktführer für Digital Security und High Performance Computing Atos. „Wenn es uns gelingt, neue Technologien konsequent auch in der nicht-digitalen Welt anzuwenden, können wir den globalen CO2-Ausstoß um bis zu 20 Prozent senken“, sagt Mareine. 

Philippe Mareine, Chief Digital and Transformation Officer and Head of CSR
Philippe Mareine, Chief Digital and Transformation Officer and Head of CSR
„CO2-Ausstoß um bis zu 20 Prozent senken“

So komme beispielsweise dem Internet der Dinge eine Schlüsselrolle beim Aufbau einer ressourcenschonenden Kreislaufwirtschaft von Kunststoff-Flaschen zu. Die enorme Rechenleistung von Quantencomputern werde künftig helfen, neuartige Materialien zu finden, mit denen Energieversorger CO2 binden könnten, ehe es in die Atmosphäre gelangt. Darüber hinaus forsche Atos aktuell an einem hocheffizienten Supercomputer, der dank Wasserstoffantrieb und künstlicher Intelligenz kaum noch Verlustwärme erzeugt. 

Für Philippe Mareine ist die nachhaltige CO2-Reduzierung mithilfe digitaler Technologien nicht nur Mittel zum Zweck. Die Dekarbonisierung, abgeleitet von „carbon“, dem englischen Wort für Kohlenstoff, sei vielmehr ein Zukunftsmotor, der ein effizienteres und kostengünstigeres Wirtschaften erlaube. „Laut einer Umfrage haben bereits 80 Prozent unserer Kunden konkrete Ziele zum Klimaschutz gesetzt“, berichtet der CSR-Chef. „Wir selbst wollen bis 2035 klimaneutral sein, noch 15 Jahre vor der EU.“ Dass sich das Unternehmen diesbezüglich auf einem guten Weg befindet, zeigt die Tatsache, dass die von Atos jährlich verursachten Anteile der Treibhausgasemissionen pro Million Euro Umsatz im Vergleich zu 2012 bereits halbiert wurden. Bis 2030 plant Atos sämtliche CO2-Emissionen um weitere 50 Prozent zu reduzieren, die das Unternehmen beeinflussen kann. Dies schließt zum Beispiel auch die Lieferantenkette mit ein. Bei einschlägigen Rankings wie der „CDP A-List“ oder den Dow Jones Sustainability Indexes World and Europe belegt Atos seit Jahren Spitzenplätze. 

Energie und Einstellung erneuern 

Unternehmen, die Interesse an einer effektiven Dekarbonisierung haben, sind gut beraten, sich wissenschaftlich fundierte Ziele zu setzen. Solche SBTs, kurz für Science Based Targets, dürfen ruhig etwas ambitionierter sein, findet Mareine. Infolge des Green Deals der EU oder des deutschen Klimaschutzplans 2050 könnten sie bald mit entsprechenden Fördermaßnahmen rechnen. 

In der Praxis werde es sich aber immer um einen Mix aus gesetzlichen Anforderungen, Förderungen und freiwilligen Maßnahmen handeln, sagt der Atos-Experte. In einem ersten Schritt könne nahezu jedes Unternehmen zumindest seine Energieversorgung auf Ökostrom umstellen. Wo dies nicht möglich sei, ließen sich indirekt verursachte Treibhausgase durch „Carbon-Offsetting“ ausgleichen. Entsprechende Projekte, die eine bestimmte Emissionsmenge stellvertretend an einem anderen Ort der Welt vermeiden, bietet Atos nicht nur seinen Kunden an. „Wir selbst kompensieren damit CO2-Einsparungen, die wir in Kundenprojekten im Rahmen von Digital Decarbonization Agreements vereinbart haben, aber nicht realisieren konnten“, erklärt Mareine. 

Wer ernsthaft gegen den Klimawandel ankämpfen wolle, müsse die Motivation zum Klimaschutz zwingend im Geschäftsalltag verankern, stellt der CSR-Chef klar. Bei Atos habe sich dafür insbesondere ein interner Kohlenstoffpreis bewährt. Jede verursachte Tonne CO2 koste die betreffende Abteilung 80 Euro und korrigiere so das finanzielle Ergebnis. Umgekehrt würden klimaförderliche Entscheidungen aber auch mit einem Kredit belohnt. Wertvolle Denkanstöße gäben auch Apps, die zum Beispiel auf eine klimaschädliche E-Mail-Praxis hinweisen. Produktivere Wege der Zusammenarbeit deckten sich im Übrigen gut mit den aktuellen Anforderungen der Corona-Zeit. 

Im Rahmen seines breiten Service-Portfolios zur signifikanten CO2-Reduzierung erleichtert Atos seinen Kunden unter anderem den schnellen Einstieg in die eigene Klimastrategie. Sogenannte Digital Decarbonization Assessments lassen in nur sechs bis acht Wochen ein klares Bild von der Ausgangsposition, realistischen Zielen und einer Roadmap entstehen. 

Ausgehend von seinem Erfahrungsvorsprung im Bereich Digitale Dekarbonisierung strebt Atos nun die Marktführerschaft an. Den Weg dorthin soll ein komplettes Ökosystem zum Thema Klimaschutz ebnen. Dazu initiiert der IT-Dienstleister neue Partnerschaften mit Universitäten, organisiert IT-Challenges zur Nachwuchsfindung und unterstützt innovationsgetriebene Programmierwettbewerbe wie den BASF Climathon mit Expertenwissen. Auch das Start-up-Förderprogramm „Atos Scaler“ steht ganz im Zeichen des Klimaschutzes. 

Mit den jüngsten Initiativen möchte Atos insbesondere die jüngere Generation für den gemeinsamen Kampf gegen den Klimawandel gewinnen. Nur durch Taten könne man glaubhaft machen, dass es als Arbeitgeber auch darum gehe, einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft zu leisten, betont Mareine.

Der Klimaschutz ist die wohl größte Herausforderung unserer Zeit und deshalb auf gute Ideen und kreative Lösungen angewiesen. Man darf gespannt sein, welche die digitale Welt noch hervorbringt. 

Atos ist ein weltweit führender Anbieter für die digitale Transformation mit über 110.000 Mitarbeitern in 73 Ländern und einem Jahresumsatz von mehr als 12 Milliarden Euro. Als europäischer Marktführer für Cloud, Cybersecurity und High Performance Computing bietet die Atos Gruppe ganzheitliche Lösungen für Orchestrated Hybrid Cloud, Big Data, Business-Anwendungen und Digital Workplace. Der Konzern ist der weltweite Informationstechnologie-Partner der Olympischen und Paralympischen Spiele und firmiert unter den Marken Atos, Atos|Syntel und Unify. Atos ist eine SE (Societas Europaea) und an der Pariser Börse als eine der 40 führenden französischen Aktiengesellschaften (CAC40) notiert. Das Ziel von Atos ist es, die Zukunft der Informationstechnologie mitzugestalten. Atos Fachwissen und Services fördern Wissensentwicklung, Bildung sowie Forschung in einer multikulturellen Welt und tragen zu wissenschaftlicher und technologischer Exzellenz bei. Weltweit ermöglicht die Atos Gruppe ihren Kunden und Mitarbeitern sowie der Gesellschaft insgesamt, in einem sicheren Informationsraum nachhaltig zu leben, zu arbeiten und sich zu entwickeln.